Mit einem Plus von zwei Prozent hat die Unternehmensgruppe Kötter (Essen) beim Umsatz im Jahr 2022 erstmals die Marke von 600 Millionen Euro überschritten.

Der Gruppenumsatz lag bei 601 Millionen Euro (Vorjahr: 589 Millionen Euro). "Wir sind sehr stolz auf dieses Ergebnis, mit dem unsere Gruppe unter größten Herausforderungen Kurs halten konnte", sagte Verwaltungsrat Friedrich P. Kötter. Trotz des zufriedenstellenden Verlaufs bestehe mit Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr allerdings "kein Grund zu Euphorie oder gar übertriebenen Wachstumserwartungen". Die kritische Lage sei längst nicht überwunden.
Kötter Security – die größte Sparte des Unternehmens - verbuchte nach Unternehmensangaben ein deutliches Wachstum. Treiber waren ganzheitliche Smart-Security-Solutions mit Neuaufträgen und Auftragserweiterungen unter anderem in den Branchen Logistik, Automotive und Versicherungswesen. Die Zuwächse trugen auch zur Kompensation der ehemaligen Aufträge für Passagierkontrollen an den Flughäfen Dresden, Erfurt und Köln/Bonn bei.
Auch die Sparte Cleaning entwickelte sich durch Neuaufträge sowie Auftragserweiterungen weiter positiv. Der Bereich Personal Service behauptete sich nach Unternehmensangaben in einem speziell für die Zeitarbeitsbranche äußerst schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die Geschäftsentwicklung war zudem durch die Neuaufstellung der Dienstleistungen im Einzelhandel nach dem Marktaustritt eines dortigen Großkunden geprägt - mit Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl von Kötter, die aktuell bei 15.600 (2021: 16.500) liegt.
Im laufenden Geschäftsjahr will die Unternehmensgruppe ihr Geschäftsmodell der integrativen Facility Services weiter ausbauen und die Top-Trends Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung und Robotik forcieren. Zudem soll ins Management des Arbeitskräftemangels investiert werden. /HH