Hygiene in der Gastronomie Sauber und sparsam

Ein neues, für den großen Bedarf ausgelegtes Serviettenspendersystem soll laut Hersteller den Serviettenverbrauch um mindestens 25 Prozent verringern. Erste Erfahrungen vom Studentenwerk München bestätigen dies.

Auf Grund einer speziellen Falttechnik werden die Servietten Blatt für Blatt abgegeben. Dadurch lässt sich der Verbrauch deutlich reduzieren. - © SCA Hygiene Products

Sauber und sparsam

-Das Studentenwerk in München gibt jährlich rund 2,6 Millionen Essen an Studierende in München, Freising, Rosenheim, Garching und Benediktbeuern aus. Der Bedarf an Servietten ist groß: Acht Millionen wurden bisher pro Jahr benötigt. Das war dem Studentenwerk zu viel. Durch den Wechsel des Anbieters reduziert sich der Verbrauch im Vergleich zum vorigen System um ein Drittel. Möglich wurde dies mit Hilfe des Serviettenspendersystems Interfold von Tork.

In den Mensen ist hinter jeder Kasse ein Spender aufgestellt. Dieser soll vor allem eines: Die Servietten schnell abgeben. „Wenn zur Hauptessenszeit die Serviettenentnahme nicht schnell genug ist, wirkt sich das auch auf die Schlange an der Kasse aus. Das führt zu schlechter Stimmung und dies gilt es zu vermeiden“, erklärt Emil Harrant, Einkäufer des Studentenwerks München. Der neue Spender fasst etwa 900 Servietten und gibt auf Grund einer speziellen Falttechnik die Servietten Blatt für Blatt ab. Dass ist hygienisch und effizient, denn jeder Student zieht nur so viele Servietten, wie er wirklich braucht – im Schnitt sind es zwei Stück.

Kein Nachfüllen mehr während der Stoßzeit

Auf Grund des hohen Fassungsvermögens müssen die Servicekräfte in der Regel keine Servietten während der Hauptausgabezeit zwischen 11.30 Uhr und 13.30 Uhr nachfüllen. „Bisher war es oft so, dass genau dann die Servietten ausgingen, wenn die Schlange an der Kasse am längsten war und die Kassiererinnen absolut keine Zeit zum Nachfüllen hatten. Dieses Problem hat sich mit dem neuen Serviettenspender von selbst gelöst“, so Harrant. Zu beobachten ist auch: Dem massenhaften Wegwerfen ungenutzter Servietten wird mit Hilfe der Falttechnik ein Ende gesetzt, denn die Servietten werden nicht mehr stapelweise entnommen, sondern einzeln. Mit der Umstellung auf das neue System habe sich auch die Papierqualität der Servietten verbessert. „Früher waren die Servietten auch Anlass für Beschwerden“, sagt Dr. Anke van Kempen vom Studentenwerk München. Bemängelt wurde, dass die Servietten zu klein und zu dünn waren, nicht so viel aufgesaugt haben und man immer wieder einen Stapel an Servietten in der Hand hatte.“ Diese Rückmeldungen werden nun nicht mehr erwartet. „Die neuen Servietten sind größer, saugfähiger und haben eine bessere Haptik“, fügt van Kempen hinzu.

Die Wartung des Systems gestaltet sich einfach: Über die transparente Oberfläche der Spender ist auf einen Blick zu erkennen, wie viele Servietten noch darin sind und wann nachgefüllt werden muss. In der Regel werden die Spender vor der Hauptausgabezeit aufgefüllt. Sie lassen sich an der Oberseite öffnen. Die Nachfüllpackungen sind mit wenigen Handgriffen einzulegen.

Außerdem bietet das System eine Werbefläche, die das Studentenwerk für Ankündigungen in eigener Sache nutzt. „So können wir die Studenten auf Themen aufmerksam machen, die uns wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise Aktionsessen in den Mensen, aber auch der Abgabetermin für den Bafög-Antrag“, erklärt van Kempen.

Die Spender sind so aufgestellt, dass die Werbefläche direkt ins Auge fällt. Vorlagen für die Werbefläche lassen sich individuell gestalten, müssen nur ausgedruckt und entsprechend zugeschnitten werden. Damit fungiert der Serviettenspender als preiswertes und dennoch effektives Werbemittel. „Unser Ziel ist es, künftig nur noch eine Serviette aus einem Spender von einem Hersteller zu nutzen – und das auch in den Cafeterien“, erklärt Harrant. „Auf Grund der besseren Qualität sind die neuen Servietten zwar etwas teurer, aber da wir bei weitem weniger Abfall zu entsorgen haben und jährlich fast drei Millionen Servietten weniger verbrauchen, wird sich das neue System schnell bezahlt machen.“

BZ.Comm | markus.targiel@holzmannverlag.de