32 Kilometer zu Fuß stehen auf dem Programm beim jährlichen "Monstermarsch" der Abteilung Gebäudereinigung der Gewerblichen Schule Metzingen. Nun war es wieder so weit – mit 50 Gebäudereiniger-Auszubildenden am Start.

Los ging es am Kolpinghaus Reutlingen, wo ein Großteil der Gebäudereiniger-Auszubildenden während des Blockunterrichts wohnt. Von dort aus führte der 32 Kilometer lange Weg über Metzingen (Gewerbliche Schule), Dettingen (Kirschenweg), Glems (Stausee) und über die Achalm (Achalm Hotel) wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Die Lehrkräfte der Teilnehmer hatten bereits am Vortag die Strecke mit Kreidepfeilen markiert und vier Versorgungsstationen eingerichtet, wo Getränke, Wasser, Essen und auch Sonnencreme oder Blasenpflaster erhältlich waren. Unterwegs sorgten zwei Lehrkräfte auf Fahrrädern und ein Lehrer mit Pkw für mobile Unterstützung mit allem, was nötig war. Der Teamgeist wurde durch einheitliche T-Shirts und Basecaps gestärkt.
Die Temperaturen sorgten dafür, dass der Weg zu einer Kraftanstrengung wurde, die jedoch von den allermeisten der Auszubildenden vorbildlich gemeistert wurde. Jeder konnte in seinem eigenen Tempo laufen. Manche joggten die Strecke trotz des Wetters. So kam der Erste bereits nach viereinhalb Stunden wieder am Ausgangspunkt an. Die Versorgungsstationen waren geöffnet, bis der letzte Teilnehmende sie passiert hatte. Auch ein Notfallhandy für gesundheitliche oder andere Probleme während des Laufs war im Einsatz.
Das Wohnheim Kolpinghaus lud im Anschluss an den Marsch noch alle zum Grillfest ein. So konnten die "Monster" – also die Finisher – zwei Tage später ihre Urkunden voller Stolz in Empfang nehmen. Der Marsch ist dank finanzieller Unterstützung der Landesinnung des Gebäudereiniger-Handwerks Baden-Württemberg und der Gewerblichen Schule Metzingen für die Teilnehmer kostenlos.
Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Eine Auswahl:
- "Der Monstermarsch war sehr anstrengend, aber schön. Die 32 Kilometer waren schwer und ich war stolz, dass ich als Zweiter im Ziel war." (Daniel)
- "Ich hatte mir das Ziel gesetzt, 32 Kilometer zu joggen und bin sehr froh, dass ich es geschafft habe. Es hat viel Spaß gemacht. Mit hat es gefallen, dass es viele Stationen gab, an denen wir uns ausruhen und etwas essen und trinken konnten." (Zhazaiym/Jessie)
- "Ich denke, so ein Tag ist mal etwas anderes als normaler Unterricht. Es war für mich eine gute Erfahrung, auch wenn ich danach sehr kaputt war." (Ibrahim)
- "Ich habe den ersten Platz gemacht. An jeder Station bekamen wir von unseren Lehrern Essen und Wasser. Ich bin sehr glücklich." (Omar)
- "Als langjähriger Profisportler möchte ich allen Lehrkräften ein großes Lob für ihre hervorragende Arbeit aussprechen. Die Organisation war besser als erwartet." (Artur)
- "Wir haben unterwegs gelacht, geredet und zusammen 32 Kilometer geschafft. Ich werde diesen Tag nicht vergessen." (Bilal)
- "Es war heiß, aber ich hatte immer Wasser, wenn ich es brauchte. Es war von Anfang bis Ende wirklich toll!" (Mouctar)
- "Ich wurde die ganze Zeit von den Lehrern betreut. Das Essen, das die Lehrer zubereitet haben, war auch sehr lecker." (Boonchuay)
- "Besonders toll fand ich, wie wir uns in der Gruppe gegenseitig motiviert haben, um durchzuhalten. Ich bin sehr stolz auf meine Leistung." (Fousseyni)
Auch die Lehrkräfte sind an diesem Tag rund um die Uhr im Einsatz, empfinden den Monstermarsch aber aufgrund der starken Teamleistung als ein tolles Erlebnis für alle, an das man noch lange zurückdenken wird. /Claudia Pfaller_HH