Autonome Reinigungsmaschinen: Hako kooperiert mit Bosch Engineering

Für einen sicheren und effizienten Einsatz autonomer Reinigungsmaschinen spielt Automatisierungssoftware eine zentrale Rolle. Hako setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit Bosch Engineering.

Funktionalitäten wie die Lokalisierung der Maschine sowie die Erkennung und das Umfahren von Hindernissen (Navigation) sind essentiell für die Reinigungsrobotik. - © Hako

Autonome Reinigungssysteme führen wiederkehrende Aufgaben auch über lange Einsatzzeiten hinweg mit hoher Effizienz und gleichbleibend guter Reinigungsqualität aus. Zusätzlich geben Sie dem Bediener die Möglichkeit, sich anderen wichtigen Aufgaben zu widmen.

Auch Hako beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dem Thema. Zur letztjährigen Interclean war bereits der Prototyp einer autonomen Scheuersaugmaschine zu sehen. Vor Kurzem wurde nun die Serienfreigabe für den sogenannten Scrubmaster B75 i erteilt. Damit dieser Reinigungsroboter im autonomen Betrieb sicher navigieren kann, kommen beispielsweise Lidar-Sensoren zur Lokalisierung und zum Schutz von Personen sowie intelligente 3D-Kameratechnik zur Hinderniserkennung zum Einsatz. Damit erfüllt der Scheuersaugautomat Hako zufolge vollumfänglich die neue Safety-Norm für autonome Reinigungsmaschinen (EN IEC 63327 – Automatische Bodenbehandlungsmaschinen für den gewerblichen Gebrauch), welche unlängst endgültig verabschiedet wurde. Deren Anwendung ist zwar nicht zwingend, allerdings sei man als Hersteller „gut beraten, ihr zu folgen“ – so Marco Peters, Produktlinienleiter Digitalisierung&Systeme bei Hako.

Um die maximale Funktionalität sowie die Zuverlässigkeit der Navigations- und Sicherheitstechnik vor Markteintritt sicherzustellen, hat Hako auf die Unterstützung der Digitalisierungsexperten von Bosch Engineering gesetzt und mit ihnen gemeinsam die Automatisierungssoftware speziell für die Anforderungen von Reinigungsmaschinen entwickelt: Hako war dabei für das Bedienkonzept, die Geräteverwaltung sowie jegliche reinigungs- und maschinenspezifischen Algorithmen zuständig; Bosch Engineering steuerte generische Robotik-Funktionalitäten wie die Lokalisierung der Maschine sowie die Erkennung und die Umfahrung von Hindernissen (Navigation) bei.

Für einen noch effizienteren Einsatz arbeitet Hako bereits an ergänzenden Systemen, die speziell auf die autonome Reinigungsmaschine abgestimmt sind – beispielsweise ist eine Homebase für die Batterieladung, die Schmutzwasserentleerung und das Befüllen mit Frischwasser in Entwicklung. /GH