Der mit 60.000 Euro dotierte „Hartwig Piepenbrock-DZNE-Preis“ geht in diesem Jahr an die britische Neurowissenschaftlerin Alison Goate. Sie wird für ihre herausragenden Beiträge zur Erforschung von Alzheimer und Frontotemporaler Demenz ausgezeichnet.

Professor Alison Goate forscht und lehrt an der "Icahn School of Medicine at Mount Sinai", einer renommierten Hochschule in New York City. Der Preis wird gemeinsam von der Piepenbrock Unternehmensgruppe und dem DZNE verliehen. Die feierliche Übergabe findet kommenden Dezember in Bonn statt.
"Alison Goate ist seit mehr als dreißig Jahren eine führende Persönlichkeit hinsichtlich der genetischen Faktoren von Demenz", sagt Professor Pierluigi Nicotera, Vorstandsvorsitzender des DZNE. "Ihre Forschung hat wichtige Einblicke in das Krankheitsgeschehen ermöglicht und zur Entwicklung neuartiger Behandlungsmöglichkeiten beigetragen."
Olaf Piepenbrock, geschäftsführender Gesellschafter der gleichnamigen Unternehmensgruppe, sagt: "Alzheimer und andere neurodegenerativen Erkrankungen brauchen mehr Öffentlichkeit und bewusste Wahrnehmung. Das unterstützen wir mit dem Hartwig Piepenbrock-DZNE-Preis."
Alison Mary Goate wurde in Großbritannien geboren und studierte an der University of Bristol und der University of Oxford. 2015 kam sie an die „Icahn School of Medicine at Mount Sinai“ in New York City. Sie ist Gründungsdirektorin des dortigen "Ronald M. Loeb Center for Alzheimer’s Disease“. Ihre Forschung ist Erbfaktoren gewidmet, die für neurodegenerative Erkrankungen eine Rolle spielen.
Goate war im Laufe der Jahre an der Entdeckung verschiedener Genvarianten (Mutationen) beteiligt, die für Alzheimer und Frontotemporaler Demenz von Bedeutung sind. Goates Forschung hat wichtige Grundlagen für die Entwicklung sogenannter Anti-Amyloid- und Anti-Tau-Wirkstoffe geschaffen.
Seit 2011 zeichnet der "Hartwig Piepenbrock-DZNE-Preis" alle zwei Jahre herausragende Forschung über neurodegenerative Erkrankungen, darunter Alzheimer, Parkinson und Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), aus. Mögliche Folgen sind Demenz, Bewegungsstörungen und andere schwerwiegende Beeinträchtigungen der Gesundheit. Bis heute gibt es keine Heilmittel. Der Preis wird von der Piepenbrock Unternehmensgruppe gestiftet und im Andenken an deren ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafter vergeben. Hartwig Piepenbrock verstarb an den Folgen einer Demenzerkrankung. /mjt