Altenpflege 2015 in Nürnberg: Rund 670 Aussteller zeigten, wie sich der Alltag in Pflege-und Senioreneinrichtungen effizienter gestalten lässt. Zu sehen waren neue Produkte und Lösungen aus allen Bereichen der Pflegewirtschaft. Auch die Reinigung war ein Thema.
„Die Messe hat ihre Bedeutung für die Branche unterstrichen. Nirgendwo sonst wird in Deutschland der Markt in all seinen Facetten so abgebildet. Sie ist Blaupause und Trendbarometer zugleich“, sagte Carolin Pauly vom Veranstalter Vincentz Network am Ende der dreitägigen Messe. Auch die meisten Aussteller waren nach Messeangaben zufrieden.
28.000 Fachbesucher vor allem aus dem Bereich der stationären und ambulanten Altenpflege informierten sich bei 673 Ausstellern. 2013 zählte der Veranstalter 31.000 Besucher und 640 Aussteller in Nürnberg, 2014 waren es rund 28.500 Besucher und 590 Aussteller in Hannover. Die Messe findet im Wechsel in Hannover und Nürnberg statt. 2016 ist wieder Hannover an der Reihe – vom 8. bis 10. März 2016.
Eine Auswahl von neuen und nützlichen Produkten aus den Bereichen Reinigung und Desinfektion beziehungsweise Wäsche, die auf der Altenpflege 2015 zu sehen waren:
Buzil zeigte eine neue Desinfektionsmittelreihe (Budenat). Die Produkte decken ein breites Spektrum ab – von allgemeinen Oberflächen- und Bodenbelägen über Küchen und Lebensmittelbereiche bis Sanitäranlagen. Ein gebrauchsfertiges alkoholisches Händedesinfektionsmittel (Budenat Protect Hand D 807) sowie ein antimikrobieller Waschschaum (Budenat Clean Hand D 808) gehören ebenso dazu wie ein neutrales Desinfektionsmittel für die gezielte Flächendesinfektion empfindlicher Oberflächen (Budenat LM D447). Als Schnelldesinfektionsmittel gibt es Budenat Rapid D444 in flüssiger Form oder als gebrauchsfertige Tücher. Für den Seuchenfall steht mit Budenat Acute D 441 eine RKI-gelistete Speziallösung bereit. Die Kombiprodukte Budenat Intense D 443, Budenat Alkasept D 445 und Budenat Azid Plus D 587 sind Mittel für die desinfizierende Reinigung.
Kiehl präsentierte sich als Rundum-Dienstleister für Reinigung, Pflege und Hygiene in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Neu im Programm ist ein Schaumreiniger für den Sanitärbereich (AvenisFoam), der mit dem EU-Ecolabel ausgezeichnet ist. Der gebrauchsfertige Unterhaltsreiniger entfernt Kalkrückstände, Wasser- und Urinstein sowie Seifenrückstände. Er ist für säurebeständige und wasserfeste Flächen und Gegenstände im Sanitärbereich geeignet. Die Schaumdüse der nachfüllbaren Sprühflasche ermöglicht ein ergonomisches Arbeiten, ohne Aerosole zu bilden. Aufgrund der voluminösen Schaumbildung ist nach Unternehmensangaben ein minimaler Produktverbrauch gewährleistet. Pro Quadratmeter sind ein bis fünf Milliliter erforderlich. Der Schaumreiniger ist in der 750-Milliliter-Sprühflasche und im Fünf-Liter-Kanister mit Abfüllhahn erhältlich. Ein weiterer Sanitärreiniger des Unternehmens: Oxycal. Die Säuremischung in Kombination mit sauerstoffabspaltenden Inhaltsstoffen erlaubt eine schnelle Reinigung mit Bleichwirkung im Nassbereich von Sanitäranlagen. Durch oxidative Wirkung des Sauerstoffes werden Gerüche neutralisiert und die Luftqualität wird verbessert. Die Bleichwirkung des entstehenden Sauerstoffs lässt nach Unternehmensangaben bei regelmäßiger Anwendung dunkle Flecken und Verfärbungen verschwinden. Oxycal ist besonders für hochfrequentierte Bereiche geeignet.
Orochemie zeigte neben Produkten für Reinigung und Desinfektion – darunter eine neue Bodenbeschichtung und einen Grundreiniger („Universal“) – einen Verbrauchsrechner für Reinigungsmittel und die Oro-Hygiene-App. Welche Mindestkonzentratmenge braucht man von einem bestimmten Reinigungsmittel für eine vorgegebene Fläche? Der Onlinerechner hilft weiter. Er ist kostenlos auf www.orochemie.de abrufbar. Mit der ebenfalls kostenlosen Hygiene-App für Desinfektion und Reinigung sind Ratsuchende auch mobil immer auf dem Laufenden. Die App beantwortet Fragen aus dem täglichen Hygienemanagement. Sie ist im App-Store und bei Google Play oder auf http://app.orochemie.de erhältlich.
Im Mittelpunkt bei Dr. Schnell standen die Themen Desinfektion und Unterhaltsreinigung, Hautschutz und Textilhygiene. Zum Portfolio des Unternehmens im Gesundheitswesen gehören unter anderem ein flüssiges Desinfektionsreinigerkonzentrat (Desi-
for-B) für den Einsatz auf wasserfesten Oberflächen und Böden in medizinischen Einrichtungen, ein flüssiges Flächendesinfektionsmittelkonzentrat für den Sanitärbereich (Milibac), eine Hochleistungsbeschichtung (On Top Hospital Silk beziehungsweise Brilliant), die beständig gegenüber allen gängigen alkoholischen Händedesinfektionsmitteln ist, und die Sensitive-Linie (Sanitärreiniger Milizid, Universalreiniger Forol und Wischpflege Floortop). Ergänzt wird das Portfolio durch Hautschutzcremes wie Samolind gegen wässrige Arbeitsstoffe und das phosphatfreie, desinfizierende Pulvervollwaschmittel Rapa plus. Das RKI-gelistete Waschmittel (Bereich A/B) wirkt bakterizid, mykobakterizid, fungizid und viruzid. Es wäscht, bleicht und desinfiziert in einem Waschzyklus.
Im Fokus bei Dr. Weigert stand die Produktlinie Neodisher. Reinigungs- und Desinfektionsmittel für medizinische Instrumente, Bettgestelle oder OP-Tische gehören ebenso dazu wie Produkte für die Küchenhygiene – zum Beispiel der Geschirrreiniger Neodisher Bioclean. Der geruchsneutrale Reiniger auf mild alkalischer Basis ist mit dem EU Ecolabel ausgezeichnet. Das Flüssigkonzentrat entfernt Speisereste aller Art und ist in sensiblen Bereichen einsetzbar. Es ist für alle gewerblichen Spülmaschinen geeignet, kennzeichnungsfrei und nicht ätzend. Außerdem wurde die Triformin-Linie zur Pflege von Haut und Händen gezeigt.
Bei Solution Glöckner waren Duftkonzentrate (Solufresh Neutrasol) zur Neutralisierung von Inkontinenzgerüchen zu sehen. Aus einer Glasflasche verdunstet über ein Vlies eine Flüssigkeit in der Raumluft. Sie blockiert die Nasenrezeptoren für den Schlechtgeruch Inkontinenz/Urin/WC. So wird er nicht mehr wahrgenommen. Eine 100-Milliliter-Flasche mit Duftkonzentrat genügt nach Unternehmensangaben für die Neutralisation eines Raumes von bis zu 25 Quadratmetern. Die Wirkung hält 30 bis 45 Tage an.
Schneidereit stellte eine neue Waschmaschine (EasyMopp) mit Ein-Knopf-Bediensystem vor, die den Desinfektionsprozess dokumentiert und sichert – im Hinblick auf RKI-Richtlinien im Reinigungsprozess von Mopps und Tüchern. Die vorgeschriebene Temperaturhaltezeit während des Desinfektionsprozesses wird nicht unterschritten und kann auch von außen nicht manipuliert werden. Der chemothermische Desinfektionsprozess wird per Software in Echtzeit dokumentiert und dauerhaft grafisch dargestellt. Diese Informationen lassen sich mit Hilfe einer Smartphone-App oder über das Internet abrufen und nachverfolgen. Als Dokumentationsgrundlage wird eine monatliche Auswertung der Desinfektionsprozesse versendet. Bei zu geringem Füllstand der Waschchemie, einem Defekt der Maschine, bei Unterschreitung der Mindesttemperatur oder anderen Fehlern wird eine Meldung auf die App oder eine SMS aufs Handy geschickt. Vor Ort signalisiert eine rote Lampe die fehlgeschlagene Desinfektion. Ein weiteres Thema am Stand war das Mopp-Aufbereitung-System „SMAS“. Das dazugehörende Desinfektionsmittel BasePro Des60 ist in der Desinfektionsmittelliste des VAH eingetragen sowie als Wäschedesinfektionsmittel zur chemothermischen Desinfektion in der RKI-Liste (Wirkungsbereiche A und B) gelistet. Außerdem zu sehen: Waschmaschinen und Trockner der Reihe EasyCare . Die einfach zu bedienenden Maschinen sind für die Bedürfnisse von Alten- und Pflegeheimbewohnern sowie Menschen in Einrichtungen des betreuten Wohnens und Seniorenresidenzen entwickelt. Alle Waschmaschinen und Trockner des Unternehmens sind im Full-Service-Leasing erhältlich.
Miele präsentierte neben Waschmaschinen mit Trennwandausführung oder Varianten mit Wiegesystem und Wasserrückgewinnung einen neuen Zusatzservice: das Testverfahren ProHygiene. Es prüft den Keimgehalt von Desinfektionswäsche. Die Hygieneprüfung für Waschmaschinen wird im Rahmen der Wartung angeboten. Sie beinhaltet eine thermoelektrische Prüfung (Datenlogger werden mitgewaschen und zeichnen die Temperaturen und deren Haltezeiten auf), eine mikrobiologische Untersuchung (geprüft wird, ob die Zahl von Testkeimen auf einem Bioindikator nach dem desinfizierenden Waschverfahren entsprechend der Richtlinien reduziert ist) sowie die Auswertung und Dokumentation. Als Ergänzung zur mikrobiologischen Überprüfung werden auch eine Wasseranalyse und eine Abklatschuntersuchung angeboten. Auf die erfolgreiche Prüfung können Kunden mit einem Zertifikat hinweisen. Darüber hinaus kann das Ergebnis bei Bedarf dem Gesundheitsamt oder der Berufsgenossenschaft vorgelegt werden – als Beleg für die Einhaltung der Vorschriften zur Hygiene und Arbeitssicherheit.
Technologien für die Wäscherei in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern präsentierte Stahl. Dazu gehören Hygienewaschmaschinen der Reihe Divimat. Eine Trennwand macht die Unterteilung der Wäscherei in einen unreinen und reinen Bereich möglich. Die Durchlademaschinen sind in 13 Größen mit 14 bis
200 Kilogramm Fassungsvermögen erhältlich und mit einer frei programmierbaren Steuerung ausgestattet. So können zum Beispiel bei desinfizierenden Waschverfahren die Temperaturhaltezeiten individuell eingestellt werden. Auch Wäschetrockner und Muldenmangeln mit Energiespartechniken waren ein Thema am Stand. Die Trockner arbeiten unter anderem mit Umluftrückgewinnung und sind mit einem Plattenwärmetauschersystem ausgestattet, das die Energiekosten senkt.
Waschmaschinen von Schulthess waren bei Michaelis zu sehen – darunter auch Swiss-Mop-Cleaner-Maschinen. Mopps und Tücher können damit hygienisch sauber und gründlich von Schmutz, Bakterien und Viren gereinigt werden. Die Geräte bieten zehn Programme, die auf die Bedürfnisse von Gebäudereinigern abgestimmt sind und eine schonende Reinigung garantieren. Optional ist eine Flusenfilterschublade erhältlich. Sie wirkt gegen Verstopfung der Ablaufrohre durch Flusen. Mit dem Dosierpumpen-Rack verläuft das Handling mit Flüssigwaschmitteln einfach und sauber. Die Waschmitteldosierung wird vom Gerät automatisch gesteuert und passt sich dem jeweiligen Programm an.
Ein Thema bei Treysse waren hochtourige Waschschleudermaschinen der IY-Serie. Sie können frei aufgestellt und auf allen Böden installiert werden. Die robusten Maschinen sind mit Beladekapazitäten von sechs bis 31 Kilogramm erhältlich, ab 13 Kilogramm mit großer Türöffnung (400 Millimeter) für einfache Be- und Entladung. Die Cygnus-Steuerung bei IPSO-Waschschleudermaschinen ist frei programmierbar und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die Maschinen verfügen über eine beladegewichtsabhängige Wasser- und Hilfsmittelsparautomatik sowie zentrale Datenerfassungs- und Auswertungsmöglichkeiten über sNetzwerk. Deckel und Frontblende der Maschinen sind aus Edelstahl gefertigt.
Heprotex stellte neue Waschschleudermaschinen von Domus vor. Die Modelle der DHS-Reihe zeichnen sich durch hohe Schleudergeschwindigkeiten (700 bis 1.000 Umdrehungen/Minute) aus. Dadurch wird die in der Wäsche am Ende des Programms vorhandene Feuchtigkeit reduziert. Das bedeutet Energie- und Zeitersparnis. Die Maschinen mit Gehäuse aus Edelstahl sind in Größen von zehn bis 120 Kilogramm Beladegewicht erhältlich. Sie verfügen über eine ergonomische Türverriegelung mit doppeltem Sicherheitsboden. Optional sind eine Ablasspume, ein zweiter Ablauf zur Wasserrückgewinnung, die Möglichkeit zur umschaltbaren Beheizung (Strom/Dampf) und anderes Zubehör erhältlich. Zur Wahl stehen drei Steuerungen.
Ein Thema bei Kärcher: die kompakte handgeführte Scheuersaugmaschine BR 35/12 mit besonderem Lenkkonzept, die mit dem Purus Award 2013 ausgezeichnet wurde. Die wendige und leichte Maschine (35 Kilogramm) ist mit einem drehbarem Bürstenkopf ausgestattet und besonders für den Einsatz in engen Räumen und auf stark überstellten Flächen geeignet. Der lenkbare Bürstenkopf gibt die Fahrt- und Reinigungsrichtung vor, während die Vortriebskraft der Walzenbürste die Maschine bewegt. Das Wegfahren von einer Wand ist im 90°-Winkel möglich, bei Bedarf kann auch rückwärts gereinigt werden. Der Saugbalken befindet sich immer in Fahrtrichtung, das Wasser wird in Kurven sicher aufgenommen. Wird die Maschine in der Stufe „eco!efficiency“ betrieben, verlängert sich die Laufzeit des Akkus (Lithium-Ionen-Batterie) um rund 50 Prozent, der Lärmpegel wird um ein Drittel auf 62 dB(A) reduziert. Damit lässt sich die BR 35/12 auch in geräuschsensiblen Bereichen einsetzen. Auf besonderes Interesse bei den Messebesuchern stieß zudem ein Dampfsauger (SGV 8/5) mit automatischer Selbstreinigung. Das Gerät entfernt mit heißem Dampf selbst fest haftende Ablagerungen von Fetten und Ölen, Kalk oder Seifenresten und damit auch den Nährboden für Keime und Bakterien. Im gleichen Arbeitsschritt werden sie einschließlich des kondensierten Wassers aufgesaugt.
Meiko Maschinenbau präsentierte ein neues Gerät, mit dem sich Speisereste entsorgen lassen. Der WasteStar CC ist für Senioren-und Pflegeheime oder Kliniken ebenso wie für gastronomische Betriebe geeignet. Organische Speisereste und Bioabfälle werden in einen Einwurfschacht gegeben. Ein integriertes Mahlwerk zerkleinert die Speisereste und erzeugt eine homogene Masse, die zyklisch in einen separaten Sammeltank gepumpt wird. Das geschlossene System verhindert Geruchsbelästigung und beugt Fliegen und Ungeziefer vor. Aus einem Kubikmeter Substrat können in Biogas- oder Kompostieranlagen nach Unternehmensangaben rund 60 Kubikmeter Methan gewonnen werden. Dies entspricht etwa 60 Litern Heizöl oder Dieseläquivalent.
TTS zeigte die Dosiereinheit Dosely, mit der sich Wischbezüge manuell vortränken lassen – direkt am Reinigungswagen. Dosely passt auf alle Systemwagen der Magic-Line-Reihe. Auf Hebeldruck wird Reinigungslösung in individuell einstellbarer Menge für jeweils einen Mopp abgegeben. Die Dosierstation kann mit einem oder zwei Fünf-Liter-Tanks ausgestattet werden. Tankdeckel und Pumphebel sind in unterschiedlichen Farben für unterschiedliche Einsatzzwecke beziehungsweise Reinigungsmittel erhältlich. Das System ist für Wischbezüge verschiedener Linien geeignet. Dazu gehört die Tri-Reihe. Die Mikrofasermopps werden an einer Seite an einem speziellen Halter (Trilogy-System) befestigt und können beidseitig benutzt werden. Es gibt sie in zahlreichen Ausführungen. Dazu gehören ein Mopp für glatte Bodenbeläge (Tri wet), der es nach Unternehmensangaben auf eine Flächenleistung von rund 35 Quadratmetern bringt, eine Variante mit höherer mechanischer Reinigungswirkung (Tri wet safe) zum Beispiel für Bereiche mit angetrockneten oder anderen hartnäckigen Verschmutzungen und ein Wischbezug mit eingezogener Membran (Tri plus) für zweistufiges Wischen. Die eine Seite wird fürs Nasswischen genutzt, die andere Seite fürs Nachtrocknen.
Neu bei Meiko Textil: Universal-Reinigungskissen aus Mikrofaser und Polypropylen-Borsten als Alternative zum Scheuerschwamm – vor allem auch in hygienesensiblen Bereichen. Durch seine handliche Form und die innenliegenden Nähte dringt das Kissen bis in die Ecken vor und säubert auch schwer zugängliche Kanten. Es ist in fünf Ausführungen erhältlich und ohne weiteres Equipment einsetzbar. Die Reinigungskissen können bei bis zu 95 °C gewaschen und wiederverwendet werden. Gut an kam auch der Mikrofaserborstenmopp SaniCorrect. Er reinigt tiefenwirksam und löst gleichzeitig hartnäckige Verschmutzungen. Der Wischbezug in der Signalfarbe Rot, waschbar bei bis zu 95 °C, ist für Sanitärbereiche auch mit hohen Anforderungen an die Trittsicherheit geeignet. Ebenfalls gezeigt wurde das nach HACCP konzipierte Reinigungswagenkonzept Care-Car-Med-System. Der Wagen kann flexibel zusammengestellt werden. Mit bis zu vier farblich sortierten Sechs-Liter-Eimern und zwei oder vier Schubfächern (wahlweise mit Dosiersieb) ist er auch für die Aufbereitung von Mopps und Tüchern geeignet. Der verstärkte Doppelhalterahmen bietet Platz für zwei Müllbeutel. Der Wagen kann mit abschließbarer Safetybox zur Aufbewahrung sicherheitsrelevanter Stoffe ausgestattet werden.
CWS-boco zeigte ein neues Duftsystem („Paradise Air Bar“). Die neun neuen Duftvarianten neutralisieren unschöne Gerüche. Der Duft wird per Verdunstungssystem in den Raum getragen, nicht gesprüht. Im Inneren des Spenders ist Platz für zwei Duftkartuschen. Ist eine aufgebraucht, findet ein automatischer Wechsel zur nächsten statt. Die Intensität kann individuell eingestellt werden. Darüber hinaus wurden textile Serviceleistungen im Mietservice vorgestellt. CWS-boco versorgt Pflegeeinrichtungen mit Berufsbekleidung und Flachwäsche sowie Bewohner- und Patientenwäsche. Die gebrauchten Textilien werden beim Kunden abgeholt, aufbereitet, geprüft, bei Bedarf repariert und wieder angeliefert.
Eine Neuheit bei Bardusch: der Mopp ClaraClean 2.0 von Avet, der im Mietsystem erhältlich ist. Der mit umweltfreundlichen Reinigungstensiden ausgerüstete Mikrofasermopp reduziert die Rüstzeit um bis zu 50 Prozent. Die Reinigungschemie wird durch Befeuchtung mit Wasser aus einem integrierten Dosiersystem aktiviert. Der Mopp hat eine Reinigungsleistung von bis zu 80 Quadratmetern. Im Mietservice holt Bardusch die benutzten Wischbezüge ab, reinigt sie, bereitet sie auf und liefert sie wieder an. Gleiches gilt für Stationswäsche, Bewohnerwäsche und Berufsbekleidung. Die Textilien werden in den Wäschereien des Unternehmens nach den vorgeschriebenen Hygienerichtlinien gepflegt und bearbeitet. Die persönliche Bewohnerwäsche wird zusätzlich für jeden Bewohner sortiert. Jedes Wäschestück wird mit einem Matrixcode versehen, der auch textilpflegespezifische Informationen für die sachgerechte Aufbereitung und Pflege enthält.
Bei Uzin Utz waren Boden-, Abdichtungs- und Estrichlösungen speziell für den Gesundheitsbereich zu sehen. Dazu gehören Lösungen zur Sanierung von Bodenbelägen auch im laufenden Betrieb (Sigan). Zudem wurden eine Möglichkeit zur Bodenschnellrenovierung mit Trittschallverbesserung (Uzin RenoTop Plus) und ein Langzeitschutz für elastische Bodenbeläge (Permanentversiegelung RZ Turbo Protect Plus) gezeigt. Mit dem RZ-Refresher gibt es zudem ein Mittel zum Retuschieren von Kratzern in Belägen mit werksseitiger Polyurethanvergütung.
Mit einem System zur effizienten Bestellabwicklung präsentierte sich die Fachgroßhandelsgruppe Igefa. Icos care ist eine von mehreren Branchenlösungen aus der Familie der Icos-Bestellsysteme. Damit kann der Inkontinenz- und Pflegemittelbedarf ermittelt werden. Mit dem Basissystem Icos lässt sich der gesamte weitere Bedarf decken. Außerdem waren ein System zur Erleichterung der Pflegedokumentation sowie neu konzipierte Produkte für die Inkontinenz- und Pflegeversorgung zu sehen. Dazu gehört die Pflegeserie HydroVital Premium, die auf die besonderen Bedürfnisse reifer, empfindlicher und trockener Haut eingeht. Ein weiteres Thema waren Optimierungsmöglichkeiten bei der Versorgung mit Inkontinenz- und Pflegeprodukten. Dabei spielt zum Beispiel die individuelle Anpassung der Wechselrhythmen eine Rolle.
„Complete Care“ war das Schlagwort am Stand der Handelsgruppe GVS. Im Mittelpunkt standen komplette Produkt- und Servicelösungen. Unter anderem wurde die hauseigene Premiummarke Sensilind Complete Care (Inkocare- und Bodycare-Produkte) vorgestellt. Auch die Marke Tapira (Waschraum- und Papierhygiene) wurde präsentiert. Das GVS-Team erklärte Produkte, Dienstleistungen und Anwendungen – zum Beispiel das Software-Modul „GVS Inkocaremanagement“, ein Versorgungsprogramm für das tägliche Stationsmanagement, und informierte über Feinlogistik, innovatives Objektmanagement und bundesweite Schulungsangebote. Auch langjährige Lieferanten zeigten am Stand Flagge. Premiumpartner wie Kimberly Clark und Tana waren mit eigenen Mitarbeitern vor Ort.
Heike Holland | heike.holland@holzmann-medien.de