Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich will angesichts der Ergebnisse des DGB-Ausbildungsreports den Nachwuchs durch Digitalisierung noch mehr für das Gebäudereiniger-Handwerk begeistern.
Viele Auszubildende sehen sich durch ihre Berufsausbildung nur unzureichend auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet. Das belegen Zahlen des neuen Ausbildungsreports der DGB-Jugend . Zwar geben rund 80 Prozent der Befragten an, dass Digitalisierung und Automatisierung in ihrer Ausbildung wichtig oder sehr wichtig sind. Doch nur 54 Prozent der Jugendlichen sehen sich während ihrer Ausbildung gezielt darauf vorbereitet, digitale Technologien auch zu nutzen. Mit der Dauer der Ausbildung sinken diese Werte sogar noch. Während im ersten Lehrjahr noch mehr als drei Viertel (75,3 Prozent) der Auszubildenden optimistisch sind, was ihre die Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt angeht, sind es kurz vor der Abschlussprüfung nur noch 60 Prozent (60,4 Prozent).
Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich will angesichts der Ergebnisse des DGB-Ausbildungsreport den Nachwuchs durch Digitalisierung noch mehr für Gebäudereiniger-Handwerk begeistern . Er erklärte: „Eine Kernbotschaft des DGB-Reports ist es, dass sich mehr Azubis wünschen, fit für Digitalisierung und Automatisierung gemacht zu werden. In unserem Handwerk ist zum 1. August 2019 nach 20 Jahren eine neue Ausbildungsverordnung in Kraft getreten. Zu den Neuerungen der dreijährigen Gesellenausbildung gehört, dass der Umgang mit digitalen Medien deutlich mehr Raum im Rahmenlehrplan einnimmt. Automation, Sensorik oder Robotik machen die Arbeit in der Reinigung nicht nur leichter, sondern gerade für junge, technikaffine Zielgruppen attraktiver. Es ist wünschenswert, den Nachwuchs durch Digitalisierung und Technisierung noch mehr für unser Handwerk zu begeistern und – im Handwerk angekommen – langfristig zu binden.“
Dietrich sieht in der Digitalisierung, die in den Betrieben zu Veränderungen führt, für alle Seiten eine große Chance. Moderne betriebliche Fort- und Weiterbildung, lebenslanges Lernen und Training-on-the-job für die Beschäftigten würden an Relevanz zunehmen.
