Im Marienhospital Stuttgart wurden 1.200 m 2 Bodenfläche mit einer Permanentversiegelung saniert - eine Alternative zur Neuverlegung der Böden, die Zeit und Geld gespart hat.
Unkompliziert und schnell
- Die Anforderungen an Bodenbeläge in Krankenhäusern und klinischen Einrichtungen sind vielfältig. Neben strengen Hygienevorschriften spielen Robustheit, Reinigungsfreundlichkeit und Unempfindlichkeit gegenüber Desinfektionsmitteln eine große Rolle. Weil bei Renovierungsmaßnahmen im Gesundheitswesen besonders wirtschaftliche Aspekte und Zeitdruck berücksichtigt werden müssen, entschied man sich im Stuttgarter Marienhospital für eine Effektiv-Grundreinigung und Versiegelung der ansonsten intakten Beläge in der zweiten Etage des Gebäudes St. Paul. Dort sind unter anderem chirurgische Abteilungen untergebracht.
Nach einem Ortstermin mit dem Bodenleger, der Firma Engelhardt aus Stuttgart, empfahlen die Reinigungsspezialisten von RZ eine Bodenbelagssanierung anstelle eines kompletten Ausbaus und einer Neuverlegung der Linoleumbeläge. Das nach wie vor für den Einsatz im Krankenhaus geeignete Linoleum war vor zehn Jahren verlegt worden, jedoch nicht von Anfang an mit einer Schutzschicht ausgestattet. Dies machte den Boden anfällig gegenüber der besonderen Beanspruchung durch Besucher, Personal und Patienten sowie durch Rollbetten, Desinfektionsmittel und Chemikalien.
Auch die Ergebnisse der Unterhaltsreinigung verschlechterten sich mit der Zeit. Kratzer, Gebrauchs- und Laufspuren wurden sichtbar. Sowohl aus optischen als auch aus hygienischen Gründen war eine komplette Belagssanierung mit Langzeitschutz erforderlich, die den Boden langfristig beanspruchbar, hygienisch sauber und wertvoll erhält. Während bei einer Neuverlegung mit vier bis sechs Wochen Betriebsunterbrechung gerechnet werden muss, dauerte die Grundreinigung der 1.200 m2 und die anschließende Neubeschichtung mit dem Zwei-Komponenten-Versiegelungslack RZ Turbo Protect nur 14 Tage.
Zunächst wurde der wasserbasierte RZ Effektiv-Grundreiniger aufgetragen. Er entfernt auch ältere Pflegefilme, metallsalzverstärkte Pflegemittelaufschichtungen und hartnäckige Verschmutzungen. Das Produkt ist laugen- und säurefrei. Bereits nach 15 Minuen quellen alte Beschichtungen auf, die nach maschineller Grundreinigung unter Verwendung von RZ-Sanierpads entfernt werden. Eine besondere Herausforderung war die Entfernung von Resten eines Neoprene-Kontaktklebers, der seit der Verlegung vor zehn Jahren auf den Sockelleisten sichtbar wurde. Sie gelang durch den arbeitsintensiven Einsatz spezieller Sanierpads und Bürsten, so dass der Boden optimal für die Einpflege mit RZ Turbo Protect vorbereitet war.
Der lösemittelfreie Zwei-Komponenten-Lack wurde zweimal mit Rollenwalzen aufgetragen, was nicht nur für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild des elastischen Belags sorgt, sondern auch für eine lange Haltbarkeit des strapazierfähigen elastischen Schutzfilms. Die Permanentversiegelung macht den Boden haltbarer als eine herkömmliche Beschichtung und ist chemikalienbeständig nach DIN 68861 18 und schweiß- und speichelecht nach DIN 51180.
„Eine gelungene Vorgehensweise, die zu einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis geführt hat, bei dem Funktion, Optik und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen gewährleistet sind“, kommentiert Thomas Forstner, stellvertretender technischer Leiter im Marienhospital. Er hat nicht nur Kosten gespart, sondern auch Zeit und die Unannehmlichkeiten einer umfassenden Bodenbelagsneuverlegung.
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