Eine Frage, die kurz vor den ersten Einsätzen im Winterdienst immer wieder aufkommt: Streuwagen, Anhänger oder Handstreuung. Thomas Brands, Niederlassungsleiter Winterdienst und Freiflächenmanagement bei Piepenbrock, hilft weiter.
Nutzen Ihre Mitarbeiter bei der Betreuung von Objekten Hand-Streuwagen, Streuanhänger oder streuen Sie per Hand?
In den meisten Fällen nutzen unsere Mitarbeiter keine Hand-Streuwagen. Das Auf- und Abladen sowie Befüllen und Leeren eines Handstreuwagens nimmt viel Zeit in Anspruch. Diese Rüstzeit ist in der Regel aufgrund des geringen Flächenanteils für Handstreuungen zu hoch. Unsere geübten Kräfte schaffen auch ohne Zuhilfenahme von Hand-Streuwagen ein einheitliches Streubild. Hierzu wird der Streustoff nicht mit der Hand aus dem Eimer gegriffen, sondern mit der flachen Hand aus dem Eimer sozusagen herausgewedelt. Der Eimer wird dazu offen schräg vor dem Oberköper gehalten.
Ab welcher Größe des Objektes empfehlen Sie den Einsatz von Streuwagen bzw. -anhängern?
Ein Einsatz von Streuwagen oder -anhängern empfiehlt sich letztendlich nur bei längeren Wegen, die nicht mit einem Kommunaltraktor oder einer ähnlichen Maschine abgefahren werden können. Das sind zum Beispiel sehr schmale Gehwege oder Flächen mit geringen Traglasten.
Nach welchen Vorgaben wählen Sie die Hand-Streuwagen bzw. -anhänger aus?

Sofern wir überhaupt Hand-Streuwagen oder -anhänger nutzen, sollten diese aus rostfreien Komponenten bestehen. Darüber hinaus ist es für uns wichtig, dass sowohl die Streubreite als auch die Streumenge einstellbar ist.
Welche Vor- und Nachteile haben die einzelnen Arbeitsweisen (Hand, Wagen, Anhänger)?
Ein Hand-Streuwagen bietet die Vorteile eines sauberen Streubildes und eines etwas geringeren Verbrauchs an Streumittel, da die Streumenge einstellbar ist. Auf langen Wegen spart ein Hand-Streuwagen zu dem Zeit im Vergleich mit der Streuung per Hand. Auf kleineren Flächen ist die Nutzung eines Streuwagens allerdings zu umständlich, da die Rüstzeiten deutlich höher liegen als bei der Streuung per Hand. Die kürzeren Rüstzeiten sind dementsprechend ein Vorteil der Handstreuung, außerdem erfordert diese Methode – abgesehen von einem Eimer und der persönlichen Sicherheitsausrüstung der Mitarbeiter – kein weiteres technisches Equipment. Ein Nachteil des Streuens mit der Hand ist der höhere Streumittelverbrauch sowie ein unter Umständen uneinheitliches Streubild. Dies tritt in der Regel aber nur bei ungeübten Mitarbeitern auf und wird mit zunehmender Übung gleichmäßiger. / wz
