Doppelte Zertifizierung in Sachen Umwelt- und Klimaschutz: Der Berliner Dienstleister Bebra setzt beim Umweltmanagement jetzt nicht mehr nur auf ISO, sondern auch auf EMAS – als eines von nur sehr wenigen Unternehmen aus dem Gebäudereiniger-Handwerk in Deutschland.

"ISO alleine hat uns nicht gereicht", betonen Katrin und Gorden Aernecke, die das 1990 von Fritz-Jürgen Aernecke gemeinsam mit Erhardt Liebreich und Burkhard Kraft gegründete Familienunternehmen seit fast 20 Jahren in zweiter Generation führen und das Thema Nachhaltigkeit ebenso lange vorantreiben. Bereits seit 2005 ist Bebra Gebäudemanagement und Service nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) und DIN EN 9001 (Qualitätsmanagement) zertifiziert, seit Ende 2024 zudem nach ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagement).
Rund ein Jahr zuvor war die Entscheidung gefallen, auch die Zertifizierung nach EMAS anzugehen. Bei EMAS handelt es sich um das anspruchsvollste Umweltmanagementsystem der EU. Verlangt werden messbare Umweltziele, überprüfbare Ergebnisse, die Einbindung der Mitarbeitenden und eine öffentlich zugängliche Umwelterklärung. "EMAS macht Umweltleistung transparent", wissen die Bebra-Geschäftsführer. "Für uns war klar: Wenn Nachhaltigkeit keine Floskel bleiben soll, braucht es diesen nächsten Schritt – trotz des erheblichen Mehraufwands."
Nach gut zwölf Monaten Vorbereitungszeit – "durch die ISO 14001 hatten wir eine gute Grundlage", sagt Katrin Aernecke – war es dann soweit: Das Zertifizierungsdokument wurde von Henrik Vagt, stellvertretender Geschäftsführer der IHK Berlin, überreicht. Mit der Zertiifizierung verbunden ist der Eintrag im EMAS-Register.
"Die Urkunde markiert einen bedeutenden Meilenstein auf unserem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit und Transparenz" freuen sich Katrin und Gorden Aernecke, die rund 220 Mitarbeiter vor allem in den Bereichen Gebäudereinigung, Hausmeisterservice, Winterdienst und Grünpflege beschäftigen. EMAS sehen sie nicht als Ziel, sondern als "Startpunkt für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der unsere Umwelt schützt und gleichzeitig unsere Betriebsabläufe optimiert". Seit Kurzem gehört auch das Waschen von Reinigungstextilien mit Hilfe von Ozon dazu. /HH