Deutsche Meisterschaft 2023: Kirchenfenster, Kerzenwachs und eine Bundessiegerin

Historische Bleiglasfenster, Sitzbankpolster mit Wachsflecken und ein Natursteinboden, der nur mit Wasser gereinigt werden durfte: Drei nicht ganz alltägliche Herausforde­rungen waren bei der Deutschen Meisterschaft im Gebäudereiniger-Handwerk 2023 in Düssel­dorf zu bewältigen – unter den aufmerksamen Blicken sowohl der Jury als auch zahl­reicher Pressevertreter. Mit Sarah Lutz (Baden-Württemberg) setzte sich in der Basilika ­St. Lambertus am Ende die einzige Gesellin unter den Teilnehmern an der Spitze durch.

Prominenter Besuch: Auch Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin NRW, war bei der Deutschen Meisterschaft in Düsseldorf zu Gast – hier zu sehen im Gespräch mit der späteren Bundessiegerin Sarah Lutz. - © BIV

Europas größter Berufswettbewerb unter dem Dach des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) fand in diesem Jahr zum 72. Mal statt – erstmals unter dem Namen "Deutsche Meisterschaft im Handwerk – ­German Craft Skills". Die Umbenennung des früheren Bundesleistungswettbewerbs soll dessen Sichtbarkeit erhöhen, die Markenbildung stärken und die Umsetzung modernisieren. (Eine Auflistung der Bundessieger im Gebäudereiniger-Handwerk aus sechs Jahrzehnten finden Sie im Downloadbereich von rationell reinigen oder direkt hier).

Für das Branchenfinale im Gebäudereiniger-Handwerk 2023 in Düsseldorf hatten sich insgesamt zehn Teilnehmer qualifiziert. Hinter Sarah Lutz als Bundessiegerin gelangte Leon ­Hunte (Niedersachsen) auf Platz zwei, gefolgt von Paul Knieper (Rheinland-Pfalz) auf Platz drei.

Am Start waren auch Dennis Winkler (Bayern), Julian Schiele (Berlin), Fabian Knappe (Hamburg), Jan Slepnow (Mecklenburg-Vorpommern), Marvin Hübsch (Nordrhein-Westfalen), Niklas Spröte (Sachsen) und Miguel Zeyß (Sachsen-Anhalt).

Morgens um acht ging es los in der Basilika St. Lambertus, die von den Einheimischen liebevoll "Lambätes" genannt wird. Sie gehört zu den vier römisch-katho­lischen Kirchen in der Düsseldorfer Altstadt und ist das wohl älteste Bauwerk und Wahrzeichen der historischen Kernstadt. Die Geschichte des ­Ortes und die Wurzeln des Gebäudes gehen bis ins 12. Jahrhundert zurück – eine große und interessante Herausforderung für Deutschlands beste Absolventen der Gebäudereinigerausbildung.

Drei Stationen, drei Aufgaben

Welche Aufgaben genau auf sie warteten, war den Teilnehmern bis kurz vor dem Wettbewerb nicht ­bekannt. Dann wurde das Geheimnis gelüftet: Auf dem Programm stand zum einen die Reinigung von histo­rischen Kirchenfenstern im Außenbereich. Zum anderen mussten im Inneren der Kirche Sitzbankpolster und ein Natursteinboden gereinigt werden. Gearbeitet wurde in Kleingruppen an drei Stationen – jeweils zwei Stunden pro Arbeitsprobe, dann ging es an der nächsten Station weiter. Der Jury des Wettbewerbs unter Vorsitz von René FrackowiakPeter Hollmann und Michaela Peters (Grundreinigung Außenglas), Marion Presek-Haster und Susanne Selbrede (textile Grundreinigung von Polsterbelägen) sowie Dirk Wollenberg, Martin Gleitsmann und Wolfgang Mehl (maschinelle Reinigung eines Natursteinbodens) – entging nichts.

Jacqueline Dopheide: "Den Gebäudereiniger-Beruf ins richtige Licht rücken"

Jacqueline Dopheide - © Thöne Gebäudereinigung

Jacqueline Dopheide, Geschäftsführerin, Thöne Gebäudereinigung (Düsseldorf), Lehrlingswartin Düsseldorf: "Die Deutsche Meisterschaft ist das Event unserer Branche.  Dass es nun in Düsseldorf stattgefunden hat, ehrt die Innung der 'schönsten Stadt am Rhein' sehr. Besonders schön finde ich persönlich, dass in diesem Jahr deutlich wurde, dass auch Frauen im Gebäudereiniger-Handwerk stark sind.

Grundsätzlich sind immer alle Bundesländer angesprochen, wenn es um die Auswahl des Austragungsorts und des Objekts geht. Entscheidend ist, dass nichts „Alltägliches“ gereinigt werden soll. Mit der St. Lambertus Basilika konnten wir überzeugen. Sie liegt mitten in der Düsseldorfer Altstadt und ist eines der ältesten Wahrzeichen der Stadt. Die Oberflächen und Materialien sind sehr außergewöhnlich und zudem noch wunderschön. Ein Jahr lang war die Innung als Ausrichter des Wettbewerbs mit den Vorbereitungen beschäftigt, und dabei war großes Engagement gefragt. Grundvoraussetzung sind ein starker Zusammenhalt von ehrenamtlichen Helfern – ich war als Lehrlingswartin beteiligt -, Sponsoren und nicht zuletzt ein „Go“ des Kassenwartes. Aus meiner Sicht war es ein rundum gelungener Wettbewerb, auch wenn die Anspannung bis zum offiziellen Ende hoch war. Es macht uns als Innung sehr stolz, das Event gestemmt bekommen zu haben. Es ist immer wieder eine Ehre, wenn solche Wettbewerbe in Düsseldorf ausgetragen werden und man einen Teil dazu beitragen kann, den Gebäudereinigerberuf ins richtige Licht zu rücken.

Besonders gefreut hat mich, dass das Interesse der regionalen und überregionalen Presse enorm war und auch, dass sogar die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur sich Zeit genommen hat. Unsere Branche leidet sehr unter Unwissenheit, Fehlinterpretationen und Vorurteilen wie „putzen muss man nicht lernen“. Das alles kann mit einem solchen Event widerlegt werden. Es ist unerlässlich, unsere Branche präsent zu halten und für Aufklärung zu sorgen – und dabei auch zu zeigen wie vielfältig unser Beruf sein kann. Denn Mitarbeitergewinnung ist bei allen Betrieben gerade eine große Aufgabe. Zugleich halte ich es für wichtig, den jungen Menschen Wertschätzung für ihre herausragende Leistung zu vermitteln. Ich würde mir wünschen, dass wir wieder mehr Menschen dazu bewegen könnten, unseren Beruf zu erlernen."

Mit Hubsteiger und Bimsmehl

Bei der Glasreinigung im Außenbereich wurde ein Hubsteiger eingesetzt. Die Fenster der Basilika sind alt und wertvoll, weder sie noch der angrenzende Sandstein oder die Bleifassungen durften beschädigt werden. Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer war es, das Schutzglas vor dem eigentlichen Kathedral­glas zu reinigen. Zu den Auflagen der Kirche gehörte die ­chemiefreie Reinigung – und so kamen lediglich Wasser, ein feuchter Schwamm und mineralisches Bimsmehl zum Einsatz.

Wachs auf den Sitzbankpolstern

An den beiden Stationen im Inneren der Kirche ging es derweil um die textile Grundreinigung der Sitz­polster für die Kirchenbänke sowie um die Grundreinigung des Natursteinbodens. Bei der Polsterreinigung musste mit einem Sauger zuerst der Grobschmutz entfernt werden. Anschließend wurde vorhandenes Kerzenwachs mit Eisspray, Bügeleisen auf mittlerer Temperatur und Löschpapier und/oder Spachtel ­beseitigt. Bei der Detachur kamen tensidfreie Flecken­entferner und Sprühextrak­tionsgeräte mit klarem Wasser zum Einsatz.

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    Neben Sarah Lutz als Bundessiegerin wurden am Ende des Wettbewerbs Leon Hunte (li.) auf Platz zwei und Paul Knieper auf Platz drei ausgezeichnet.
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    Einsatz in luftiger Höhe mit Hubsteiger, Schwamm und Bimsmehl: Die Fenster der Basilika sind alt und wertvoll – weder sie noch der Sandstein oder die alten Bleifassungen durften bei der Reinigung beschädigt werden.
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    Die Jury – hier Peter Hollmann und Michaela Peters – sah den Wettbewerbsteilnehmern bei allen drei Aufgaben im Außen- und Innenbereich genau auf die Finger.
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    Herausforderung bei der Reinigung der Sitzpolster für die Kirchenbänke: heruntergetropftes Kerzenwachs, das entfernt werden musste. Hier bei der Arbeit mit Bügeleisen und Löschpapier: Paul Knieper.
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    Im Anschluss stand die Detachur, hier ausgeführt von Leon Hunte: Dabei kamen tensidfreie Fleckenentferner und Sprüh­extraktionsgeräte mit klarem Wasser zum Einsatz.
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    Der Kalksteinboden in der Kirche durfte nur mit Wasser gereinigt werden. Dabei mussten die Wettbewerbsteilnehmer ihre Kompetenz an einer handgeführten Scheuersaugmaschine mit kontra-rotierenden Bürsten unter Beweis stellen.
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    Mona Neubaur (Mitte), stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin NRW, nahm sich nicht nur für einen Rundgang und Gespräche Zeit, sondern auch für ein Gruppenbild mit allen Beteiligten.
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    Auch das Interesse der regionalen und überregionalen Presse war groß. Gefragte Gesprächspartner waren Wett­bewerbsteilnehmer ebenso wie Jurymitglieder.
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    Abschlussfeier und Siegerehrung am Ende eines langen Tages: Teilnehmer und Jurymitglieder.

Besuch von Mona Neubaur

Auch Mona Neubaur, nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin, war bei der Deutschen Meisterschaft im Gebäudereiniger-Handwerk zu Gast. Sie nahm sich kurz nach Wettbewerbsbeginn für einen Rundgang Zeit. Marion Presek-Haster, Vorsitzende des BIV-Ausschusses für Berufliche Bildung, und Michael Kregel, Obermeister des Ausrichters Innung Düsseldorf beziehungsweise Kreishandwerksmeister von Düsseldorf und damit Gastgeber der Deutschen Meisterschaft, erläuterten der Ministerin die Hintergründe und Ziele des Wettbewerbs, beantworteten Fragen und begleiteten Mona Neubaur im Rahmen ihrer Gespräche mit den Teilnehmern an den drei Stationen.

Bodenreinigung nur mit Wasser

So konnte die Ministerin zum Beispiel mitverfolgen, wie der Kalksteinboden "Belgisch Blaustein" erst gesichert und dann mit einem Mopp vom Grobschmutz befreit wurde. Anschließend mussten die Teilnehmer ihre Kompetenz an einer handgeführten Scheuersaugmaschine mit kontra-rotierenden Bürsten unter Beweis stellen. Auflage der Kirche war es, den Natursteinboden ausschließlich mit Wasser zu reinigen. Die geplante Versiegelung des Bodens konnte deshalb nicht realisiert werden.

Peter Hollmann: "Anderes Auftreten, m­ehr Affinität zu Technik"

Peter Hollmann - © Niederberger Berlin

Peter Hollmann. Betriebsleiter, Niederberger (Berlin), Jurymitglied der Deutschen Meisterschaft im Gebäudereiniger-Handwerk, Lehrlingswart Berlin: "Für mich als Jurymitglied und Lehrlingswart der Innung Berlin war die Deutsche Meisterschaft eines der Highlights des Ausbildungsjahres 2023. Seit fast zehn Jahren bin ich nun Mitglied der Jury und freue mich jedes Jahr wieder auf den Wettbewerb  – darauf, die besten Gebäudereinigergesellen aus ganz Deutschland an diesem Tag zu begleiten. In den zurückliegenden Jahren hat sich in unserem Handwerk einiges getan, und das merkt man den Teilnehmern an. Das Auftreten und die Affinität zu digitalen Techniken sind heute anders entwickelt als früher. Trotzdem kann man eine gewisse Anspannung und Aufregung bemerken. Dies legt sich jedoch in der Regel, sobald die Aufgaben bekannt sind und der Anfang gemacht ist.

Für die Vorbereitung waren in diesem Jahr meine Düsseldorfer Innungskollegen Jacqueline Dopheide und René Frackowiak verantwortlich – sie haben diese Herausforderung hervorragend gemeistert. Neben einer anspruchsvollen Challenge wollen wir den Teilnehmern auch die Innovationskraft unseres Handwerks darstellende Aufgaben geben. Alle Mitglieder der Jury sind in die Vorbereitung eingebunden und haben ein Mitspracherecht bei den Aufgaben. Diese präsentieren wir dem Gebäudeeigentümer und stimmen sie mit ihm ab. Anschließend geht es in die konkrete Ausgestaltung. Das wird nie langweilig! Besonders froh bin ich darüber, dass der Wettbewerb immer mehr das Interesse der Medien weckt, sodass es auch dieses Mal vermehrt zu den Aufgaben der Jury gehört hat, den Pressevertretern Fotos und Statements der Teilnehmer zu ermöglichen. Das ist manchmal eine Gratwanderung. Aber am Ende freuen wir uns über das große Interesse und sind stolz auf jeden Beitrag, der zu sehen oder zu lesen ist.

Es ist meine feste Überzeugung, dass wir nur mit einer breiten Öffentlichkeitswirkung neue Auszubildende begeistern können. Die Generation Z hat andere Bedürfnisse als frühere Generationen. Identifikation mit dem, was man tut, Spaß an der Arbeit und Sinnhaftigkeit sind Dinge, die wir vermitteln müssen. Eines zeigt die deutsche Meisterschaft ganz deutlich: Anspruchsvolle und herausfordernde Aufgaben und eine gleichbleibend hohe Ausbildungsqualität sind wichtig, um gute und beste Auszubildende hervorzubringen."

"Besonderes Objekt, besondere Gesellen"

Bis zum Nachmittag wurde unter Hochdruck gearbeitet in der Basilika St. Lambertus – und zwischendrin den interessierten Pressevertretern Rede und Antwort gestanden. Dann hieß es warten, bis die Jury alle Unterlagen ausgewertet und eine Entscheidung getroffen hatte. Zur Siegerehrung trafen sich die Beteiligten am Abend im Düsseldorfer "Maxhaus – katholisches Stadthaus" wieder. "Das heutige Reinigungsobjekt war etwas Besonderes. Sie als beste Gesellinnen und Gesellen Deutschlands sind etwas Besonderes. Und Sie sehen, dass es sowohl pressetechnisch mit den vielen Journalisten heute vor Ort als auch politisch mit dem großartigen Besuch der stellvertretenden Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen ein richtig großes und ehrliches Interesse an Ihnen und an ­unserem gemeinsamen Handwerk gibt", sagte BIV-Vorstandsmitglied Matthias Stenzel, zuständig für den Bereich Berufliche Bildung, bei der Sieger­ehrung. Ziel des Bundesleistungswettbewerbs sei es, die Vielfalt des Ausbildungsberufs darzustellen und herausragenden Nachwuchs zu fördern. "Der heutige Wettbewerb hat die Besonderheit unseres Handwerks großartig unterstrichen", sagte Matthias Stenzel.

Oliver Joppe: "Die Erinnerungen bleiben für immer"

Oliver Joppe - © privat

Oliver Joppe Gebäudereinigermeister in Fortbildung zum ­ "Geprüften ­Betriebswirt" (Dortmund), Bundessieger 2022: "Als ich am 1. August 2019 meine Ausbildung zum Gebäudereiniger begann, habe ich nicht im Traum daran gedacht, einmal an einem der Leistungswettbewerbe teilnehmen zu dürfen. Als ich dann ein Dreivierteljahr nach meiner Gesellenprüfung den Anruf erhielt, dass ich als Kammersieger am Landesleistungswettbewerb Nordrhein-Westfalen 2022 in Bonn teilnehmen darf, war das eine schöne Bestätigung für meine Leistungen in der Ausbildung, die unerwartet kam. Zu dieser Zeit befand ich mich in der Vorbereitung zur Meisterprüfung.

Den Vorbereitungslehrgang fing ich kurz nach Abschluss meiner Ausbildung Anfang 2022 in Düsseldorf an. Da ich mich dementsprechend nicht wirklich auf den Landesleistungswettbewerb vorbereiten konnte, war ich erstmal nicht sehr hoffnungsvoll. Zu meiner eigenen Überraschung gewann ich diesen Wettbewerb jedoch – und durfte am Bundesleistungswettbewerb 2022 teilnehmen.

Ich kann mich noch sehr gut an den Anreisetag nach Bremen, den Austragungsort des Bundesleistungswettbewerbs im ­vergangenen Jahr, erinnern. Ich freute mich auf die Gelegenheit, mich mit den besten Junggesellen Deutschlands messen zu können. Über einen möglichen Sieg machte ich mir ­keine Gedanken, für mich war allein schon die Teilnahme ein Riesen­erfolg. Der Bundessieg war der bis dahin beste Moment in meinem Berufsleben und hat mir eine Menge Möglichkeiten eröffnet.

Als Bundessieger hat man ein viel besseres Ansehen in ­Unternehmen. Auch wenn ich mich momentan in der Fortbildung zum "Geprüften Betriebswirt (HwO)" befinde, denke ich, dass mir der Bundessieg mehr Anerkennung verschafft als irgendwelche Fortbildungen.

Der diesjährigen Bundessiegerin Sarah Lutz wünsche ich persönlich alles Gute und dass sie diesen Moment genießt. Den Wettbewerb und auch die Gespräche mit den anderen Landesbesten erlebt man nur einmal im Leben. Jedoch bleiben diese Erinnerungen für immer."

Nächstes Ziel: Die Meisterprüfung

Als Bundessiegerin 2023 kürte er schließlich Sarah Lutz aus Baden-Württemberg. Die 20-Jährige hat nach dem Abitur 2021 in diesem Sommer ihre duale Ausbildung mit Bestnote abgeschlossen. Ihr Lehrbetrieb war ein Innungsunternehmen in Konstanz (Schwarzwälder Service), ihre Berufsschule die Gewerbliche Schule Metzingen. Seit Kurzem ist sie im FIGR (Forschungs- und Prüfinstitut für Facility Management) in Metzingen tätig. Ihr nächstes Ziel ist die Meisterprüfung. Als zweiter Bundessieger wurde Leon Hunte (23) aus Niedersachsen ausgezeichnet. Er hat seine Ausbildung bei Richter Service (Fürstenau) absolviert. Auf Platz drei kam Paul Knieper (22) aus Rheinland-Pfalz, ausgebildet bei der Glas-und Gebäude­reinigung Darist in Mayen.

Teilnehmer, Ausbilder und Jurymitglieder

Organisation: Innung Düsseldorf

Teilnehmer und Ausbilder: Sarah Lutz (Schwarzwälder Service, Villingen-Schwenningen; Baden-Württemberg), Dennis Winkler (Meister Eder Gebäudereinigung, Neusäß; Bayern), Julian Schiele (MCH Haus & Gebäudereinigungsgesellschaft, Berlin), Jan Slepnow (Allesreinigung Waldemar Sperber - ARS Cleaner & Security, Dummerstorf; Mecklenburg-Vorpommern), Leon Hunte (Richter Service, Fürstenau; Niedersachsen), Marvin Hübsch (Gebäudereinigung Siegfried Bastians, Krefeld; Nordrhein-Westfalen), Fabian Knappe (Tereg Gebäudedienste, Hamburg), Paul Knieper (Darist Glas- und Gebäudereinigung, Mayen; Rheinland-Pfalz), Niklas Spröte (DB Services, Dresden; Sachsen) und Miguel Zeyß (Servicegesellschaft Saale, Halle/Saale; Sachsen-Anhalt).

Sieger: Sarah Lutz (Platz eins), Leon Hunte (Platz zwei), Paul Knieper (Platz drei).

Jury: Peter Hollmann und Michaela Peters (Grund­reinigung Außenglas), Marion Presek-Haster und Susanne Selbrede (Polsterreinigung) sowie Dirk Wollenberg, Martin Gleitsmann und Wolfgang Mehl (Natursteinbodenreinigung).

Die Siegerin und die beiden Platzierten wurden mit dem Carl-Gegenbauer-Preis des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV), dotiert mit insgesamt 4.500 Euro, ausgezeichnet. Im kommenden Jahr treten sie im Wettbewerb um den Newcomer-Preis der Branche gegeneinander an. Gefragt sind dabei Social-Media-Aktivitäten, die junge Menschen für das Gebäudereiniger-Handwerk begeistern sollen.

Christopher Lück/Heike Holland | heike.holland@holzmann-medien.de

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