Stölting: 2024 erfolgreichstes Geschäftsjahr

Die Stölting Service Group blickt auf ein Rekordjahr zurück: Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Gelsenkirchen hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz von rund 365 Millionen Euro abgeschlossen – ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Hauptsitz der Stölting Service Group: der Stölting Harbor in Gelsenkirchen. - © Stölting

Mit einem Umsatzanteil von 53 Prozent behauptete sich die Sparte der Reinigung im Geschäftsjahr 2024 weiter als traditionell stabilste Säule der Stölting Service Group. Weitere Geschäftsfelder des vor 125 gegründeten Familienunternehmens mit seinen heute mehr als 40 Standorten und rund 15.000 Mitarbeiter sind die Sparten Sicherheit und Personal.

Besonders stark gewachsen sei im letzten Jahr der Bereich der Gleisbausicherung für die Deutsche Bahn und deren Tochterunternehmen. Stölting-CEO Sebastian Mosbacher dazu: "Vor 13 Jahren sind wir in das damals noch junge Geschäftsfeld der Gleisbausicherung eingestiegen. 2024 hat sich dieser Bereich mit einem Umsatzwachstum von 32 Prozent zu einem echten Erfolgsfaktor entwickelt. Die geplanten Infrastrukturinvestitionen der Bundesregierung, insbesondere mit der Deutschen Bahn als Hauptauftraggeber, eröffnen uns auch künftig attraktive Wachstumsperspektiven."

Der Umsatz im Eventgeschäft konnte im Vergleich zum Vorjahr von zehn Millionen auf rund 18 Millionen Euro gesteigert werden. Dazu trugen unter anderem Großveranstaltungen wie die Fußball-Europameisterschaft bei. In sieben von zehn Stadien sorgte Stölting während der EM für Sicherheit. Zudem habe das Unternehmen mit neun Top-Clubs im Kundenportfolio für die Bereiche Reinigung und Sicherheit in den vergangenen Jahren ein starkes Netzwerk im Profi-Fußball aufgebaut.

Wachsen unter anderem durch Zukäufe

Sebastian Mosbacher, CEO der Stölting Service Group, setzt künftig unter anderem auf Wachstum durch Zukäufe auch außerhalb des Heimmarktes Deutschland. - © Stölting

Die weitere Wachstums- und Zukunftsstrategie von Stölting sieht laut Sebastian Mosbacher unter anderem vor, "dass wir unser ganzheitliches Serviceangebot zunehmend um technische Lösungen erweitern." Als Beispiel nennt der Stölting-CEO die Übernahme des Sicherheitstechnikunternehmens DeichTec Ende des vergangenen Jahres.

Anfang dieses Jahres ist Stölting zudem in den österreichischen Markt eingetreten, indem das Unternehmen die Mehrheitsanteile an der Wagner RCP Security Holding (jetzt Stölting Austria GmbH) – einem Joint-Venture mit Raiffeisen Continuum, die weiterhin Mitgesellschafter bleiben – übernommen hat. Dieser Schritt markiere den nächsten logischen Schritt in Richtung Internationalisierung. Dabei verfolge Stölting ein klares Konzept: Bewährte Strukturen und Prozesse aus Deutschland sollen übernommen und auch in Österreich durch regionale Strukturen gestützt werden. Hinter dieser Entscheidung stehe die fortschreitende Marktkonsolidierung, die mittelgroßen Anbietern zunehmend weniger Raum lasse.

Bei weiteren Unternehmenszukäufen sei Stölting auch offen für neue Geschäftsfelder: Aktuell prüft das Unternehmen die Übernahme eines Schulungs- und IT-Spezialisten, der Virtual-Reality-Programme für die Qualifizierung von Mitarbeitenden in der Automobilindustrie entwickelt. Perspektivisch könnten solche Technologien auch bei der Schulung von gewerblichen Stölting-Mitarbeitenden zum Einsatz kommen oder sogar operative Tätigkeiten in bestimmten Bereichen unterstützen. Sebastian Mosbacher: "Noch ist das Zukunftsmusik, doch genau solche Felder eröffnen uns neue Wege, um Effizienz zu steigern und letztendlich unserem Anspruch eines Full-Service-Dienstleisters gerecht zu werden." /GH