Dussmann: Resilienz in Krisenzeiten

Die Dussmann Group hat im Geschäftsjahr 2025 einen neuen Rekordumsatz in Höhe von 3,4 Milliarden Euro erzielt (2024: 3,3 Milliarden Euro). Auch das Ergebnis (EBITDA-Marge) lag mit fünf Prozent über dem Vorjahresniveau.

Catherine von Fürstenberg-Dussmann mit Wolf-Dieter Adlhoch (re.), CEO der Dussmann Group, und Konzernsprecher Markus Talanow bei der Jahrespressekonferenz 2026. - © Dussmann Group/Thomas Ecke

"Dass wir inmitten der längsten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte profitabel gewachsen sind und zum fünften Mal in Folge einen Rekordumsatz erwirtschaftet haben, ist ein Resultat unseres diversifizierten und damit resilienten Geschäftsmodells", sagte Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group, anlässlich der Jahrespressekonferenz und fügte hinzu: "Dabei haben wir noch nie so viel in neue Geschäftsfelder und in unsere Digitalisierung und damit in die Zukunft des Unternehmens und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert wie im vergangenen Geschäftsjahr."

Investitionen flossen zum einen in den Zukauf von Lynskey Engineering, einem irischen Spezialisten für mechanischen Anlagenbau. In erheblichem Maße investierte die Dussmann Group außerdem in ein Transformationsprogramm, mit dem sie Kernelemente ihrer IT-Infrastruktur erneuert. Diese werde als Basis für digitale Geschäftsmodelle und die Nutzung von KI dienen.

Das Wachstum bei Umsatz und Ergebnis geht vor allem auf die erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Facility-Management- und Food-Services-Geschäft zurück. Zur wirtschaftlichen Lage in Europa und den geopolitischen Spannungen sagte Adlhoch: "Die schwierige weltpolitische Lage führt zu hoher Volatilität und einer großen Investitionszurückhaltung bei Unternehmen – auch bei unseren Kunden. Wir können dies dank unserer breiten Aufstellung zu einem gewissen Grad abfedern und flexibel auf Marktveränderungen reagieren. Indes eröffnet uns das auch neue Geschäftschancen in sicherheits- und technologieorientierten Dienstleistungen."

Die Zahl der weltweit tätigen Mitarbeitenden der Dussmann Group stieg zum Jahresende 2025 von rund 70.000 auf 72.000 in 23 Ländern. Mit 25.000 Beschäftigen in Deutschland blieb die Zahl im Vergleich zum Vorjahr stabil. Umsatzstärkste Region der Dussmann Group ist mittlerweile Italien mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro und einem Wachstum von elf Prozent im vergangenen Jahr.

Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail

Der Geschäftsbereich Dussmann, der Integriertes Facility Management (IFM), Food Services und Technical Solutions umfasst, steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro (2024: 2,7 Milliarden Euro). Dies entspricht einem Anteil von 82,4 Prozent bezogen auf den Gesamtumsatz. Auf die beiden Leistungsbereiche Facility Management und Food Services entfielen dabei zusammen 2,4 Milliarden Euro, eine Umsatzsteigerung von 6,9 Prozent (2024: 2,3 Milliarden Euro).

Auf den Leistungsbereich Technical Solutions, in welchem die Dussmann Group seit 2019 ihre Spezialisten für technischen Anlagenbau vereint, entfielen 388 Millionen Euro Umsatz (2024: 441 Millionen Euro). Aufgrund der HGB-Vorschriften spiegele sich die Performance allerdings noch nicht vollständig im Abschluss 2025 wider: Einige Großprojekte waren 2025 in der Umsetzung, werden aber erst im Jahr 2026 fertiggestellt und können dann erst umsatz- und ergebniswirksam verbucht werden.

Der Bereich Care & Kids, mit Seniorenbetreuung und -pflege (Kursana) sowie Ganztagesbetreuung von Kindern (Dussmann KulturKindergarten und Kinder, Kinder), steigerte seinen Umsatz 2025 auf 555 Millionen Euro (2024: 536 Millionen Euro), ein Plus von 3,5 Prozent. Dieses Umsatzwachstum sei im Wesentlichen auf eine leicht gestiegene Auslastung und Pflegesatzerhöhungen zurückzuführen.

Dussmann das KulturKaufhaus steigerte 2025 seinen Umsatz um 6,7 Prozent auf 48 Millionen Euro. Der Onlineumsatz mache inzwischen über zehn Prozent des Gesamtumsatzes des Medienkaufhauses aus./GH