Stadt Essen reagiert auf Missstände Schulklos sollen zweimal täglich gereinigt werden

In vielen Essener Schulen sollen Toiletten bald zweimal am Tag ge­reinigt werden. Bild: rationell reinigen - © rationell reinigen

Lange wurde diskutiert, lange wurden die Hygienzustände beklagt. Nun reagiert die Stadt Essen. Wie auf der Website derwesten.de zu lesen ist, sollen mit Beginn des neuen Schuljahres die Toiletten in vielen Schulen nicht mehr wie bisher einmal, sondern zweimal täglich gereinigt werden. Mit 600.000 Euro Mehrkosten pro Jahr rechnen die Stadtväter.

Die Stadttochter RGE, die auch für die Reinigung in den Schulen zuständig ist, sieht sich allerdings mit dem zweiten Reinigungsintervall vor große organisatorische Probleme gestellt, die jedoch nicht genauer benannt werden. Geplant ist nach dem Bericht auf derwesten.de, dass die zweite ­Reinigung zwischen 12 Uhr und 14 Uhr stattfinden soll, dann liegt die zweite große Pause hinter den Schülern. Eine Reinigungskraft soll offensichtlich am Mittag nach der Pause drei bis vier der in Frage kommenden Schulen übernehmen. Das sollen vor allem Schulen mit Ganztagsbetrieb sein – und das wären laut derwesten.de so gut wie alle der rund 85 Grundschulen sowie acht Gesamtschulen, eine Haupt-, eine Realschule und drei Gymnasien.

Die geplante zweimalige tägliche Reinigung von Schultoiletten ist nicht der erste Versuch in Essen, die Reinigungsstandards zu verbessern. Bereits im Frühjahr 2013 war beschlossen worden, Urinale an allen Schulen nicht mehr nur feucht durchzuwischen, sondern mit einem Schlauch abzuspritzen und anschließend eine gründliche Behandlung mit Schrubber und Reiniger durchzuführen. Seitdem sollen keine Beschwerden mehr über Probleme an den Schulen eingegangen sein.

Interessant auch die Information, dass an einigen Schulen die Schüler mit eingebunden werden, um die Situation auf den Toiletten zu verbessern: Sie führen „Toilettenaufsicht“ – mit dem Ergebnis, dass unter anderem Vandalismusschäden gesenkt werden konnten.

Das Beispiel zeigt, dass man sich in Kommunen Gedanken macht, wie die Hygiene der Schultoiletten verbessert werden kann. Es kann ­darüber hinaus auch ein Signal für in Schulen tätige Dienstleister sein, dass es sich durchaus auszahlen kann, mit den Verantwortlichen über die Anhebung der oft stark reduzierten Reinigungshäufigkeit zu sprechen. Organisatorische Probleme wie beim Essener Beispiel sollten dabei wohl kaum auftreten.