Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) geht bei der Nachwuchswerbung neue Wege. Ein Virtual-Reality-Film entführt die Zuschauer, angesprochen sind junge Menschen auf der Suche nach einer Lehrstelle, in den Berufsalltag und die Arbeitsorte eines Gebäudereinigers – Orte, an denen viele Menschen noch nie waren. Gedreht wurde an zwei Tagen in Berlin, Strausberg und Aachen. Auch Gebäudereiniger-Azubis gehörten zu den Darstellern.
Virtual Reality (VR) begeistert nicht nur die Jugend. Menschen in jedem Alter nehmen auf Messen wie der IdeenExpo in Hannover oder der Azubi-Messe Einstieg in Berlin sogar lange Wartezeiten in Kauf, um Virtual Reality endlich einmal hautnah zu erleben. Die technischen Entwicklungen sind rasant, die Anwendung wird immer einfacher. Um jungen Menschen neue Welten und Perspektiven zu zeigen, nutzen mittlerweile auch viele Unternehmen diese Art der Ansprache.
Gleich zu Beginn sind starke Nerven nötig
Gleich zu Beginn sind starke Nerven nötig im 1,5 Minuten langen Virtual-Reality-Film des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks. Denn der Zuschauer – im Idealfall mit einer VR-Brille ausgestattet – findet sich auf dem Dach eines Wolkenkratzers in Berlin wieder. Er sieht einem Fassadenkletterer dabei zu, wie er sich in die Tiefe begibt, um die Glasfront des Hauses auf Hochglanz zu bringen. Beim Blick über den Rand des Hochhauses nimmt der Zuschauer die Perspektive des Fassadenkletterers ein und blickt wie er weit hinab in die Tiefe. Dabei dürfte sich wohl bei vielen Menschen das Gefühl in der Magengegend verändern. Gleichzeitig ist der Blick über die Stadt beeindruckend.
Gedreht wurde in Berlin, Strausberg und Aachen
Kurz darauf steht der Zuschauer mitten in einem Museum, dem Museum in der Kulturbrauerei in Berlin, und sieht ein Reinigungsteam, das in der Dauerausstellung „Alltag in der DDR“ Exponate wie einen alten Trabi oder eine Reklametafel sorgfältig säubert und damit den Wert der historischen Gegenstände erhält.
Von dort aus geht es zur OP-Reinigung im Krankenhaus Märkisch-Oderland in Strausberg. Ein OP ist ein Ort, den viele wohl noch nicht zu Gesicht bekommen haben – zumindest nicht im wachen Zustand. Das soll deutlich machen, mit welcher Verantwortung der Beruf des Gebäudereinigers verbunden ist.
Als Teil des Reinigungsteams erlebt der Zuschauer schließlich im Aachener Fußballstadion Tivoli, was das Gebäudereiniger-Handwerk an Aufgaben in großen Dimensionen bewältigen kann, wenn alle an einem Strang ziehen.
Holger Eickholz, Vorsitzender des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit des BIV, hat den Dreh von der Konzeption bis zur Umsetzung betreut – und ist davon überzeugt, dass das Medium Virtual Reality das richtige Mittel ist, um junge Menschen zu begeistern. „Unser Ziel ist es, auf moderne Weise zu zeigen, dass unser Handwerk spannend und abwechslungsreich ist und dass die Chancen, die sich bieten, oftmals unterschätzt werden“, sagt der Geschäftsführer von Niederberger.
Auch Gebäudereiniger-Azubis spielten mit
Zum Filmteam gehörten neben einem professionellen Schauspieler auch einige Gebäudereiniger-Auszubildende, darunter Mario Krämer und Ramon Sander. Beide absolvieren ihre Lehre bei Niederberger in Berlin. Auf den Seiten 98 und 99 lesen Sie in der Rubrik Azubi, wie Ramon Sander die Dreharbeiten erlebt hat.
Der Virtual-Reality-Film soll auf Ausbildungsmessen und im Rahmen von Aktionstagen gezeigt werden. Interessierte Jugendliche erhalten dazu eine Virtual-Reality-Brille im Design des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks. Zu sehen ist der Film auch auf der Webseite des BIV unter www.die-gebaeudedienstleister.de/beruf-und-karriere.
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