Schulten gewinnt Unternehmenspreis der Gebäudedienstleister

Am ersten Tag des Branchenkongresses "Zukunftsforum Gebäudedienste 2024" in Weimar wurde der Gewinner des vom BIV ausgelobten Unternehmenspreises gekürt: Der Titel geht an Schulten Gebäudedienste aus Nordrhein-Westfalen.

Verleihung des Unternehmenspreises der Gebäudedienstleister 2024 (v.li.): Holger Eickholz (BIV), Heike Polixa (Schulten), Oliver Knedlich (Schulten) und Staatssekretärin Dr. Katja Böhler. - © rationell reinigen/Michael Reichel

29 Unternehmen hatten sich um den "Unternehmenspreis der Gebäudedienstleister 2024" beworben. Am Ende überzeugte der Remscheider Dienstleister Schulten die Jury mit seiner "Nummer gegen Kummer". Seit 1999 haben Beschäftigte des Unternehmens (aktuell rund 2.600) die Möglichkeit, sich mit ihren individuellen Anliegen und Sorgen an die betriebsinterne Sozialassistenz zu wenden. Diese bietet Hilfestellung zum Beispiel bei Behördengängen beziehungsweise im deutschen Bürokratiedschungel, begleitet bei Arztbesuchen, macht Krankenbesuche oder bietet einfach nur das offene Ohr und die sprichwörtliche Schulter zum Anlehnen. Kurzum: Mit der Sozialassistenz möchte Schulten Gebäudedienste seine Wertschätzung für die Mitarbeitenden zeigen und damit Bindung und Betriebszugehörigkeitsgefühl der Belegschaft erhöhen.

Die Preisübergabe fand im Rahmen des zweitägigen Branchenkongresses "Zukunftsforum Gebäudedienste" in Weimar statt – veranstaltet vom Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) und dem Fachmedium rationell reinigen. Das Grußwort hielt die thüringische Staatssekretärin für Forschung, Innovation und Wirtschaftsförderung, Dr. Katja Böhler. Überreicht wurde der Preis am Nachmittag des ersten Kongresstages an Oliver Knedlich, geschäftsführender Mitgesellschafter von Schulten Gebäudedienste, und die Sozialassistentin Heike Polixa. Ihren Worten zufolge wissen die Mitarbeiter, "dass wir in allen Lebenslagen hinter ihnen stehen." Oliver Knedlich ergänzte: "Wir verbringen Zeit mit den Beschäftigten und es ist uns enorm wichtig, diese Zeit zu investieren."

Die sechsköpfige Jury unter dem Vorsitz von Holger Eickholz (Ausschussvorsitzender Öffentlichkeitsarbeit im BIV) bewertete diesen Ansatz als vorbildlich und votierte einstimmig für das Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen: "Das Leuchtturm-Projekt überzeugt in Zeiten zunehmenden Personalmangels und hoher Fluktuation mit starkem Vorbildcharakter. Die 'Nummer gegen Kummer' hat die Jury tief beeindruckt – denn sie zeigt, dass unsere Branche ein großes Herz hat! Dieses Engagement setzt Maßstäbe für eine herausragende Form der Unternehmenskultur." Neben Holger Eickholz gehören der Jury an: Tanja Cujic (BIV-Bundesvorstand), Matthias Stenzel (BIV-Bundesvorstand), Christian Schmitt (BIV-Ausschuss Technik und Betriebswirtschaft), Wolfgang Molitor (BIV-Hauptgeschäftsführer) und Günter Herkommer (Chefredakteur rationell reinigen).

Der Unternehmenspreis der Gebäudedienstleister ist mit 5.000 Euro dotiert und kommt einer karitativen Einrichtung nach Wahl des Siegers zugute – in diesem Fall der Ärztlichen Kinderschutzambulanz in Remscheid. Erstmals wurde der Preis im Jahr 2022 in München verliehen – den Titel holte sich damals die Nürnberger Fürst-Gruppe, die die Jury mit ihrem erfolgreichen Ausbildungskonzept überzeugte. /GH