Bis 2017 sollen in der Lattemann & Geiger Dienstleistungsgruppe (L&G) rund 90 Prozent der operativen und administrativen Geschäftsprozesse digitalisiert werden. Dies soll nicht nur den Verbrauch von Papier massiv reduzieren, sondern für präzisere und schnellere Abläufe sorgen und mehr Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben generieren. Nicht zuletzt erhofft sich der Dienstleister dadurch auch eine stärkere Wettbewerbsposition im Markt.
Bereits 2005 setzte L&G erstmalig eine Smartphone-App zur Teamvernetzung im Bereich Gebäudereinigung ein. „GEKO-Soft“ war eine der ersten mobilen Business-Anwendungen dieser Art zum damaligen Zeitpunkt. Das Programm führt die vielen innerhalb eines Auftrags anfallenden Daten – vom Angebot bis zur Endkontrolle – auf einer Plattform zusammen und wertet sie nach verschiedenen Kriterien aus. Es erfolgt zum Beispiel ein ständiger Abgleich von Anforderungsprofil und Leistungserstellung. Abweichungen können sofort erkannt und korrigiert werden, denn GEKO arbeitet sozusagen in Echtzeit. Die Kunden von L&G haben durch einen eigenen Zugang die Möglichkeit einer transparenten Auftragsverfolgung und -steuerung. Auch in den administrativen Geschäftsprozessen der L&G Dienstleistungsgruppe ist der Einsatz moderner IT inzwischen obligatorisch. Der Zweck ist auch hier zum einen die Optimierung der einzelnen Funktionen hinsichtlich Präzision und Schnelligkeit, zugleich aber auch deren intelligente Vernetzung, zum Beispiel von Kundenberatung, Projektebene, Qualitätskontrolle und Reklamationsmanagement, Materialdisposition und Logistik mittels L&G-Apps. Der Projektstatus wird laufend erfasst und analysiert und die prozessrelevanten Daten werden in Sekundenschnelle an die jeweils zuständigen Mitarbeiter für das nächste To-do übermittelt. Checklisten sowie Rundgangs- und Wartungsprotokolle werden digital ausgefüllt, unterschrieben und in der Datenbank als nicht editierbares PDF hinterlegt.
Mit moderner IT will das Unternehmen Potenziale freisetzen und Geschäftsmodelle weiterentwickeln. In der Kundenbetreuung zum Beispiel soll eine Effizienzverbesserung von mindestens 40 Prozent erzielt werden. Eine Optimierung der Prozesse soll zu mehr Kosteneffizienz bei gleichzeitigem Ausbau des Qualitätsstandards führen. Vor allem soll sie „humane Ressourcen“– die wichtigste Voraussetzung für Entwicklung überhaupt – stärken.