Durner wieder zurück bei der GVS Group

Der Nürnberger Fachgroßhändler Durner, seit 2023 Teil der damals neu gegründeten Topserv-Gruppe, schließt sich wieder der GVS an und deckt innerhalb des Verbunds künftig das Geschäftsgebiet Bayern ab.

Die Geschäftsführung von Durner (v.li.): Oliver Gnus, Marco Herberger und Klaus Agsteiner. - © Durner/Tilman Weishart

"Unsere Entscheidung für die GVS ist ein Resultat der anhaltenden Transformation und Konsolidierung in der Großhandelslandschaft, die wir seit einigen Jahren beobachten können. Sie macht starke Allianzen besonders wichtig. Umso zuversichtlicher sind wir, dass wir in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern weitere Mehrwerte für unsere Kundinnen und Kunden schaffen können", erklärt Durner-Geschäftsführer Klaus Agsteiner.

Möglich wurde die Rückkehr von Durner zur GVS durch das im Juni bekannt gegebene Ausscheiden der Straubinger Zech GmbH beziehungsweise deren Verkauf an die Igefa. Durner selbst zog sich im Juli 2022 – zum Zeitpunkt des 90-jährigen Firmenjubiläums – nach mehr als 30 Jahren aus der GVS Group zurück und schloss sich Anfang 2023 mit den vier Familienunternehmen Toussaint (mit O+S Offterdinger & Sailer), Julius Brune und Wencke Management (mit Van Merhagen + Seeger, Nonne sowie Lloyd) zur neuen Fachgroßhandelsgruppe Topserv zusammen. Diesen Schritt begründete Durner damals damit, dass man für die Herausforderungen der Zukunft wieder mehr Flexibilität brauche beziehungsweise die Digitalisierung des Unternehmens vorantreiben wolle, um Prozesse schneller und einfacher zu machen.

"Klarer Plan für die Zukunft"

Details zu den Gründen für den neuerlichen Richtungswechsel nennt Durner nicht. Nur so viel: Der nun erfolgte Schritt wieder hin zur GVS sei zugleich strategische Weichenstellung und ein Zukunftsversprechen an die Belegschaft, dass Arbeitsplätze gesichert und weitere Potenziale für Durner in den kommenden Jahren erschlossen werden sollen – "mit dem GVS-Netzwerk im Rücken und einem klaren Plan für die Zukunft", heißt es seitens Durner. Jan Butze, Vorstand der GVS Group, zur Rückkehr des Nürnberger Fachgroßhändlers: "Wir freuen uns, dass Durner den Schritt zur GVS macht, und sind davon überzeugt, dass wir auf Basis unserer partnerschaftlichen Zusammenarbeit alle davon profitieren werden."

Topserv äußert sich zum Ausscheiden von Durner wie folgt: "An der Stabilität und Zukunftsfähigkeit unserer Fachhandelsgruppe ändert das nichts. Topserv bleibt eigenfinanziert, inhabergeführt und langfristig ausgerichtet. Gleichzeitig gewinnen wir zusätzlichen Handlungsspielraum, um unsere strategische Entwicklung konsequent voranzutreiben – getragen von der nächsten Generation der Familien Wencke und Jarolimeck." Die Belieferung der Topserv-Kunden in Bayern werde ab dem 1. Oktober 2026 die Toussaint-Gruppe übernehmen.

Durner wurde 1932 gegründet und beschäftigt rund 130 Mitarbeitende am Hauptstandort in Nürnberg. Mit seinen mehr als 10.000 Produkten für professionelle Anwender in der Unterhaltsreinigung und der Pflegewirtschaft erzielte das Unternehmen im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 42 Millionen Euro. /GH