Der Einsatz von Robotern entwickelt sich in deutschen Krankenhäusern zu einem wichtigen Bestandteil von Gebäudedienstleistungen. Laut einer aktuellen Studie setzen bereits 19 Prozent der befragten Kliniken auf Serviceroboter – vor allem bei der Reinigung von Großflächen.

Weitere 38 Prozent erproben aktuell den Einsatz von Robotern in Pilotprojekten oder planen die langfristige Einführung, vor allem vor dem Hintergrund von steigendem Kostendruck und angespannter Personalsituation. Das hat das Lünendonk-Krankenhausbarometer Facility Service 2025 ergeben. An der Online-Befragung teilgenommen haben 21 Krankenhäuser.
"Die Akzeptanz von Robotern im Gebäudebetrieb von Krankenhäusern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Roboter übernehmen vor allem standardisierte Aufgaben oder werden ergänzend eingesetzt“, berichtet Stefan Schubert, Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder. Betrieben werden sie überwiegend von Gebäudedienstleistern.
75 Prozent der befragten Krankenhäuser nennen den zunehmenden Einsatz von Robotern als wichtigsten Trend für Gebäudedienste, neben dem wachsenden Fokus auf Kosteneffizienz und Budgetkontrolle. Begünstigt wird diese Entwicklung durch die zunehmende technologische Reife der Serviceroboter, die autonom Stockwerke wechseln und Hindernisse dynamisch umfahren können. Neben der Reinigung großer Flächen ziehen Kliniken Roboter immer mehr auch für andere Anwendungen wie die interne Logistik in Betracht. Empfangsservices, Catering oder Desinfektion spielen dagegen noch eine untergeordnete Rolle.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Rund zwei Drittel der Krankenhäuser haben ihre Budgets für Gebäudedienstleistungen im vergangenen Jahr um durchschnittlich 4,7 Prozent erhöht. Besonders die Reinigungs- und Wäscheservices profitieren von diesem Trend. Mehr als 70 Prozent der Krankenhäuser wollen im Jahr 2025 das Budget für Reinigungsleistungen aufstocken, 43 Prozent der Kliniken planen eine Erhöhung des Budgets für Wäscheservices. Beim Catering planen 29 Prozent der Krankenhäuser, das Budget aufzustocken.
Das Krankenhausbarometer Facility Service ist in Zusammenarbeit mit KDS entstanden. Die Ergebnisse stehen kostenfrei auf www.luenendonk.de zum Download bereit./HH