Dietmar Vollmer verstärkt den Vorstand der Landesinnung des Gebäudereiniger-Handwerks Baden-Württemberg als Regionalvorsitzender Süd-Baden. Bei der Mitgliederversammlung in Karlsruhe wurde er offiziell ins Spitzengremium der Innung aufgenommen.
Der Geschäftsführer der Gebäudereinigung Emil Vollmer (Stühlingen) ist Nachfolger von Liane Singer, die wegen einer beruflichen Umorientierung aus dem Amt ausgeschieden war.
Rund 100 Vertreter von Gebäudedienstleistungsunternehmen konnten Peter Schönwiese, Regionalvorsitzender Karlsruhe, und Landesinnungsmeister Thomas Conrady bei der Mitgliederversammlung im Rahmen des jährlichen Verbandstags in Karlsruhe willkommen heißen. Grußworte überbrachten Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Handwerkskammerpräsident Joachim Wohlfeil. Zum Treffen der baden-württembergischen Gebäudereiniger gekommen war auch Roland Kiesel, Leiter der Gewerblichen Schule Metzingen seit 2010, der seinen Eintritt in den Ruhestand ankündigte und seine Nachfolgerin, Susanne Lauffer-Dietborn, vorstellte. Die Zahl der Gebäudereinigerauszubildenden in Metzingen sei zwar rückläufig, dennoch sei die Abteilung Gebäudereinigung die größte an der Schule, berichtete Roland Kiesel, der die hervorragende Zusammenarbeit mit Betrieben und Innung lobte. Zudem gab er bekannt, dass es voraussichtlich ab dem Schuljahr 2019/2020 an der Gewerblichen Schule eine zusätzliche Ausbildungsvariante geben wird. Sie soll Gebäudereinigerauszubildenden in dreijähriger Lehrzeit auch die Fachhochschulreife vermitteln.
Landesinnungsmeister Thomas Conrady ging besonders auf die sehr gute wirtschaftliche Lage ein und sprach auch die Themen Fachkräftemangel („Unsere Stärke ist, dass wir auch Menschen mit Migrationshintergrund einbinden können“) und Digitalisierung ein. Ziel der Verbandsarbeit sei es, noch stärkeren Einfluss auf die politischen Entwicklungen zu nehmen. Innungsgeschäftsführer Wolfram Schlegel ließ in seinem Bericht das vergangene Jahr Revue passieren und ging dabei auch auf das Angebot Umweltmanagement im Konvoi ein. 55 Mitgliedsbetriebe haben die Zertifizierung bereits bestanden. Der Landesinnung gehören mittlerweile 301 Unternehmen an. Ziel sei es jetzt, die 300-er-Marke dauerhaft zu überschreiten.
„Wir müssen stärker klappern“
Victoria Elwing, stellvertretende Geschäftsführerin, stellte die Imagekampagne des Bundesinnungsverbands vor, an der sich die Landesinnung beteiligt. Die Kampagne, ursprünglich initiiert von der Innung Berlin, macht mit Sprüchen wie „Blank? Wir bezahlen übrigens deutlich über Mindestlohn!“ auf das Gebäudereiniger-Handwerk aufmerksam – in digitaler Form ebenso wie auf Postkarten und Roll-Up-Displays. Innungsbetriebe können die Formate teilweise auch mit eigenem Firmenlogo ergänzen. Landesinnungsmeister Thomas Conrady rief die Teilnehmer der Mitgliederversammlung dazu auf, sich zahlreich an der Kampagne zu beteiligen. Denn: „Wir müssen stärker klappern“.
Fortbildungsoffensive gestartet
Schatzmeister Karl Breer berichtete von einem Jahresüberschuss, der in Form von Bildungsgutscheinen in Höhe von 200 Euro an die Mitgliedsbetriebe verteilt werden soll. Die Gutscheine gelten für Seminare der Fachakademie oder die Wissensplattform Fachforum Gebäudedienste.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung machte der Konzeptkünstler Florian Mehnert unter dem Titel „Big data und der algorithmische Mensch“ deutlich, wie sichtbar der Mensch in der digitalen Welt ist und wie diese Daten verwertet werden. Fester Bestandteil des zweitägigen Treffens der baden-württembergischen Gebäudereiniger sind auch zwei Fachseminare. In Karlsruhe ging es um „Neue Wege zur Sanierung elastischer Bodenbeläge“ (Bona) und „Mehr Effizienz für Ihren Maschinen- und Gerätepark dank moderner Maschinenverwaltungssoftware“ (Columbus).
Heike Hollandheike.holland@holzmann-medien.de