Reinigung im historischen Frankfurter Römer Saubere Geschichte

Eine Besichtigung des Römers ist für Besucher der Stadt Frankfurt Pflicht: Zahlreiche Könige und Kaiser wurden hier gewählt beziehungsweise gekrönt, das Gebäude gilt daher als eines der wichtigsten der deutschen Geschichte.

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    Der Frankfurter Römer einer der geschichtsträchtigsten Gebäudekomplexe Deutschlands.
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    Sämtliche Messingflächen, hier am Aufzug, werden einmal wöchentlich intensiv gereinigt und gepflegt.
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    Mit Schleifpads auf Hochglanz gebracht wird die Optik des Naturstein- belags durch tägliche maschinelle Reinigung erhalten.
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    Nahezu alle Oberflächen, hier die Sitze im Kaisersaal, werden mit einem Multifunktionsreiniger gesäubert und gepflegt.
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    Der Sandsteinboden wird nach dem Auftrag einer Wischpflege auf Seifenbasis poliert. So wird die Wiederanschmutzung möglichst gering gehalten.
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    Enger Kontakt (v.li.): Dimitrios Domohtsidis und die Tana-Mitarbeiter Oliver Bluthardt und Manfred Zentgraf.

Saubere Geschichte

- Täglich kommen neben den Bürgern Frankfurts, die Amtsgeschäfte zu erledigen haben, auch viele Touristen in den Römer. Der geschichtsträchtige Komplex aus drei Gebäuden dient seit 1405 als Rathaus und ist eines der Wahrzeichen von Frankfurt.

Deshalb verlangt die Stadt Frankfurt als Auftraggeber ein jederzeit tadelloses Gesamtbild des Römers. Getreu dem Motto „der erste Eindruck zählt“ ist daher das Messinggeländer der Treppe, die von der Eingangshalle ins Obergeschoss führt, eine der ersten Aufgaben, die von den Mitarbeitern des Dienstleisters Hochhaus Gebäudedienste erledigt wird.

Messing findet sich im Römer darüber hinaus an und in den Aufzügen, auch die Schilder an den Büro- und Verwaltungsräumen sind aus dieser edlen Legierung. Neben der täglichen Unterhaltsreinigung werden alle Messingflächen einmal pro Woche intensiv mit einem Edelstahlreiniger und -pflegeprodukt bearbeitet. „Fettablagerungen oder hässliche Griffspuren dürfen hier keinesfalls entstehen, alle Messingteile müssen perfekt sauber sein und glänzen“, erklärt Dimitrios Domohtsidis, Bereichsleiter Hochhaus Gebäudedienste.

„Wir erreichen das mit einem Mittel, das gleichzeitig reinigt und pflegt. Und das sich zudem einfach und schnell verarbeiten lässt: mit feuchtem Lappen auftragen, verreiben; mit klarem Wasser nachwaschen und mit trockenem Tuch polieren - fertig.“ Die laufende Unterhaltsreinigung der Messingflächen wird mit einem Alkoholreiniger durchgeführt.

Viel Handarbeit

Aufgaben, die wie die Messingreinigung reine Handarbeit erforderlich machen, gibt es im Römer reichlich. So werden die Lampen und Lampenschirme im Objekt regelmäßig abgenommen, mit einem Spiritusreiniger gereinigt und wieder angebracht. Oder im Plenarsaal: Hier müssen alle Oberflächen oberhalb des Fußbodens nach jeder Sitzung gereinigt werden. Dazu kommt ein Multifunktionsreiniger (Multitan) zum Einsatz. Die Wirkung des Reinigers, der keine Tenside, Alkalien, Säuren oder Enzyme enthält, steigern die Mitarbeiter des Gebäudedienstleisters noch durch den Einsatz von Mikrofasertüchern. Auch im historischen Kaisersaal werden alle Einrichtungsgegenstände und Sitzgelegenheiten in der Unterhaltsreinigung mit diesem Multifunktionsreiniger gereinigt. „Dieses Produkt kann sehr universell eingesetzt werden. Das ist in diesem Objekt ein großer Vorteil. Und es genügen bereits sehr niedrige Anwendungskonzentrationen, um gute Ergebnisse zu erzielen“, macht Dimitrios Domohtsidis deutlich. „Zudem bildet der Reiniger keine Rückstände, was für uns absolut wichtig ist.“

Zwischen 5 und 7 Uhr sind die Mitarbeiter von Hochhaus Gebäudedienste damit beschäftigt, alle Reinigungsaufgaben zu erledigen, bevor Mitarbeiter, Bürger und Touristen ins Gebäude kommen. Etwas mehr Zeit bleibt für historische Räume wie den Kaisersaal und den Limburgsaal. Die sind erst ab 10 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Dennoch stehen die Reinigungskräfte täglich unter Druck: „Wir haben im Römer circa 5.000 m2 sauber zu halten. Die allgemeinen Verkehrsflächen und Sanitäranlagen werden täglich, Verwaltungsräume und Büros dreimal wöchentlich gereinigt“, erklärt Dimitrios Domohtsidis. „Um dem Anspruch von Auftraggeber, aber auch von Nutzern, an die Sauberkeit im Objekt gerecht zu werden, setzen wir tagsüber in den öffentlich zugänglichen Bereichen zudem einen Mitarbeiter ein, der bei Bedarf eingreift und Spontanverschmutzungen beseitigt. Er konzentriert sich dabei auf die kritischen und sensiblen Bereiche“, macht der Gebäudereinigermeister deutlich.

Schmutzaufnahme verhindern

In stark frequentierten Objekten wie dem Frankfurter Römer ist der Schmutzeintrag entsprechend hoch. Schon aus diesem Grunde ist die Oberflächenbeschaffenheit der hier verlegten Natursteinbeläge von entscheidender Bedeutung für die Optik und auch für eine möglichst einfache und rationelle Unterhaltsreinigung. Eine zu große Aufnahme von eingetragenem Schmutz ist unbedingt zu vermeiden. Dimitrios Domohtsidis: „Eine der wesentlichen Aufgaben im Römer ist die Sicherung des einwandfreien Zustandes der Natursteinböden. Um den einwandfreien Gesamteindruck im Objekt beizubehalten, ist es notwendig, die Fußbodenflächen in regelmäßigen Zeitabständen zu polieren. Das gilt für die Parkettböden, ganz besonders aber für die Steinböden.“

Um die optimale Reinigung und Pflege der Natursteinbeläge zu gewährleisten, wurden Tests auf Kratzfestigkeit und Säureempfindlichkeit des Belags durchgeführt. Dann wurde der Belag zur Generalüberholung mit speziellen Pads in vier verschiedenen Körnungen geschliffen. Die so verdichtete, leicht glänzende Oberfläche wurde anschließend mit einem schaumarmen Alkoholreiniger (Innomat A) gereinigt. Um den so erreichten Standard langfristig zu halten, erfolgt die Unterhaltsreinigung der Böden täglich.

Eine besondere Herausforderung stellen die Reinigung und Instandhaltung der gotischen Treppe im Römer sowie der Bodenfläche in den Säulengängen dar. Dimitrios Domohtsidis: „Der rote Kalksandstein ist sehr schmutz- und fleckempfindlich. Es musste eine Lösung gefunden werden, die Schmutzaufnahme des Belags weitestgehend zu reduzieren. Eine Imprägnierung kam aufgrund der immensen Saugfähigkeit des Sandsteinfußbodens nicht in Frage.“

Zunächst galt es allerdings die unschönen Flecken und Fettverschmutzungen zu entfernen, die im Laufe der Zeit in den Sandstein eingedrungen waren. Bislang waren alle Versuche gescheitert, schließlich griff man zu einem lösemittelhaltigen Bodenreiniger (Cleaner R) zur Entfernung von hartnäckigen Verschmutzungen und Verkehrsspuren aller Art auf unterschiedlichsten Belägen. Zur Grundreinigung des Sandsteinbelages wurde das Produkt vorsichtig punktuell aufgesprüht, die so vorbehandelten Verfleckungen wurden dann maschinell nachbearbeitet: „In mehreren Arbeitsgängen konnten wir die Flecken so entfernen. Eine mühsame Arbeit, aber sie hat sich gelohnt. Nicht zuletzt, weil sich unser Auftraggeber sehr erfreut zeigte, dass endlich eine Lösung zur Entfernung dieser unschönen Verschmutzungen gefunden war“, schildert Dimitrios Domohtsidis die Arbeit.

Um den gereinigten Boden möglichst gut vor erneuter Schmutz- und Fleckenaufnahme zu schützen, beriet Domohtsidis lange mit Tana-Fachberater und Steinspezialist Oliver Bluthardt mögliche Maßnahmen. Schließlich entschied man sich für den hochkonzentrierten Einsatz einer Wischpflege auf Seifenbasis (Innomat S): „Mit dieser Wischpflege, die sich unter anderem für oberflächenraue Natursteinböden eignet, erzielten wir einen leichten Pflegefilm, der die Wiederanschmutzung und die Schmutzanhaftung reduziert.“ Die schützende Wirkung gegen eindringende Verschmutzungen wurde durch Auspolieren der Oberfläche noch gesteigert. Durch eine wechselweise Unterhaltsreinigung erreicht der Dienstleister seither genau die gewünschte Wirkung: „An drei Tagen setzen wir den Seifenreiniger und an zwei Tagen den Alkoholreiniger bei der Unterhaltsreinigung ein. So können wir die Schmutzeinwanderung in den Sandsteinbelag weitgehend verhindern. Die Gesamtoptik des Bodenbelages ist mittlerweile sehr schön gleichmäßig“, zeigt sich Dimitrios Domohtsidis zufrieden.

Spezialisierung zahlt sich aus

Die Ergebnisse bestätigen dem Gebäudereinigermeister auch, dass seine Entscheidung, sich auf Bodenbearbeitung zu spezialisieren, richtig war. „Die Arbeiten in der Unterhaltsreinigung dienen heute in den meisten Fällen nur noch zur Kostendeckung. Wenn man aus dem üblichen Preisdruck herauskommen will, muss man sich spezialisieren. Das haben wir getan und zwar in der Bearbeitung von Holz- und Steinböden.“ Um in diesem komplexen Thema fachgerechte Leistungen abliefern zu können, hat Domohtsidis sich und die Mitarbeiter geschult. Und er greift in besonders schwierigen Fällen auf die Unterstützung der Zulieferpartner zurück, legt gemeinsam mit ihnen Testflächen an und diskutiert mögliche Problemlösungen. Besonders enge Zusammenarbeit pflegt der Dienstleister mit Oliver Bluthardt: „Wir stehen bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite und beziehen dabei auch den Handelspartner mit ein. Denn neben der Chemie sind für eine echte Problemlösung natürlich auch perfekt auf das jeweilige Verfahren abgestimmte Materialien wie Pads, Bezüge oder Tücher von entscheidender Bedeutung.“ Im Römer funktioniert dieses Zusammenspiel aller Beteiligten. Besucher des Gebäudes können dies jeden Tag aufs Neue sehen.

Peter Hartmann | peter.hartmann@holzmannverlag.de