Anette Weller übernimmt bei der Unternehmensgruppe Gegenbauer die neu geschaffene Stelle des Chief Sustainability Officers. Zudem hat der FM-Dienstleister seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht nach GRI-Standard veröffentlicht.

Die Position des Chief Sustainability Officers (CSO) wurde nach Aussage des Unternehmens geschaffen, um "dem wachsenden Stellenwert des Themas Nachhaltigkeit künftig noch besser gerecht werden zu können". Anette Weller ist langjährige Managerin und Vorständin der Gruppe. Neben ihrer bisherigen operativen Verantwortung für die Sparte Location Management und das Energiemanagement hat sie zum 1. Juli die Ressorts Nachhaltigkeit, Qualitäts- und Umweltmanagement sowie den Bereich Fuhrparkmanagement übernommen. Damit werden nun alle nachhaltigkeits- und energierelevanten Themen innerhalb der Unternehmensgruppe unter einheitlicher Führung gebündelt. Darüber hinaus sei mit diesem Schritt die noch bessere vertriebliche Fokussierung auf die Unterstützung der Auftraggeber im Rahmen ihrer ESG-Aktivitäten und -Berichtspflichten gewährleistet.
GRI-Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht
Anfang August hat Gegenbauer zudem den ersten Nachhaltigkeitsbericht in Übereinstimmung mit dem weltweit führenden Reporting-Standard GRI veröffentlicht. Die inhaltlichen Schwerpunkte orientieren sich an den ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) und greifen die insgesamt sechs Handlungsfelder auf, die das Unternehmen im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Sie umfassen die Themen Kundenfokus, attraktiver Arbeitgeber, nachhaltige Dienstleistungen, gesunde Mitarbeitende, Transparenz und Integrität. Diese für Gegenbauer und seine Stakeholder relevanten Handlungsfelder wurden zuvor im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse ermittelt. Aus Ressourcengründen – so Gegenbauer – wurde der Nachhaltigkeitsbericht ausschließlich als Website publiziert.
Neben der Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse seien im Vorfeld weitere wichtige Grundlagen geschaffen worden. So erarbeitete die Unternehmensführung eine Nachhaltigkeitsstrategie, zudem wurde erstmals ein vollständiger, GHG-Protocol-konformer CO2-Fußabdruck der Gruppe über die Scopes 1-3 ermittelt. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 45001 etablierte darüber hinaus einen konzernweiten Standard zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, der das bereits bestehende integrierte Managementsystem, bestehend aus DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement), 14001 (Umweltmanagement) und 50001 (Energiemanagement), ergänzt.
Treibhausgasemissionen verbindlich reduzieren
Zu den künftigen zentralen Zielen des Unternehmens zählt eine deutliche Reduktion der Treibhausgasemissionen. Dazu beabsichtigt Gegenbauer, eine Klimastrategie zu entwickeln, welche die mittel- und langfristigen Emissionssenkungen und die dazu notwendigen Maßnahmen verbindlich und auf wissenschaftlicher Basis definiert.
Darüber hinaus engagiert sich die Unternehmensgruppe Gegenbauer als langjähriges Mitglied der Stiftung KlimaWirtschaft für unternehmerischen Klimaschutz sowie die Begrenzung der Erderwärmung. Fabiola Fernandez, Co-CEO von Gegenbauer, wurde zum 1. Juli in das Kuratorium der Stiftung gewählt. Zudem leitet sie seit Jahresbeginn 2022 den Arbeitskreis Facility Management des Zentralen Immobilien Ausschusses ZIA, dem Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft. "Unser Ziel ist es, die Megatrends unseres Sektors, ESG-Standards, Digitalisierung und Fachkräftegewinnung, aktiv anzugehen und echte Mehrwerte auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand aufzuzeigen. Denn ohne unsere Branche ist die Klimawende nicht zu schaffen", ist Fabiola Fernandez überzeugt. /GH