Straßenreinigung und Winterdienst gehören zum umfangreichen kommunalen Pflichtenpaket. Viele Städte und Gemeinden haben diese Aufgaben ganz oder teilweise an private Dienstleister übertragen. So auch die bayerische Landeshauptstadt München. Dort ist die Firmengruppe Werner aktiv, die sich bei ihrem Einsatz ebenso auf speziell ausgerichtete Kehrmaschinen wie auf kompakte Transporter und Geräteträger für den Winterdienst stützen kann.
Vielseitiger Fuhrpark sorgt für Effizienz
-Großer Wert wird bei dem Dienstleistungsunternehmen auf den Fuhrpark gelegt, der auf die vielfältigen Anforderungen vor Ort abgestimmt ist. „Wir setzen ausschließlich Profigeräte ein, die auf die jeweiligen Aufgabenstellungen ausgelegt sind. Unsere Kehrmaschinen kehren und werden beispielsweise nicht für den Winterdienst umgerüstet“, so Geschäftsführer Hans Werner. „Das kostet zu viel Zeit und rechnet sich einfach nicht.“
Als Kehrmaschinen für die Straßen- und Gehwegreinigung kommen zwei Citymaster 1800 TDI von Hako zum Einsatz – dazu für den Winterdienst ein Multicar Tremo Carrier. Zwei ältere Traktoren ergänzen den Bestand im Winter. Alle Maschinen sind gekauft. Hans Werner erinnert sich: „Als Hako mit Kehrmaschinen für die Cityreinigung in den Markt eingestiegen ist, bekamen wir die Möglichkeit, diese unter Praxisbedingungen zu testen. Und ein Teil unserer Verbesserungsvorschläge wie beispielsweise veränderte Ablaufsiebe oder ein Anpassen der Schachthöhe sind auch umgesetzt worden. Es kam eine Standardmaschine auf den Markt, die für die hohen Anforderungen im Alltagseinsatz bestens geeignet ist.“
Harte Einsatzbedingungen
„Unsere Kehrmaschinen sind meistens auf festen Touren an bis zu sechs Tagen in der Woche zwischen acht und zwölf Stunden im Zweischichtbetrieb im Einsatz“, macht Betriebsleiter Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Stefan Dengler klar. Sie kehren Splitt im Winter, Blütenstaub im Frühjahr und Laub im Herbst. Hinzu kommen die üblichen Großstadtverschmutzungen. Die Kehrmaschinen müssen einfach zu bedienen sein und mit möglichst wenig Elektrik und Elektronik auskommen, damit sich der Fahrer im Notfall selbst helfen kann. „Die Kehrmaschinen werden im Alltag gefordert“, sagt dazu Stefan Dengler. „Dreck, Staub und Schmutz, Vibrationen, permanentes Fahren über Randsteine – in diesem Umfeld ist Elektronik schon sehr anfällig.“ Aber die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen Hako und Werner geht noch weiter. „Gemeinsam haben wir eine Systemlösung für die Parkhaus- und Tiefgaragenreinigung entwickelt, die ihresgleichen sucht“, so der Betriebsleiter. Für die Kehrmaschinen wurde ein Hochdruckaggregat produziert, das schnell gewechselt werden kann. Es beseitigt mit einem Druck von 200 bar schnell und problemlos Ölfilme. Der Boden präsentiert sich danach wieder in einer ansprechenden Optik. „Hier erzielen wir so gute Ergebnisse, dass wir immer mehr Neukunden bekommen“, erzählt Stefan Dengler. „Die guten Ergebnisse sprechen sich in der Stadt herum.“
Juristisch eindeutig abgesichert
„Wir sind seit 50 Jahren die Profis für die Straßen- und Gehwegreinigung sowie den Winterdienst“, ist sich Stefan Dengler sicher. Im Straßenverkehr werden beispielsweise Feststoffe in Form von Fahrbahn-, Reifen- und Bremsabrieb sowie Rußpartikel freigesetzt, die in den Straßenkehricht gelangen, der anschließend vom Dienstleistungsunternehmen fachgerecht mit eigenen Containern entsorgt wird. „Das wissen beispielsweise unsere öffentlichen Auftraggeber sehr zu schätzen“, so Stefan Dengler. „Als Entsorgungsfachbetrieb garantieren wir die ordnungsgemäße Entsorgung von Kehricht. Damit kommt der Abfallerzeuger seiner gesetzlich vorgeschriebenen Sorgfaltspflicht bei der Auftragsvergabe nach und kann für etwaige umweltrechtliche Verstöße strafrechtlich nicht belangt werden.“
Auch beim Winterdienst greifen Zivil- und Strafrecht. Wenn er nicht ordnungsgemäß funktioniert, können die Folgen noch gravierender sein. Körperverletzung bis zur fahrlässigen Körperverletzung mit Todesfolge sind schlimmstenfalls denkbare Konsequenzen. „Hier müssen wir dem so genannten Organisationsverschulden vorbeugen. Und dazu gehört mehr, als ein Räumgerät mit einem Bediener zum verabredeten Zeitpunkt vor die Tür zu stellen“, macht Stefan Dengler klar. „Unsere Strecken sind lückenlos EDV-mäßig dokumentiert, so dass wir auf Knopfdruck jederzeit nachweisen können, zu welcher Uhrzeit wir an welcher Stelle waren und gestreut bzw. geräumt haben. Dazu kommen noch persönliche Qualitätskontrollen.“
In der Zeit vom 1. November bis zum 31. März – bei Bedarf auch noch länger – wird rund um die Uhr das Wetter beobachtet. Täglich werden 24 Stunden lang Kontrollfahrten durchgeführt, da die Witterungsverhältnisse innerhalb des Einsatzgebietes unterschiedlich sind. Zwar war der Winter 2007/2008 nicht sehr schneereich, aber durch kurzfristige Temperaturwechsel kam es immer wieder zur Glättebildung, der erfolgreich begegnet wurde.
Eine eigene Splitthalle, in der das Streumaterial trocken und in ausreichender Menge gelagert wird, eine Tankstelle und eine Werkstatt sorgen an 365 Tagen rund um die Uhr für die entsprechende Verfügbarkeit. Hinzu kommen Ersatzfahrzeuge und -fahrer. „Aushilfen kommen bei uns in der Regel nicht zum Zuge. Wir sorgen für eigenes Personal, das mit der entsprechenden Maschinentechnologie ausgestattet ist“, so der Geschäftsführer zur Firmenphilosophie.
Kehren, Streuen und Räumen
Der Kundenstamm ist vielfältig. Er reicht vom kommunalen Auftraggeber bis hin zum Großunternehmen. „Winterdienste bieten wir nur im Münchener Osten an. Mehr ist technisch mit den Kontrollfahrten kaum machbar. Und während des Berufsverkehrs ist es unmöglich, sich bei Eis und Schnee ans andere Ende von München zu bewegen. Da können wir keine wirkungsvolle Arbeit sicherstellen“, macht Stefan Dengler klar. Im Bereich Gehweg- und Straßenreinigung sind allerdings keine Grenzen gesetzt. „Hier betreuen wir beispielsweise ganze Stadtviertel und sorgen in den vorgegebenen Zeiten für die entsprechende Reinigung. Für einzelne Abteilungen der Stadt München arbeiten wir schon vom ersten Tag der Firmengründung an“, erzählt Hans Werner. „Gewachsene Kundenbeziehungen aufgrund unserer qualitativ hochwertigen Arbeit sind unsere besondere Stärke!“
Auch für die Neue Messe in München ist das Dienstleistungsunternehmen tätig. „Hier sind wir mit den beiden Kehrmaschinen ständig vor Ort. Die optische Darstellung muss einfach jederzeit stimmen. Zu großer Form laufen wir vor allem beim Messeaufbau auf. Nachts parken bis zu 70 Lkws auf dem Hof und wir reinigen gleichzeitig das Gelände. Bei einer großen Messe ist es uns beispielsweise schon passiert, dass wir nach den Reinigungsarbeiten noch den kompletten Winterdienst erledigen mussten, da es zu einem plötzlichen Eis- und Schneeeinbruch kam. In diesen Fällen zeigt sich unsere Leistungsfähigkeit“, so der Geschäftsführer. Zu Messebeginn konnten alle Mitarbeiter und Besucher die Eingangsbereiche gefahrlos passieren.
Alle Mitarbeiter sind grundsätzlich geschult. Sie werden u.a. in speziellen Winterdienstschulungen unterwiesen, wie Schnee gelagert werden muss, damit er beispielsweise keine Lüftungen blockiert. „Es ist ein großer Unterschied, ob am Tag oder in der Nacht Schnee geräumt wird“, macht der Betriebsleiter klar. „Hier kommt es auf viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl an. Außerdem muss es schnell gehen. Aus diesen Gründen wird das Wissen der Fahrer jährlich aufgefrischt!“
Die Qualität stimmt
Die Kehrmaschinen und Winterdienstfahrzeuge sind zum Teil schon seit vielen Jahren im Einsatz. „Bis jetzt konnten wir bei ihnen trotz der hohen Anforderungen keine besonderen Schwachpunkte feststellen“, bestätigt abschließend Stefan Dengler. „Sie bewähren sich im Alltag. Außerdem werden sie von uns regelmäßig gepflegt und gewartet, so dass sie zuverlässig ihre Arbeit verrichten können.“