Dorfner: Umsatz erstmals über 300 Millionen Euro

Die Dorfner-Gruppe (Nürnberg) steigerte 2022 ihren Umsatz um knapp zehn Prozent auf 302,8 Millionen Euro.

Die Geschäftsführer der Dorfner Gruppe (v.l.): Harald Griebel, Peter Engelbrecht, Holger Lösch und Sinan Akdeniz blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. - © Dorfner

Mit 302,8 Mio. Euro Umsatz hat die Dorfner Gruppe (Nürnberg) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von 300 Mio. überschritten. Gegenüber dem Vorjahr (275,5 Mio. Euro) entspricht das einer Umsatzsteigerung von knapp 10 %.

Für Peter Engelbrecht, den Gesamtgeschäftsführer, ist das Ergebnis "angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen ein großartiger Beleg für die konsequente Umsetzung unserer strategischen Ausrichtungen". Engelbrecht weiter: "Unser Anspruch ist es, Qualitätsdienstleister zu sein. Konkret heißt das, dass wir uns an dem zum Teil ruinösen Preis-Dumping nicht beteiligen. Unser Credo lautet: Gute Leistung zu fairen Preisen. Und damit fahren wir gut."

Wachstum in allen Geschäftsbereichen

Hauptumsatzträger ist weiterhin der Geschäftsbereich Gebäudereinigung. Hier wurden insgesamt 243,7 Mio. Euro (2021: 233,0 Mio. Euro) erwirtschaftet. Der Geschäftsbereich Gebäudemanagement trug 26,3 Mio. Euro (2021: 23,1 Mio. Euro) zum Gesamtergebnis bei. Eine leichte Steigerung erfuhr auch das Geschäftsfeld Catering, das in den Corona-Jahren stark zu leiden hatte. Mit 32,8 Mio. Euro (gegenüber 32,1 Mio. Euro) wurde 2022 eine kleine Trendwende erreicht.

Den Großteil des Umsatzes macht Dorfner im Inland, die Auslandsgesellschaften in Österreich und Tschechien erwirtschafteten im Berichtszeitraum insgesamt 13,6 Mio. Euro. Die Anzahl der Mitarbeitenden ist leicht gesunken, von 10.786 im Jahr 2021 auf 10.720 zum Stichtag 31. Dezember 2022.

Dorfner-Gruppe ist eine Familienstiftung

Die Dorfner-Gruppe hat einen neuen Gesellschafter: die Karl-Heinz-Rohrwild-Stiftung. Die bisherigen Gesellschafter Doris, Helmut und Karlheinz Rohrwild hatten sich entschieden, ihre Anteile in die gemeinsame Familienstiftung zu übertragen, um damit generationenübergreifend das Fortbestehen der Gruppe und somit auch den unternehmerischen Erfolg zu sichern. Für Karlheinz Rohrwild, den Enkel des Unternehmensgründers und Sohn des Namensgebers der Stiftung, ist dies ein historischer Schritt in der Geschichte des 1949 gegründeten Dienstleisters. "Wie die Familie an sich", so Rohrwild, "ist die Familienstiftung etwas für die Ewigkeit. Sie bietet uns allen – den Unternehmerfamilien, unseren Mitarbeitenden und unseren Kunden – auf Dauer eine maximale Sicherheit." Peter Engelbrecht sagt: "Auf den operativen Alltag hat die neue gesellschaftsrechtliche Struktur keine Auswirkungen."

Transformationsprozess vorangetrieben

Ein wichtiger Punkt, der 2022 auf der Agenda stand, ist der zukunftsorientierte Umbau des Unternehmens. Peter Engelbrecht: "In allererster Linie geht es hier um die Digitalisierung unserer Gruppe. Inzwischen sind unsere Geschäftsprozesse weitgehend digitalisiert." Das betrifft nicht nur die administrative Seite, sondern auch die operative Arbeit. Erst kürzlich hat die Dorfner-Gruppe gemeinsam mit dem Flughafen München den Regelbetrieb von Reinigungsrobotern an einem 5-Sterne-Flughafen vorgestellt.

Ausblick auf 2023

Peter Engelbrecht zeigt sich mit Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr optimistisch: "Das Jahr hat sehr gut begonnen. Intern haben wir uns gut aufgestellt. Ich bin zuversichtlich, dass wir unseren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen und positiv in die Zukunft schauen können. Insbesondere auf das kommende Jahr, denn da feiern wir unser 75-jähriges Jubiläum." /mjt