Hygienemanagement im Sanitärraum – vor Ort und datenbasiert

Die lückenlose Ausstattung von Waschräumen mit Hygienespendern, in denen Papierhandtücher oder Handwaschschaum und Flüssigseife sowie Handdesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden, ist essenziell, um die Händehygiene konsequent ein­zuhalten. In Gastronomie, öffentlichen Gebäuden, Unternehmen sowie medizinischen und pflegerischen Einrichtungen erlauben sie beim Waschen und Abtrocknen ein Maximum an Reinheit – auch mittels digitaler Reinigungsprozesse in Echtzeit.

Papierhandtuchspender mit hohem Fassungsvermögen können dazu beitragen, Engpässe zu vermeiden und reduzieren die nötigen Nachfüllungen. - © Tork

Ob beim Berühren des Einkaufswagengriffs im Supermarkt, beim Betätigen des Türöffners im Bus oder beim Entnehmen von Geld im Portemonnaie – in jedem Fall geraten Keime in Umlauf. Etwa 80 Prozent der Infektionskrankheiten werden über die Hände übertragen, auf denen sich rund zehn Millionen pathogene Mikroorganismen befinden – was die Hände zu einem bedeutenden Risikofaktor macht. Dies gilt ganz besonders im Gesundheitswesen. Um die Händehygiene an Orten, die Tag für Tag von vielen Menschen frequentiert werden, sicherzustellen, kommen Anbieter von Hygienemanagementlösungen ins Spiel.

Mitarbeiter in Einrichtungen mit viel oder engem Kundenkontakt müssen eine häufige und effiziente Händehygiene einhalten, um die Verbreitung von Krankheitserregern und Kreuzkontaminationen zu verhindern. Der nach wie vor effektivste Schutz vor Keimen und Erregern ist gründliches Händewaschen, und das in flüssiger Form, mit Gel oder Schaum. In vielen Berufen geht die Händehygiene sogar noch weiter: Die Palette reicht von der regelmäßigen Händedesinfektion im Gesundheitswesen bis zum detaillierten Hautschutzplan in Handwerksbetrieben.

Händehygiene korrespondiert mit ­Ausstattung

Um die Sauberkeits- und Hygienestandards in Wasch­räumen, die den Anforderungen an die Hygienebe­stimmungen entsprechen müssen, stets auf gleichbleibendem Niveau sicherzustellen, sind Spender mit leichtgängigen Druckknöpfen oder berührungslose ­sensorgesteuerte Spender für Handdesinfektionsmittel, Handwaschschaum und Flüssigseife – ­alle gemäß DIN EN 1499 oder DIN EN 1500 getestet – die Mittel der Wahl, insbesondere im öffentlichen, gewerblichen und pflegerischen Bereich.

"Das konsequente Einhalten der Händehygiene ist auch von der Ausstattung und Sauberkeit der Sanitärräume abhängig und davon, ob diese den vorgeschriebenen Hygieneanforderungen entsprechen. Vor allem in hochfrequentierten Waschräumen müssen Spenderfüllstände regelmäßig kontrolliert werden – denn manchmal fehlt es nicht an der Hygiene­bereitschaft, sondern schlicht an der Seife", sagt Stefan Bruckmann, Regional Brand Activation Manager DACH & ­BNLX bei Tork, der zu Essity gehörenden Unternehmensmarke für professionelle Hygiene. Zum Portfolio gehören Dienstleistungen und Produkte rund um Hygi­ene und Reinigung, zum Beispiel in öffentlichen Wasch­räumen und Büros, Schulen, Gastronomie und im Gesundheitswesen, wie Spender, Papierhandtücher, Toilettenpapier und Seifen.

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    Effiziente Planung und präzise Abstimmung mit dem Reinigungspersonal sind Grundlagen für ein hygienisches Umfeld.
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    Händehygiene spielt eine bedeutende Rolle im Gesundheitswesen. Echtzeitdaten können dabei helfen, das Hygienemanagement in Gesundheitseinrichtungen weiter zu optimieren.
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    Um eine konse­quente Einhaltung der Händehygiene zu gewährleisten, bedarf es einer ­lückenlosen Ausstattung der Waschräume mit Verbrauchsmaterial wie Papierhandtüchern oder Seife.
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    Datenbasiertes Reinigen: Mithilfe von Echtzeitdaten lässt sich feststellen, wann und wo genau aktueller Reinigungsbedarf besteht, inklusive entsprechend leichter Anpassung an veränderte Hygieneprotokolle.
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Die Anforderungen an Hygienelösungen können in Sanitär- und Waschräumen sehr unterschiedlich sein. Essenziell in jeder Art von Waschraum ist jedoch die lückenlose Ausstattung mit Verbrauchsmaterialien. Um hygienisches Fehlverhalten zu vermeiden und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Sanitärräume unter ökonomischen, ökologischen und nachhaltigen Kriterien bewirtschaftet werden, gilt es eine auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Sanitärraumausstattung bereitzustellen – etwa Spender mit hohem Fassungsvermögen in stark frequentierten Waschräumen oder Seifenspender mit Armhebel für ein besonders hohes Maß an Hygiene. Ist die Mengenabgabe festgelegt und gleichbleibend, kann dies den Seifenverbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren, wodurch weniger Nachfüllungen erforderlich sind und mehr Seife zur Verfügung steht. Damit die Sauberkeits- und Hygienestandards in Waschräumen tagtäglich gewährleistet sind, ist es außerdem wesentlich, dass sich die Spender von den Reinigungskräften leicht und korrekt bedienen und schnell nachfüllen lassen.

Papierhandtücher: hygienisch und ­wirtschaftlich

Speziell in Zeiten von Corona eine wich­tige Frage: Wie lassen sich die Hände nicht nur hygienisch waschen, sondern auch trocknen? Hier haben Papierhandtücher – auch als Handtuchpapiere, Einmalhandtücher oder Falzhandtücher bezeichnet – klar die Nase vorn. Sie erweisen sich im Vergleich zu Stoffhandtuchrollen oder elektrischen Heißluft-Händetrocknern als deutlich hygienischer und wirtschaftlicher. Da die Einmalhandtücher direkt nach der ersten Verwendung entsorgt werden, wird die Verbreitung von Keimen, speziell von Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilzen, signifikant reduziert. Stu­dien der TÜV Rheinland Group be­stätigen, dass beim Abtrocknen mit Papierhandtüchern im Vergleich zu anderen Trocknungsmethoden die Keimzahl am deutlichsten vermindert wird, auch wegen der hohen Saugwirkung des Papiers.

Weitere Vorteile, die für Papierhandtücher im Gegen­satz zu Händetrocknungssystemen sprechen: Es bilden sich keine nassen, potenziell rutschigen Stellen auf dem Boden. Die Hände lassen sich sehr schnell trocknen und die Umgebungsluft wird nicht kontaminiert. Darüber hinaus unterscheidet sich die Qualität eines Papierhandtuchs vorrangig in der Anzahl an Papierlagen: In der Regel werden ein-, zwei- oder dreilagige Varianten angeboten. Je mehr Lagen ein Papierhandtuch aufweist, desto reißfester ist es. Außerdem bestehen Einmalhandtücher aus unterschiedlichen Materialien: So sind beispielsweise Ausführungen aus saugfähigem Hygienepapier aus Zellstoff verfügbar. Umweltfreundliche Papierhandtücher werden hingegen aus Recyclingpapier gefertigt.

Thema Recycling: Papierhandtücher sind nicht nur hygienischer und wirtschaftlicher, sondern auch nachhaltiger, was den eigenen CO2-Fußabdruck betrifft. "Mit dem weltweit ersten Recyclingservice für Papierhandtücher, Tork PaperCircle, ist es möglich, gebrauchte Papierhandtücher in Waschräumen separat zu sammeln und sie anschließend zu neuen Hygienepapierprodukten zu verarbeiten", sagt Stefan Bruckmann. "Damit können Kunden im Sinne von Einspar- und Effizienzmaßnahmen auch einen aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten." Bislang sind die Fakten eher ernüchternd: Noch immer werden weniger als ein Prozent aller Papierhandtücher recycelt. "Für Unternehmen im Bereich der professionellen Hygiene gibt es daher viel unerschlossenes Potenzial, um Papierhandtücher in ein Kreislaufwirtschaftsmodell zu integrieren und somit Abfälle in neue Ressourcen zu verwandeln", betont Stefan Bruckmann.

Digitale Reinigungsprozesse in Echtzeit

In vielen Bereichen hat die Corona-Pandemie als Katalysator für digitale ­Prozesse fungiert und ein Umdenken in Gang gesetzt. Gerade in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sind die Infektionsprävention und die Verringerung von Krankenhausinfektionen in diesem Kontext noch stärker in den Vordergrund gerückt. Reinigungsteams sehen sich neuen Herausforderungen gegenübergestellt, was strengere Reinigungsprotokolle und zusätzliche Dokumentationspflichten ­betrifft.

Beispielsweise hilft der weiterentwickelte Service Tork Vision Reinigung den Anwendern beim Übergang zu digitalen Reinigungsprozessen. Durch die ­Analyse von Echtzeitdaten, die über die Cloud ver­netzte Spender liefern, können Facility- und Hygiene-­Management-Mitarbeiter schnell und einfach feststellen, wann und wo Reinigungs- und Nachfüllbedarf besteht. Die Vorteile:

  • Die Spender sind nahezu kontinuierlich mit Produkten für die Hygiene und ­Pflege der Hände gefüllt.
  • Der Überprüfungsaufwand kann stark reduziert werden, was auch die Betriebseffizienz deutlich erhöht.

Für die Kunden ist es wichtig, dass sie – so Stefan Bruckmann weiter – mit dem ­neuen Service der datenbasierten Reinigung in der Lage sind, ein nachhaltiges Hygienemanagement zu fördern, leichter neue Hygienebestimmungen einzuhalten und die Reinigung auf Basis von Echtzeitdaten zu optimieren. Unterstützt wird das Ganze durch eine Facility-­Management-Software, die diese gesammelten Daten auf Desktops, Tablets oder Smartphones anzeigt und eine einfache Berichterstattung sowie andere administrative Aufgaben ermöglicht.

Simone Bittner-Posavec, Maintext | markus.targiel@holzmann-medien.de