Die Digitalisierung von Gebäudedienstleistungen in deutschen Krankenhäusern gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das ist zentrales Ergebnis der neuen Lünendonk-Studie "Krankenhausbarometer Facility Service".

Zwar setzen 80 Prozent der Kliniken weiterhin überwiegend auf klassische Office-Anwendungen, doch inzwischen nutzt fast jedes zweite Krankenhaus auch spezialisierte Softwarelösungen wie CAFM-, Inhouse-Logistik- oder ERP-Systeme. Gleichzeitig geben 87 Prozent der Krankenhäuser an, dass fehlende finanzielle Ressourcen ihre Digitalisierungspläne deutlich bremsen.
Technologische Innovationen und spezialisierte Softwarelösungen unterstützen Krankenhäuser dabei, Transparenz, Effizienz und Qualität der Gebäudeprozesse zu verbessern. Dennoch bleibt die Finanzierung der Digitalisierung eine zentrale Herausforderung: 87 Prozent der Kliniken sehen ihre Digitalisierungsstrategie durch begrenzte Budgets eingeschränkt.
"Krankenhäuser befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen wachsendem Digitalisierungsbedarf, regulatorischem Druck und strukturellen Budgetrestriktionen", sagt Stefan Schubert, Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder, und fügt hinzu: "Gleichzeitig erkennen viele Kliniken den Mehrwert digital gestützter Prozesse, insbesondere bei komplexen Gebäudedienstleistungen."
Um die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern zu verbessern und so die Qualität der Immobilienprozesse zu steigern, richten der Studie zufolge immer mehr Krankenhäuser ihren Blick auf digitale Schnittstellen. Aktuell binden bereits 19 Prozent der Krankenhäuser ihre Partner in das digitale Gebäudemanagement ein, während weitere 43 Prozent dies mittelfristig vorbereiten.
Auch im Umgang mit Gebäudedaten zeigt sich eine wachsende Offenheit: 13 Prozent der Kliniken teilen bereits heute relevante Informationen mit externen Dienstleistern, während 60 Prozent grundsätzlich bereit sind, Daten an ihre Partner weiterzugeben – unter der Voraussetzung klar geregelter Datenschutz- und Sicherheitsstandards sowie einer eindeutigen Zweckbindung.
Die zweite Auflage der Lünendonk-Studie "Krankenhausbarometer Facility Service" ist in Zusammenarbeit mit KDS entstanden. Sie bietet Einblicke in Trends, Herausforderungen und Digitalisierungsstrategien für das technische und infrastrukturelle Gebäudemanagement von Krankenhäusern. Die Studie steht kostenfrei unter www.luenendonk.de zum Download bereit. /HH