Durner wird 90 und verlässt die GVS

Das Nürnberger Familienunternehmen Durner feiert 2022 sein 90-jähriges Jubiläum. Anlässlich der Geburtstagsfeier am 15. Juli verkündete das Großhandelsunternehmen unter anderem seinen Austritt aus der GVS.

Jubiläum: 90 Jahre Durner
Unter dem Motto "Zurück in die Zukunft" feierte die Durner-Geschäftsführung sowohl die 90 Jahre Unternehmensgeschichte als auch den Ausblick auf weitere erfolgreiche Zeiten. Antenne-Bayern-Moderator Hakan Turan führte mit launigen Fragen an die Geschäftsführer Oliver Gnus, Vera und Klaus Agsteiner sowie Marco Herberger durch den Abend (v.li.). - © Durner

Das Traditionsunternehmen wird bereits in der 4. Generation geführt. Mit rund 115 Mitarbeitenden erwirtschaftet Durner einen Gesamtumsatz von rund 42 Mio. Euro pro Jahr. Im Rahmen der Geburtstagsfeier zum 90-jährigen Jubiläum am 15. Juli im Ofenwerk Nürnberg stellten sich die Geschäftsführer Oliver Gnus und Marco Herberger zum ersten Mal offiziell vor rund 200 geladenen Gästen aus der Industrie vor. Beide sind bereits seit Jahren im Unternehmen tätig und seit 2020 in der Geschäftsführung.

Zugleich verkündete der langjährige Geschäftsführer Klaus Agsteiner gemeinsam mit seinen beiden Geschäftsführerkollegen, dass sich der Systempartner für Reinigung, Pflege und Hygiene zum 31. Dezember 2022 nach mehr als 30 Jahren Mitgliedschaft aus der Fachgroßhandelsgruppe GVS zurückziehen wird.

"Den Schritt raus aus der GVS machen wir aus der Überzeugung, dass wir für die Herausforderungen der Zukunft wieder mehr Flexibilität brauchen", erklärt Oliver Gnus, der bei Durner hauptsächlich für Kunden und Lieferanten verantwortlich ist, am Rande der Jubiläumsfeier. Co-Geschäftsführer Marco Herberger, zuständig für Logistik, Personal und IT, ergänzt: "Wir begreifen die vielen Veränderungen der vergangenen Jahre als Chance und sind uns sicher, dass wir nun unseren Mitarbeitenden, aber auch den Partnern und Kunden noch bessere Perspektiven bieten können."

Digitalisierung vorantreiben

Mit dem Austritt aus der GVS soll auch die Digitalisierung des Unternehmens noch schneller voranschreiten. Prozesse sollen schneller und einfacher werden. Das Geschäftsgebiet, das bislang auf die fränkischen Regionen beschränkt war, soll künftig auf ganz Bayern ausgeweitet werden: "Wir sind bereits auf der Suche nach Logistikhubs und im Gespräch mit weiteren Firmen und Partnern, die uns auf dem Weg nach ganz Bayern begleiten werden. Weitere LKW sind bereits bestellt", erklärt Marco Herberger.

Der Schritt raus aus der "Komfortzone der GVS" und rein in ein in großen Teilen neues Geschäftsgebiet komme zu einer Zeit wirtschaftlicher Herausforderungen, die nicht zu unterschätzen seien. Das weiß auch Oliver Gnus: "Wir haben über den Schritt lange nachgedacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass den Mutigen die Zukunft gehört. Daher gehen wir den Weg nun mit aller Konsequenz, die es dafür braucht." Klaus Agsteiner ergänzt: "Der Schritt bedeutet unter anderem, dass wir uns bei den Einkaufs- und Verkaufsstrategien eng mit den ebenfalls aus der GVS ausscheidenden Kollegen der Firmen Nonne, Van Mehrhagen+Seeger und Lloyd abstimmen werden." /GH