Von Märkten der Zukunft
- „Es wird sich etwas ändern! Verändern Sie sich auch!“ Unter diesem Motto luden die Firmen Igefa und Kenter-Müller Leipzig am 26. August in die Business-Lounge der „Red Bull Arena Leipzig“ ein. „Wir hatten über 150 ausgewählte Gäste angeschrieben, über 280 sind gekommen“, freuten sich Kenter-Geschäftsführer Rainer Kenter und Stephan Tilsner, Mitglied der Geschäftsleitung und Igefa-Prokurist.
Neben Stammkunden kamen auch Interessierte aus einem Umkreis von 200 km zu der Veranstaltung. Rainer Kenter: „Mit dem Themenspektrum ,Innovation, das Einsparen von Arbeitszeit und effektive Auslastung der Kapazitäten‘ haben wir offenbar den Nerv der Branche getroffen.“
In der Business-Lounge wurde nicht nur die gesamte Bandbreite an innovativer Reinigungstechnik präsentiert. Es gab auch reichlich Gelegenheit für einen Erfahrungsaustausch mit dem Team sowie mit Berufskollegen. „Wir haben die Geräte vorgeführt, damit die Gäste nach einem ersten Eindruck ihre Vorstellungen konkretisieren können“, unterstrich Kenter und versicherte, dass auf Wunsch eine weitere, praxisorientierte Vorführung der Geräte in konkreten Objekten möglich sei.
Drei interessante Fachvorträge
Sehr gute Resonanz fanden auch drei Fachvorträge. Zunächst referierte Rainer Kenter zum Thema „Produktivitätsturbo - Effizienz und Qualitätssteigerung mittels moderner Reinigungsmaschinen“. Mit der Marktreife der „Tripla 75B“ 1997 hatte Kenter erstmals bewiesen, dass durch innovative Technik die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden können: „Weil der erste Kompaktaufsitzer der Welt doppelt so schnell reinigt wie ein Nachläufer, konnte die Flächenleistung vervielfacht werden“, so Kenter.
Seit nunmehr drei Jahren bewährt sich die „Vispa 35“ in der Praxis. Kenter: „Zwischenzeitlich hatte man vergessen, sich auch um Innovationen in der manuellen Reinigung zu kümmern. Deshalb war die ,Vispa‘ auf diesem Sektor eine Revolution.“ Ein echter Vorteil ist der kabelunabhängige Batteriebetrieb, der eine bessere Beweglichkeit und einen größeren Aktionsradius ermöglicht und somit in kleinen Objekten die Produktivität verbessert.
Des Weiteren stellte der Referent in Wort und Bild den „Moto Scrubber“ vor, eine kleine Einscheibenmaschine mit ähnlichem Effekt wie dem eines Schrubbers, allerdings erheblich schneller. Nach Angaben Kenters können damit nicht nur Flächen bis zu 150 m²/h gereinigt werden. Dank eines umfangreichen Equipments bietet das Gerät auch ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Materialien.
Unter dem Stichwort „modernes Maschinenmanagement“ stellte Kenter abschließend ein Programm für die praxisgerechte Kostenanalyse vor. Um die Wirtschaftlichkeit realistisch beurteilen zu können, müsse der Unternehmer neben den Anschaffungs- und den laufenden Kosten während des Lebenszyklus eines Geräts auch die Prozesskosten bei Ausfall, Schulungs- und Entsorgungskosten bzw. den Restwert einbeziehen. Dabei seien durchaus regionale Unterschiede möglich, so Kenter.
Manfred Mihatsch von der Unger Germany GmbH, Solingen, stellte das „HiFlo PureWater Cleaning System“ vor. Seien in Großbritannien bereits vor zwölf Jahren die ersten chemiefreien, auf der Basis von entionisiertem Wasser entwickelten Reinigungssysteme für Glasflächen angewandt worden, so sei dieses umweltfreundliche Verfahren in Deutschland noch relativ jung. Flexible Stangensysteme ermöglichten eine Reichweite bis zu 20 m, unterstrich der Referent. Somit seien auch bei der Reinigung großer Glasflächen in exponierten Lagen weder Leitern noch das Besteigen von Dachflächen notwendig. „In Deutschland dürfen Leitern maximal 7 m, in Großbritannien und den Beneluxländern sogar nur 4 m hoch sein“, stellte Mihatsch klar.
Ein interessanter Zukunftsmarkt ist die Reinigung von Solaranlagen. Weil diese absolut keine Chemie tolerieren, ist das Verfahren mit entionisiertem Wasser geradezu ideal. Infolge von Emissionen lagert sich insbesondere auf Solaranlagen, die auf Viehstalldächern installiert wurden, schnell Ammoniak ab, der die Erträge spürbar mindert. Laut Untersuchungen betrage der Verlust infolge Verschmutzung schon nach zwei bis vier Jahren immerhin fünf Prozent, so der Referent.
Bianca Ratke, Senior Marketing Manager der Ecolab Deutschland GmbH, erläuterte die Vorzüge der sowohl manuell als auch maschinell anwendbaren Maxx-Produktlinie. Bei der Unterhaltsreinigung bewirke der „Maxx-Effekt“, dass die Substanzen tief in die Poren eindringen und somit ein sehr gutes Reinigungsergebnis erreicht werde. Für die ultranetzende Wischpflege empfahl Bianca Ratke „Indur maxx“ mit reinigungsaktiven Inhaltsstoffen, die sich durch ein hohes Schmutzfangvermögen auszeichnen.
Durch die Anwendung werde eine perfekte Optik ohne Schichtaufbau erreicht. Mit mindestens 0,25 Prozent könne das Produkt sparsam dosiert werden, was wiederum eine Kostenersparnis bewirkt. „Indur maxx“ könne auch im Spray-Clean-Verfahren angewandt werden, versicherte die Referentin.
Mit dem universell in der Glas- und Oberflächenreinigung einsetzbaren, ultranetzenden „Brial maxx“ können sogar empfindliche Materialien wie z.B. Plexiglas streifenfrei gereinigt werden. Bianca Ratke: „Diese Chemie zeichnet sich durch eine gelungene Kombination von Reinigungsalkohol und reinigungsaktiven Inhaltsstoffen der neuen Generation aus.“ Mit einer Dosierung ab 0,25 Prozent ist das Produkt ebenfalls sehr sparsam im Verbrauch.
„Into maxx“ ist ein kraftvoller Allround-Sanitärreiniger mit maximalen Kalklöseeigenschaften, der auch sanitärspezifische Verschmutzungen problemlos löst und aufgrund seiner ausgezeichneten Materialverträglichkeit die Armaturen nicht angreift. Überdies könne er mit dem Flächendesinfektionsmittel „Diesin HG plus“ gemischt werden, was wiederum die Reinigung und Desinfektion in nur einem Arbeitsgang ermögliche, so die Referentin Bianca Ratke.
Für die Grundreinigung wurde „Bendurol maxx“ entwickelt. Vorteilhaft, weil arbeitszeitsparend, ist die Anwendung ohne Nachspülen. Der Antirutscheffekt während der Anwendung erhöht die Anwendersicherheit. Dank des neutralen Dufts ist dieses Produkt auch in sensiblen Bereichen einsetzbar. Für Linoleumböden empfahl die Referentin die Allround-Hochleistungsdispersion „Isi maxx“. Sie ist frei von Metallsalzen und TBEP und bei maximaler Zeitersparnis leicht aufzutragen und zu restaurieren. „Lodan maxx“ zeichnet sich durch eine hohe Resistenz gegen Alkohol- und Händedesinfektionsmittel aus und entspricht den ökologischen Kriterien des SWAN-Labels. Somit ist diese Hochleistungsdispersion für die Anwendung auf Linoleumbelägen in Krankenhäusern hervorragend geeignet.
Reinhard Wylegalla | markus.targiel@holzmann-medien.de