Neues Whitepaper: ESG-Reporting praxisnah gestalten

Der FM-Verband Gefma und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC Deutschland haben ein neues Whitepaper zum Thema ESG-Reporting im Property und Facility Management veröffentlicht.

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Nachhaltigkeitskennzahlen strukturiert, nachvollziehbar und prüfbar zu erfassen und zu berichten. - © zahidcreat0r – stock.adobe.com/generiert mit KI

Die Anforderungen an das ESG-Reporting steigen rasant – insbesondere in der Immobilienwirtschaft. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Nachhaltigkeitskennzahlen strukturiert, nachvollziehbar und prüfbar zu erfassen und zu berichten. Das Whitepaper "ESG-Reporting im Property und Facility Management – der Balanceakt zwischen regulatorischen Anforderungen und praktischer Umsetzung" beleuchtet regulatorische Vorgaben, zeigt Best Practices und definiert klare Rollen im Reportingprozess. Es bietet eine Orientierungshilfe für alle, die ESG-Berichtspflichten umsetzen und dabei insbesondere den Einfluss des Facility Managements verstehen möchten – Nachhaltigkeitsverantwortliche in Unternehmen ebenso wie ESG-Interessierte und Akteure aus dem Property und Facility Management..

Das Whitepaper (Gefma 984-4) ist kostenlos im Gefma-Onlineshop (Rubrik Sonstiges/White Paper, Marktübersichten, Reports, weitere Richtlinien) verfügbar. Es analysiert die regulatorischen Rahmenbedingungen – von der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) bis hin zu EU-Taxonomie, Gebäudeenergiegesetz (GEG) und dem Energieeffizienzgesetz – und zeigt, wie das ESG-Reporting operativ in die Jahresabschlussprüfung integriert werden kann. Der Fokus liegt auf einem strukturierten Reportingprozess, der unterschiedliche Akteure einbezieht: Auftraggeber, Property Manager, Facility Manager, Dienstleister und Wirtschaftsprüfer.

"Dem Facility Management kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn es um die verlässliche Erhebung und Prüfung von ESG-Daten im Gebäudebetrieb geht", erklärt Frank Rüll, Leiter des Gefma-Arbeitskreises Nachhaltigkeit und Mitglied des Autorenteams. Kai Ukena, Senior Manager bei PwC Deutschland und ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe, ergänzt: "Unser Whitepaper zeigt auf, wie FM-Dienstleister und Managementpartner gemeinsam mit den berichtspflichtigen Organisationen ein effizientes und regelkonformes ESG-Reporting etablieren können."

Das interdisziplinäre Autorenteam setzt sich aus Fachleuten aus Wirtschaftsprüfung und Beratung sowie Vertretern aus dem Facility Management zusammen. Ziel war es, sowohl die regulatorischen Anforderungen darzustellen als auch die praktische Umsetzung im betrieblichen Alltag abzubilden.

Erörtert wird unter anderem die erweiterte Rolle von FM-Dienstleistern, die weit über klassische Betriebsaufgaben hinausgeht. Sie bringen das fachliche Know-how, geeignete Tools und erprobte Prozesse mit, um ESG-relevante Daten systematisch zu erheben und in das interne Kontrollsystem einzubinden. Als praxisnahes Werkzeug wird der Gefma-Standard SustainFM (GEFMA 160) vorgestellt, der sowohl die operativen Anforderungen des Facility Managements als auch die formalen Kriterien der Berichterstattung abdeckt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Darstellung des ESG-Reportingprozesses: Von der Definition relevanter ESG-Kennzahlen über die Datenbereitstellung bis zur Qualitätssicherung durch Wirtschaftsprüfer werden die einzelnen Schritte beschrieben. /HH