Peter Dussmann gestorben

Peter Dussmann, Gründer und ehemaliger Vorstandsvorsitzender der heutigen Dussmann Group, ist im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit gestorben.

Der Unternehmer Peter Dussmann ist im Alter von 74 Jahren gestorben. - © Dussmann

Im Oktober 2008 hatte er in Rom einen schweren Schlaganfall erlitten, an dessen Spätfolgen er nun in einem Krankenhaus in Monaco gestorben ist. Am 5. Oktober wäre er 75 Jahre alt geworden.

Peter Dussmann kam am 5. Oktober 1938 im badischen Rottweil am Neckar zur Welt. Nach dem Abitur und einer Lehre als Einzelhandelskaufmann sowie Tätigkeiten im Vertrieb in verschiedenen Unternehmen gründete er im Mai 1963 einen kleinen Dienstleistungsbetrieb, den Peter Dussmann Heimpflegedienst.

Heute ist daraus eines der weltweit größten privaten Multidienstleistungsunternehmen geworden. Zu den Kernbereichen gehören das Facility-Management mit allen Leistungen rund ums Gebäude sowie Catering und die Pflege und Betreuung von Senioren. Dussmann beschäftigt mehr als 60.000 Mitarbeiter in 21 Ländern und erzielte im Jahr 2012 einen Gesamtumsatz von 1,73 Milliarden Euro.

Von 1966 bis 2002 führte Peter Dussmann die heutige Dussmann Group als Vorstandsvorsitzender. 2003 begann er sich aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen. Im September 2007 wechselte er als Vorsitzender in den Aufsichtsrat.

Im Dezember 2010 übernahm eine Stiftung die Führung der Dussmann Group. Den Stiftungsratsvorsitz übernahm Peter Dussmanns Frau Catherine von Fürstenberg-Dussmann. Sie führt die Unternehmensgruppe seitdem in Zusammenarbeit mit dem Vorstand und im Sinne ihres Mannes weiter.

Neben dem Beruf engagierte sich der Träger des Bundesverdienstkreuzes unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU), heute „Die Familienunternehmer“. Er wirkte dort viele Jahre im Regionalkreis München/Südbayern und war Mitglied des Vorstandes der ASU.

Auch als Mäzen machte sich Peter Dussmann einen Namen. Unter anderem setzte er sich nach der Wende für den Erhalt von Kulturdenkmälern in Ostdeutschland ein und war viele Jahre Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer der Staatsoper Unter den Linden Berlin.