
Pflegebefilmungen mit Barrierefunktion gegen Problemschmutz
Zur Werterhaltung elastischer Bodenbeläge leisten Pflegebefilmungen einen wichtigen Beitrag, indem sie auch bei hoher mechanischer Belastung vor Kratzern, Abrieb und Gehspuren schützen und so die Nutzungsdauer der elastischen Bodenbeläge verlängern.
Bestimmte Schmutzarten haben jedoch permeative Eigenschaften, d.h., sie können bei längeren Kontaktzeiten die Pflegebefilmung durchdringen und in die Nutzschicht der elastischen Bodenbeläge gelangen. Dadurch können Bodenbeläge irreparabel geschädigt werden. Beispiele für permeative Schmutzkomponenten sind iodhaltige Desinfektionsmittel in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen, die Übertragung von Gummiabrieb, Bitumen, Fetten, Mineralölen und Schuhcreme durch Begehung mit Schuhsohlen, Gummibestandteile und Antioxidanzien aus Autoreifen, Haarfärbemittel, Kugelschreiber und Filzstiftstriche.
Darüber hinaus werden häufig dunkle (bräunliche bis schwarze) Verfärbungen durch dunkle Kunststoff-Möbelgleiter verursacht. Diese Verfärbungen entstehen durch Weichmacherwanderung zwischen dem Kunststoff der Gleiter und dem PVC-Bodenbelag. Zur Vermeidung der Migration derartiger Schmutzkomponenten in die Nutzschicht der elastischen Bodenbeläge müssen diese Schmutzarten nach der Anschmutzung kurzfristig entfernt werden.
Im Rahmen eines in Kürze startenden Projekts des wfk-Forschungsinstituts für Reinigungstechnologie in Krefeld werden deshalb erneuerbare impermeable Pflegebefilmungen für elastische Bodenbeläge mit Schmutz-Barrierefunktion gegen permeative Schmutzkomponenten entwickelt. Hierbei sollen Befilmungsverfahren auf der Basis von Barrierepigmenten (z.B. plättchenförmige Pigmente oder Schichtpigmente) bzw. kationischen Polymerdispersionen (z.B. unterschiedliche Acrylat-Copolymere) untersucht werden.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der FRT-Geschäftsstelle (info@frt.de).