Im Gebiet der drei Innungen Westfalen-Mitte, NordWestfalen und Ruhr-Wupper-Süd sind 51 Gebäudereiniger-Auszubildende in den Gesellenstand aufgenommen worden. Die Freisprechung wurde gemeinsam in Dortmund gefeiert.

Rund 170 Gäste kamen zur Feier in die Schulungsstätte der Gebäudereiniger-Innung Westfalen-Mitte. Familien und Freunde, Vertreter von Ausbildungsbetrieben, Mitglieder der Prüfungsausschüsse, Lehrkräfte sowie zahlreiche Gäste aus dem Handwerk sorgten für ein bis auf den letzten Platz gefülltes Haus. Unter den Gästen waren auch Wolfgang Molitor, Hauptgeschäftsführer des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV), und Jennifer Schramm, Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks NRW.
Durch die Veranstaltung führte Thorsten Just, Obermeister der Innung Westfalen-Mitte. In seiner Ansprache stellte er insbesondere die beruflichen Perspektiven in den Mittelpunkt. Das Gebäudereiniger-Handwerk biete jungen Fachkräften vielfältige Möglichkeiten, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen.
Dass der berufliche Weg mit dem Gesellenbrief längst nicht beendet sein muss, zeigt auch die Schulungsstätte der Innung, in der die Meisterausbildung im Gebäudereiniger-Handwerk durchgeführt wird. Thorsten Just warb dafür, die Möglichkeiten der Weiterbildung zu nutzen und den nächsten Karriereschritt frühzeitig in den Blick zu nehmen. Gleichzeitig appellierte er an den Nachwuchs, der Branche verbunden zu bleiben.
BIV-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Molitor würdigte in seiner Festrede die Leistungen der neuen Gesellinnen und Gesellen und ordnete die Freisprechung in ihre handwerkliche Tradition ein. Die Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück und markieren bis heute den Übergang vom Auszubildenden zum Gesellen. Wolfgang Molitor ermutigte die jungen Fachkräfte, diesen Schritt bewusst als Beginn eines neuen beruflichen Abschnitts zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und die vielfältigen Möglichkeiten des Gebäudereiniger- Handwerks für ihren weiteren beruflichen Weg zu nutzen.
Für ihre herausragenden Leistungen wurden zugleich die beiden Prüfungsbesten Sophie-Marie Ludwig und Sascha Dzillum ausgezeichnet.
Für Spannung sorgte eine Tombola ausschließlich für den Gebäudereiniger-Nachwuchs. Die Firma Numatic hatte einen Akkustaubsauger als Preis zur Verfügung gestellt, die IKK classic stiftete drei Geldpreise. Die drei beteiligten Innungen steuerten gemeinsam zwei Spielekonsolen bei. Bereits zum dritten Mal war das Placebo Improvisationstheater aus Münster Teil der Freisprechungsfeier und sorgte für Unterhaltung und eine lockere Atmosphäre in der voll besetzten Schulungsstätte. An einem Foodtruck im Außenbereich war bei spätsommerlichem Wetter zudem Gelegenheit für Gespräche und persönlichen Austausch zwischen Nachwuchskräften, Familien, Vertretern von Betrieben und Gästen. /HH
