Haben Sie sich schon mal gefragt, was aus Ihren alten Lehrern, wenn sie in Pension gegangen sind, geworden ist? Zum Beispiel der Herr Dr. Kirmayer. Wer ist denn Dr. Kirmayer? Das ist doch der, der die Meisterschüler an der Gewerblichen Schule Metzingen (GSM) in Auftragsbearbeitung und die Berufsschüler in Fachzeichnen und Fachmathematik gequält hat! Jetzt lebt er in Thailand.
Nun lebt er im Land des Lächelns
Wer sich richtig erinnert, der weiß, dass Wolf Kirmayer schon immer ein Fan von Thailand war. Jedem, der bei ihm Unterricht hatte, hat er, ob er es hören wollte oder nicht, von seiner Begeisterung für Thailand erzählt.
Kirmayer hat seinen Traum verwirklicht und hat sich, nachdem er in Pension gegangen ist, in Thailand in Khok Kloi, ganz in der Nähe der Insel Phuket und der berühmten James-Bond-Bucht, niedergelassen. Zusammen mit seiner Frau Mullika hat er dort ein wunderschönes, großzügiges Haus mit einem riesigen tropischen Garten gebaut, um dort seinen Lebensabend zu verbringen.
Schon seit vielen Jahren ist Dr. Wolf Kirmayer begeistert von Thailand. Von 1980 bis 1982 war er für ein Projekt der GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) in Bangkok. Er hatte die Aufgabe, neue Unterrichtsmethoden zu entwickeln. Dieser Aufenthalt hat sein Leben verändert. Ihm ist klar geworden, dass er irgendwann zurück nach Thailand und dort auch für immer leben will.
Nach der Pensionierung wurde der Traum wahr
Das Schicksal wollte es jedoch so, dass es erst nach seiner Pensionierung klappte. Um seinem Wunsch näherzukommen, hat er jedes Jahr seinen Urlaub in Thailand verbracht. Doch nicht einfach Urlaub gemacht - nein, er hat es geschafft, viele Menschen für sein Traumland zu begeistern. Zusammen mit seiner Frau, die aus Thailand stammt, hat er Reisen nach Südostasien organisiert. Viele Freunde, Bekannte und auch andere, die durch Mundpropaganda aufmerksam geworden sind, konnte er für eine Reise in das asiatische Land interessieren. Dabei war es ihm wichtig, seinen Reisebegleitern viele Informationen über das Land, seine Kultur und natürlich über die atemberaubenden Landschaften zu vermitteln. Eine Reise mit ihm ist gespickt mit unendlich vielen Geheimtipps und verbunden mit kulinarischen Highlights.
Aber auch in Sachen Gebäudereinigung war er oft in den Ferien in Thailand unterwegs. Zusammen mit einigen ehemaligen Meisterschülern und Kollegen und Firmen der Zulieferindustrie, wie Ecolab und Kärcher, hat er Seminare, besonders zu den Themen Hotel- und Krankenhausreinigung sowie Küchenhygiene, organisiert. Vielen Schülern sind bestimmt noch die Bilder von thailändischen Gummiplantagen in Erinnerung, die ihnen zeigen sollten, wie das natürliche Gummi, das in Elastomerbelägen verarbeitet wird, gewonnen wird. Auch heute noch zeigt Wolf Kirmayer begeistert seinen Kollegen und Freunden, die ihn in Thailand besuchen, die Produktion von Latexmilch in den Gummiplantagen und die Weiterverarbeitung zu Latexmatten, die von der Gummiindustrie gekauft und zu Reifen, Elastomerbelägen oder Gummistiefeln weiterverarbeitet werden.
Die Schönheit des Landes, die goldenen Tempel, der Buddhismus und die freundlichen Menschen im Land des Lächelns haben ihn schon seit seinem ersten Aufenthalt dort so in Bann gezogen, dass er beschlossen hat, insbesondere nach dem Tod seiner ersten Frau, die in Thailand gestorben ist, wieder zurückzukommen.
Mitglied einer thailändischen Großfamilie geworden
Erleichert hat dies die Heirat mit Mullika Chindapon, die aus Thailand stammt und dafür sorgte, dass Dr. Wolf Kirmayer ein Mitglied einer einflussreichen, thailändischen Großfamilie wurde, die für seinWohlbefinden sorgt. Durch die Integration in die Familie war es ihm möglich, das Land von einer anderen Seite kennen zu lernen und diese Eindrücke an seine Reiseteilnehmer und Bekannte weiterzugeben. Neben den üblichen Touristenlätzen sucht er immer nach interessanten Alternativen, die noch nicht überlaufen sind und uns Europäer in Erstaunen und Freude versetzen - beispielsweise die Affenschule. Dort werden Affen im Kokosnusspflücken unterrichtet. Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört.
Wo Affen im Kokosnusspflücken unterricht werden
Der Affe muss lernen auf einem Moped mitzufahren, weil der Plantagenbesitzer so in der Regel zu seinen Feldern unterwegs ist. Das Äffchen muss die Kokosnüsse in einen Sack packen, es muss Knoten lösen können, falls es sich mit seiner Leine verheddert, und es muss Kokosnüsse, die ins Wasser gefallen sind, schwimmend heraus transportieren.
Kokospalmen sind bis zu 30 Meter hoch und dort oben muss das Äffchen eine reife von einer grünen Kokosnuss unterscheiden können. Das bedeutet eine harte Schulzeit von bis zu sechs Jahren. Ein ausgebildetes Tier ist für seinen Besitzer ein sehr wertvoller Mitarbeiter. Den es besonders auszeichnet, dass er bereit ist, für Kost und Logis zu arbeiten und keine Lohnerhöhung oder Überstundenzuschläge fordert.
Aber auch landschaftliche Höhepunkte wie eine Fahrt im Longtailboot über einen riesigen Stausee mit den Ausmaßen des Bodensees, mitten im Dschungel des Khao Sak Nationalparks, gehören zu Kirmayers Empfehlungen.
Der Sohn seiner Frau ist ein begnadeter Koch, der in Phuket ein Restaurant eröffnet hat. Dort verbindet er thailändische Küche mit europäischer Küche und hat innerhalb eines Jahres das Zertifikat als „bestes Restaurant in Phuket“ bekommen.
Wenn einer der Leser (vielleicht ein ehemaliger Schüler) sich nach Thailand „verirrt“, kann er gerne mal vorbeischauen oder mit Dr. Kirmayer etwas unternehmen. Eine E-Mail genügt zur Kontaktaufnahme: wkirmayer@hotmail.com.
Claudia Liersch | heike.holland@holzmann-medien.de