Eiskalt, schonend, umweltfreundlich Reinigung mit Trockeneis

Viele Unternehmen sind bereits von den Vorteilen der Reinigung mit Trockeneis überzeugt und setzen dieses schonende Verfahren erfolgreich auf verschiedensten Oberflächen ein. Auch bei der Fassadenreinigung wird die Trockeneisstrahltechnologie mittlerweile regelmäßig angewandt.

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    Mit einigen Trockeneisstrahlgeräten sind vertikale Schlauchverlängerungen bis zu 35 m möglich.
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    Durch den plötzlichen Thermoschock zieht sich die Beschichtung/Verunreinigung zusammen.
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    Durch das Zusammenziehen der Beschichtung entstehen Risse und das Material wird durch die Kälte spröde.
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    Die mit hoher Geschwindigkeit auf die Ober fläche auftreffenden Trockeneispellets entfernen den gelösten Belag.
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    Trockeneisstrahlverfahren sind zur Reinigung von verschiedensten Fassaden geeignet.
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    Entfernung von Kletterpflanzen – mit Trockeneis kein Problem.
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    Nochmals schön zu sehen, wie bewachsene Steinflächen nach der Reinigung mit Trockeneis aussehen.

Reinigung mit Trockeneis

-Das Trockeneisstrahlverfahren ist vielseitig einsetzbar und die vielfältigen Anwendungsgebiete sind wohl noch lange nicht ausgeschöpft: Die Lebensmittel-, Automobil-, Pharma-/Chemieindustrie, Druckereien, Plastik- und Gummiindustrie sind nur einige der möglichen Anwendungsgebiete. Da die Reinigung mit Trockeneis sehr schonend ist, bietet sich das Trockeneisstrahlen speziell auch für die Reinigung von Formen aller Art in verschiedensten Branchen an. Die Reinigung von Waffeleisen, Backformen, Kokillen oder Kernkästen in Gießereien, Spritzgussformen oder Formen zur PU-Fertigung sind nur einige solcher Anwendungsbeispiele.

Im Facility Management beziehungsweise in der Gebäudereinigung wird die Trockeneisreinigung insbesondere bei der Fassadenreinigung eingesetzt. So werden mit Trockeneis verschiedenste Fassadentypen von Umweltschmutz, Farbanstrichen, aber auch von Kletterpflanzen, Moos und Algen befreit. Das schonende und trockene Verfahren kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn Abrasivität oder die Verwendung von Wasser und Chemikalien zu Problemen führen würden. Auch bei der Brandsanierung dient die Trockeneisreinigung erfolgreich zur Entfernung von Ruß und anderen Brandrückständen an Wänden, Böden, Maschinen etc. und sogar zur Beseitigung von Brandgeruch.

Die Reinigung mit Trockeneis bietet gegenüber herkömmlichen Reinigungsmethoden einige wesentliche Unterschiede beziehungsweise Vorteile.

Nicht abrasiv und trocken

Im Gegensatz zu herkömmlichen Strahlmethoden mit Sand oder Glasperlen ist das Trockeneisstrahlverfahren ein schonendes Reinigungsverfahren und wird als nichtabrasiv bezeichnet. Dieser Vorteil führt dazu, dass Trockeneis auch regelmäßig zur Reinigung von denkmalgeschützten Bauten/Monumenten eingesetzt wird.
Darüber hinaus ist das Trockeneisstrahlverfahren eine trockene Reinigungsmethode. So können auch empfindliche Objekte wie Schalttafeln oder andere elektrische Komponenten mit Trockeneis schonend und trocken gereinigt werden. Für die Fassadenreinigung ist das Reinigen mit Trockeneis dann angesagt, wenn die Bausubstanz nicht mit Wasser strapaziert werden soll.

Keine Entsorgung

Das Trockeneisstrahlverfahren hinterlässt nach der Reinigung kein Strahlmittel, da die Trockeneispellets sofort nach dem Aufprall auf der Oberfläche sublimieren. So entfallen Zeit und Kosten für die Entsorgung, und es entsteht keine Sekundärverschmutzung.

Umweltfreundlich

Trockeneis wird aus flüssigem CO2 hergestellt, welches als Nebenprodukt aus anderen Prozessen (z.B. bei der Ammoniakproduktion oder anderen Verbrennungsprozessen) anfällt. In Industrieländern wird CO2 deshalb nicht mehr separat produziert und die Verbrennung von fossilen Brennstoffen zur CO2-Gewinnung ist komplett verschwunden. Zudem muss nach der Reinigung kein Strahlmittel entsorgt werden und es werden keinerlei Lösungsmittel oder sonstige Chemikalien benötigt, die nach der Reinigung das Erdreich belasten würden.

Das Verfahren

In einem Trockeneispelletizer wird flüssiges CO2 unter kontrollierten Bedingungen entspannt, wobei Trockeneisschnee entsteht. Der tiefkalte Trockeneisschnee (ca. –79°C) wird durch eine entsprechende Extruderplatte zu Pellets gepresst. Die Trockeneispellets werden in das Trockeneisstrahlgerät eingefüllt und zur Strahlpistole befördert. Hier werden sie mittels Druckluft auf eine Geschwindigkeit von bis zu 300 m/s beschleunigt und auf die zu reinigende Oberfläche geschossen. Der beim Aufprall entstehende punktuelle Thermoschock und die darauf folgenden Pellets bringen die Verunreinigung zum Abplatzen. Die Pellets gehen beim Aufprall sofort in den gasförmigen Zustand über und hinterlassen eine saubere und trockene Oberfläche.

Trockeneislogistik

Viele Unternehmen haben bereits festgestellt, wie die Qualität des Trockeneises das Reinigungsergebnis beeinflusst. Der schnelle „Alterungsprozess“ des Eises führt dazu, dass z.B. bei einer einwöchigen Lagerung keine Prozesssicherheit mehr gewährleistet ist. Beim Zukauf von Trockeneis ist es logistisch schwierig, das Trockeneis stets zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen. Um stets über qualitativ einwandfreies Trockeneis und ein Maximum an Flexibilität zu verfügen, bietet sich deshalb eine eigene Trockeneisproduktion an, die sich schon bei niedrigen Mengen lohnt.
Für verschiedene Bedarfsmengen an Trockeneis bietet beispielsweise die Schweizer Asco Kohlensäure AG diverse Trockeneispelletizer an. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die optimale Lagerung des Trockeneises in geeigneten Isolationsboxen. Eine Beratung diesbezüglich lohnt sich auf alle Fälle, wenn man sich mit der Einführung oder Optimierung der Trockeneisreinigung befasst. Es bieten sich entweder individuelle Lösungen an oder auch Gesamtkonzepte. Darin enthalten sein können zum Beispiel Luftaufbereitungsanlagen, Trockeneislagercontainer, Trockeneis-Lieferservice oder auch die eigene Trockeneisproduktion mit CO2-Lagertank und CO2-Lieferungen just in time, um so stets über qualitativ einwandfreies Trockeneis und ein Maximum an Flexibilität zu verfügen (siehe Vorteile im Kasten). Bei der Entscheidung für ein Trockeneisstrahlverfahren sollte nicht nur das pure Reinigungsverfahren, sondern eine Lösung als Gesamtkonzept einschließlich Qualitätssicherung und Prozesssicherheit an oberster Stelle stehen.

Nicole Urweider | peter.hartmann@holzmannverlag.de