Ergonomie im Gebäudereiniger-Handwerk: Ein strategischer Vorteil

Hohe Krankheitszahlen und daraus resultierende Fehlzeiten sowie Mehrkosten für ­Unternehmen sind in der Gebäudereinigung ein bekanntes und teures Problem. ­Abhilfe schaffen können Veränderungen an den Arbeitsplätzen der Reinigungskräfte. Besonders Investitionen in ergonomische Arbeitsmittel und Verfahren zahlen sich aus.

Mithilfe biomechanischer Messungen lässt sich die Belastung einer Reinigungskraft zum Beispiel bei der WC-Reinigung abbilden – links in gebückter Haltung und rechts in kniender Position, die den Rücken besser entlastet. - © IFGM

Natürlich gibt es Unternehmen, die sich um die physische und psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter kümmern. Auch Hersteller haben Fortschritte gemacht, indem sie Chemie und Arbeitsmittel moderner und ergonomischer gestalten. Institutionen wie die BG BAU bieten Prämien für Arbeitgeber, die in ergonomisches Material investieren. Und doch gibt es immer noch Defizite in der praktischen Umsetzung von Ergonomie – aus unterschiedlichen Gründen.

Häufig bleiben die Rahmenbedingungen beim Auftraggeber – wie Raumgröße der Materialräume oder die Gestaltung des Inventars – außerhalb des Einflussbereichs des Gebäudedienstleisters. Zudem ist die Kommunikation über optimierte Reinigungsverfahren eine Herausforderung. Dienstleister haben oft Schwierigkeiten, Auftraggebern die Vorteile innovativer und ergonomischer Reinigungskonzepte zu vermitteln. Denkstrukturen, die festlegen, wie Reinigung zu funktionieren hat, blockieren häufig neue, ergonomisch vorteilhaftere Arbeitsweisen. Gleichzeitig stehen Gebäudereinigungsunternehmen unter hohem Druck, Neukunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten, was es zusätzlich erschwert, (mehr) Ergonomie durchzusetzen. Auch der Preis und Unwissenheit in puncto ergonomische Verfahren können dazu beitragen, das Thema nicht umzusetzen.

Doch es zeichnet sich ein Wandel ab. Denn immer mehr Auftraggeber legen Wert auf die Arbeitsbedingungen von Reinigungskräften, Menschlichkeit und Nachhaltigkeit rücken in den Mittelpunkt. Besonders Investitionen in ergonomische Arbeitsmittel und Verfahren zahlen sich aus. Ergonomische Maßnahmen fördern nicht nur die Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeiter, sondern steigern auch die Effizienz und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

Was den Körper besonders belastet

Reinigungskräfte stehen täglich vor hohen Anforderungen. Physische Belastungen betreffen vor allem die Lendenwirbelsäule, Hand- und Ellenbogen­gelenke sowie Schultern und Knie. Beschwerden wie Rückenschmerzen, Handgelenksermüdung, Reizungen der Nerven, Ellenbogenbeschwerden und Schulterverspannungen entstehen durch unvorteilhafte Teil­tätigkeiten – etwa beim Reinigen höher oder tiefer gelegener Bereiche und von Tischen oder beim Heben, Tragen, Ziehen und Schieben von Lasten.

Auch ein ständig nach vorne geneigter Kopf führt zu Nackenverspannungen oder Spannungskopfschmerzen. Die physischen Belastungen sind auf einzelne unnatürlich durchgeführte Arbeitsschritte zurückzuführen. Beispielsweise führen das Wischen, Heben, Schieben, Ziehen oder Tragen von Lasten, die Gestaltung von ungünstig positionierten Maschinenkomponenten und das Reinigen in unnatürlichen Positionen zu chronischen Beschwerden. Gleichzeitig fehlt es vielen Reinigungskräften an Wissen über ergonomisches Arbeiten, wodurch sie ihre Gesundheit vor langfristigen Schäden nicht aktiv schützen können. Das bedeutet finan­zielle Mehrbelastung für das Unternehmen. Die langfristigen Folgen sind häufig Fehlzeiten, eingeschränkte Arbeitsfähigkeit und ein erhöhtes Risiko für dauerhafte gesundheitliche Schäden. Zusätzlich sinkt die Qualität der Sauberkeit.

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    Schnell und einfach verstellbare Teleskopstiele mit drehbarem Knauf erleichtern es der Reinigungskraft, in natürlicher Haltung zu arbeiten.
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    Das Risiko für Rückenschmerzen sinkt, wenn Griffe und Hebel am Schmutzbehälter der Reinigungsmaschine das Entleeren und den Transport erleichtern.
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    Bei Aufsitz-Scheuersaugmaschinen erleichtert ein Kamerasystem mit integriertem Bildschirm am Lenker das randnahe Fahren und reduziert die seitliche Beugung von Oberkörper und Kopf des Bedieners.
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    Vorteilhaft unter ergonomischen Gesichtspunkten: die Reinigung von Tisch­oberflächen mit Teleskopstiel und Pad. Die natürliche Haltung entlastet Rücken und Hände.
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    Mithilfe biomechanischer Messungen lässt sich die Belastung einer Reinigungskraft zum Beispiel bei der WC-Reinigung abbilden – links in gebückter Haltung und rechts in kniender Position, die den Rücken besser entlastet.

Auch psychische ­Belastungen zählen

Psychische Belastungen wie Zeitdruck, fehlende Autonomie und mangelnde Wertschätzung verschärfen die Situ­ation. Ein zentrales Problem ist der Mangel an Autonomie. Mitarbeiter, die keinen Handlungsspielraum haben und sich lediglich auf vorgegebene Aufgaben konzentrieren, erleben häufig Frust und Demotivation. Ineffiziente Prozesse wie Berichtspflichten und verzögernde Entscheidungswege wirken sich negativ auf die Autonomie aus und demotivieren. Kunden nehmen oft mehr wahr, als man denkt. Sie spüren sofort, wenn Mitarbeiter demotiviert sind oder eine schlechte Stimmung herrscht. Wenn ein Mitarbeiter zudem besonders redselig ist und seine Negativität gegenüber dem Auftraggeber äußert, kann er eine negative Haltung beim Kunden verstärken. Wenn dadurch die Vertrauensbasis bereits gelitten hat, wird es umso schwieriger, die Zufriedenheit der Kunden zurückzugewinnen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, spielen Mitbestimmung und Selbstbestimmung eine entscheidende Rolle. Mitarbeiter, die in die Lösung von Pro­blemen einbezogen werden – sei es intern oder beim Auftraggeber – und Verantwortung übertragen bekommen, fühlen sich stärker wertgeschätzt und motivierter. Ebenso spielt die Vermittlung von Wissen für das Selbstbewusstsein und die Autonomie der Mitarbeiter eine große Rolle. Unternehmen können hier gezielt ansetzen, zum Beispiel in folgenden Bereichen:

  • Schulungen für Führungskräfte: Sensibilisierung für die Bedeutung von Wertschätzung, offener Kommunikation und gesunde Arbeitsbedingungen. Die Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle, um ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen.
  • Schulungen für Reinigungskräfte: Sensibilisierung für Gesundheit/Ergonomie und Vermittlung von Grundwissen in der Reinigung, um ein Bewusstsein für die Durchführung der Arbeit zu fördern.
  • Anonyme Feedbacksysteme: Mitarbeiter können Verbesserungsvorschläge und Kritik anonym äußern. Dies schafft Vertrauen und ermöglicht eine kontinuierliche Optimierung der Arbeitsbedingungen.
  • Digitalisierung: Digitale Tools wie Checklisten oder ergonomische Leitfäden unterstützen Mitarbeiter dabei, ergonomische Prinzipien im Alltag umzusetzen. Ein weiterer Punkt ist, Prozesse zu digitalisieren und zu optimieren sowie Verantwortung für Entscheidungen zu übertragen, damit beispielsweise Objektleiter ein bindendes Verhältnis zum Auftraggeber aufbauen können.

Ergonomisch mit Maschinen arbeiten

Scheuersaug- und Kehrmaschinen können die ­Arbeit effizienter gestalten, sind in ergonomischer Hinsicht jedoch oft nicht optimal. Die Wartung, wie zum Beispiel das Entleeren des Hoppers, oder randnahes Fahren sind mit Aufsitz-Scheuersaugmaschinen bauartbedingt häufig nur mit Zwangshaltung möglich. Mangelnde Kenntnisse im Umgang mit Maschinen oder die Angst davor sind häufige Gründe für eigentlich vermeidbare Ausfälle und Folgekosten.

Folgende Punkte erhöhen die Ergonomie in der Bedienung und Wartung von Reinigungsmaschinen:

  • Kamerasysteme: Ein Kamerasystem mit integriertem Bildschirm am Lenker erleichtert randnahes Fahren und reduziert die seitliche Verneigung von Oberkörper und Kopf. Auch Reinigungskräfte mit körperlichen Einschränkungen profitieren davon.
  • Ergonomische Entleerung: Griffe und Hebel am Schmutzbehälter erleichtern das Entleeren und den Transport. Das Risiko für Rückenbeschwerden wird dadurch minimiert.
  • Verbesserte Sitzpositionen: Moderne Maschinen mit anpassbaren Sitzen bieten die Möglichkeit einer individuellen Haltung und reduzieren Verspannungen. Häufig sind Aufsitzer mit zu hohen Sitzen ausgestattet oder die Pedale sind zu tief angebracht – je nach Sichtweise.
  • Schulungen: Ein Maschinenführerschein sorgt dafür, dass Reinigungskräfte Maschinen effizient und sicher bedienen und warten können. Neben der Bedienung sollten auch ergonomische Aspekte vermittelt werden. Dadurch minimieren sich Wartungs- und Unternehmenskosten.

Ergonomie am Systemwagen verbessern

Systemwagen sind das Herzstück der Reinigung. Die Gestaltung der Arbeitsmittel am Wagen ist entscheidend für ergonomische Arbeitsbedingungen und effiziente Prozesse. Diese Prozesse wirken sich wiederum auf die Reinigungsverfahren und -techniken aus. Sie bestimmen dann die Leistungswerte und letztendlich die Kalkulation. In Verbindung mit Schulungen, Qualitätssicherung und einer transparenten Kommunikation auf Augenhöhe ist das Ziel aller Beteiligten – Sauberkeit – erfüllt. Die Kombination aus Trockenreinigung und ergebnisorientierter Reinigung bietet zudem die Möglichkeit, wettbewerbsfähig zu sein, da hohe Leistungswerte mit einem nachweislich gesunden Arbeitsplatz und Vorteilen in Sachen Nachhaltigkeit kombiniert sind. Die Ergonomie am Systemwagen lässt sich durch folgende Punkte verbessern:

  • Teleskopstiele: Schnell und einfach verstellbare ­Stiele mit drehbarem Knauf erleichtern das Arbeiten in natürlicher Haltung. Vorteilhaft ist auch die Möglichkeit eines schnellen Wechsels von Aufsätzen für Teleskopstiele, die es ermöglichen, Tische, Schränke, Regale, Heizkörper oder Geländer aus einer natürlichen Haltung heraus zu reinigen.
  • Moderne Mopp- und Tuchsysteme: Vorgetränkte Reinigungstextilien sparen Zeit und Ressourcen, reduzieren die Belastung der Hände und entlasten die Rückenmuskulatur.
  • Arbeitsprozesse optimieren: Die Organisation des Systemwagens sollte so gestaltet sein, dass alle Arbeitsmittel leicht erreichbar sind, ohne sich tief bücken oder strecken zu müssen. Eine modulare Gestaltung des Wagens hilft, individuelle Anforderungen besser zu erfüllen.
  • Griffe und Rollen: Höhenverstellbare Griffe mit einer an die Hand angepassten Form und Rollen, die langfristig nicht an Qualität einbüßen.

Biomechanische Messungen

Im Rahmen eines Projekts des Instituts für Ganzheit­liches Gebäudemanagement wurden Reinigungskräfte per Motion-Capture-Technologie während der Durchführung von Teiltätigkeiten biomechanisch vermessen. Mithilfe von Sensoren an verschiedenen Punkten am menschlichen Körper und spezieller Software lassen sich Bewegungen und Belastungen gemäß nationalen und interna­tionalen ergonomischen Standards analysieren. Dabei wurden konventionelle Reinigungstechniken mit ergonomischen Lösungen verglichen.

Messungen während der Reinigung von Toiletten haben zum Beispiel gezeigt, dass acht Toiletten ­15 Minuten in gebückter Haltung entsprechen und die Wirbelsäule gefährlich belasten. Eine kniende Posi­tion schafft vorübergehende Entlastung für den ­Rücken. Ideal wäre die Reinigung aller Komponenten in stehender Position – wofür es bislang allerdings noch keine Lösung gibt.

Verglichen wurde auch die Reinigung von Tisch­oberflächen per Hand und mit Teleskopstiel und Pad. Letzteres hat klare Vorteile gezeigt: Die natürliche Haltung entlastet Rücken und Hände, während die Reinigungskraft – mit fachgerechter Einweisung – schneller und weniger ermüdend arbeitet. Zudem wurde deutlich, dass die Haltung des Stiels eine erhebliche Belastung für Schulter und Ellbogen darstellt. Daher sollte der Stiel bei der Reinigung von zum Beispiel Tischen möglichst horizontal geführt werden, um die Belastung zu minimieren.

Im Bereich der Bodenreinigung bietet die Trockenreinigung (Mikrofaser bindet lose Verschmutzungen ­ohne Einsatz von Wasser und Reinigungschemie) im Vergleich zur Nass-/Feuchtreinigung zum Beispiel im Bereich der Flure ergonomische Vorteile. Denn bei der Trockenreinigung wird der Stiel mit dem Klapphalter vor dem Körper gehalten und geschoben, während er bei der Nasswischtechnik im Achterschwung über den Boden geführt wird. Zeitlich gesehen ermöglicht die Trockenreinigung eine Reinigung in nahezu Schrittgeschwindigkeit mit einem Leistungswert von mehr als 1.000 Quadratmetern, abhängig von der ­Breite des Mopps, und wenig Kraftaufwand. Haftende Verschmutzungen werden punktuell feucht entfernt.

Ein Objekt kommt zwar nie vollständig ohne Nass-/Feuchtreinigung aus, es muss aber auch nie komplett auf ­diese Weise gereinigt werden. Hygienerelevante Bereiche wie Sanitäranlagen verbleiben in der Nass-/Feuchtreinigung. Die Kombination beider Methoden bildet die Grundlage für ergonomische Arbeitsbedingungen und eine wirtschaftlich effiziente Kalkulation.

Die Rolle des Arbeitgebers

Reinigungskräfte sind sich häufig nicht bewusst, welche Belastungen ihre Arbeitsweise auf ihren Körper ausübt. Dieses Wissen zu vermitteln ist zentrale Aufgabe des Arbeitgebers. Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gilt es, sowohl die Verhältnisse (zum Beispiel Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung) als auch das Verhalten (Schulungen, Sensibilisierung) der Mitarbeiter positiv zu beeinflussen.

  • Verhältnisse verbessern: Ergonomische Arbeitsmittel wie höhenverstellbare Teleskopstiele mit entsprechenden Aufsätzen, Trockenreinigung und moderne Systemwagen mit guten Rolleigenschaften und ergonomisch bedienbare Maschinen tragen dazu bei, körperliche Belastungen zu minimieren.
  • Verhalten durch Wissensvermittlung: Schulungen zum ergonomischen Arbeiten, die das Verhalten bei Techniken und Tätigkeiten wie Müllentleerung, Heben, Tragen, Schieben oder Ziehen und die gesundheitlichen Folgen vermitteln, helfen den Mitarbeitern, ihre Gesundheit langfristig zu schützen. Auch regelmäßige Auffrischungen und konsequentes Feedback durch Vorgesetzte können das Bewusstsein stärken.

Um Ergonomie effektiv umzusetzen, empfiehlt es sich, Maßnahmen zunächst im Arbeitsschutzausschuss zu identifizieren und anschließend die Mitarbeiter im Gestaltungsprozess durch Umfragen einzubeziehen. Eine schnelle Umsetzung der Maßnahmen nach einer Mitarbeiterumfrage ist empfehlenswert, um Negativität bei den Beschäftigten zu vermeiden. Idealerweise werden die Maßnahmen evaluiert, um ihre Wirksamkeit zu überprüfen und eine Kontrolle zu gewährleisten. Denkbare Maßnahmen sind:

Kurzfristige Maßnahmen

  • Ergonomische Teleskopstiele, die sich einfach anpassen lassen und die Belastung der Wirbelsäule und Arme reduzieren.
  • Vorgetränkte Mopps und Tücher, die das manuelle Auswringen und die Belastung der Handgelenke vermeiden.
  • Schulungen zur richtigen Arbeitsweise, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Hier empfiehlt es sich, praxisnah zu schulen, um das Erlernte direkt anzuwenden.

Mittelfristige Maßnahmen

  • Investitionen in moderne Systemwagen, die ergonomisch gestaltet sind und verschiedene Materialien zur ergonomischen Reinigung integrieren.
  • Anschaffung von Maschinen mit anpassbarer Bedienung und ergonomischen Entleerungsmechanismen.
  • Optimierung von Arbeitsprozessen, um die Belastung durch Zeitdruck zu reduzieren.

Langfristige Maßnahmen

  • Strategische Prävention durch Digitalisierung und Vereinfachung von Prozessen, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und eine Unternehmenskultur, die die Gesundheit der Mitarbeiter priorisiert. Zusätzlich betriebliche Gesundheitsprogramme, um Mitarbeiter zu sensibilisieren und zu unterstützen.

Investitionen in Ergonomie sind nicht nur gesundheitlich sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich. Studien zeigen, dass ergonomische Maßnahmen langfristig die Effizienz steigern und die Kosten senken. Denn ergonomische Arbeitsmittel reduzieren Gesundheitsprobleme und senken dadurch Fehlzeiten. Gesunde und motivierte Beschäftigte arbeiten produktiver und mit höherer Qualität. Attraktive Arbeitsbedingungen tragen zudem dazu bei, dass Fachkräfte langfristig im Unternehmen bleiben. Darüber hinaus verbessern solche Maßnahmen die Unternehmenskultur. Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen, identifizieren sich stärker mit ihrem Arbeitgeber. Ergonomische Arbeitsplätze sind somit ein strategischer Vorteil im Wettbewerb um Arbeitskräfte.

Ergonomie ist ein strategischer Vorteil

Durchdachte Arbeitsmittel, Reinigungsverfahren und -techniken, Schulungen und eine offene Kommunika­tion verbessern die Gesundheit der Mitarbeiter nachhaltig. Unternehmen, die auf ergonomische Maßnahmen setzen, zeigen nicht nur Verantwortung, sondern profitieren langfristig von effizienteren Arbeitsprozessen, zufriedeneren Mitarbeitern und einem besseren Unternehmensimage, sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Auftraggebern. Die Zukunft gehört den Unternehmen, die Gesundheit und Effizienz miteinander verbinden. Ergonomie ist nicht nur eine Investition in die Gesundheit, sondern auch in die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens.

Christian Talaga | heike.holland@holzmann-medien.de

Christian Talaga

© IFGM

ist staatlich examinierter Physiotherapeut und Gesundheitsmanager für die Gebäudereinigung. Er führt die Geschäfte des Instituts für Ganzheitliches Gebäudemanagement (IFGM) in Münster.