Keine Chance für Flusen Mit Reinigungsautomaten gegen tückische Staubexplosionen

Bei der Produktion von Textilien fallen unzählige Flusen an, die Gefahr einer Staubexplosion kann nur durch regelmäßige Reinigung verhindert werden. Positiver Nebeneffekt: Die Atemorgane der Mitarbeiter werden weniger belastet – und die Motivation steigt.

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    © IP Gansow
    Sauber hat Vorfahrt: Jeder Mitarbeiter benutzt die Titan 142 BF 82 eigen verantwortlich.
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    Hochwertiger Sauberkeitsstandard: Auch wenn es durchs Nadelöhr geht, gibt‘s kein Problem dank kompakter Bauweise.
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    Gefährlicher Staub: Flusenflug, Staub und Feinstaub müssen regelmäßig beseitigt werden, um die Gefahr einer Staubexplosion mit anschließendem Brand zu bannen.

Mit Reinigungsautomaten gegen tückische Staubexplosionen

-Wenn eine Scheuersaugmaschine nach vier Jahren intensiver Nutzung noch wie neu aussieht, kann man zwei Schlussfolgerungen ziehen: Ihre Leistung stimmt und die Mitarbeiter fühlen sich für ihr Arbeitsgerät verantwortlich. Beim Textildienstleister Mewa ist besonders bemerkenswert, dass es nicht nur einen ausgesuchten Maschinenbediener gibt.

In diesem Unternehmen ist jeder Mitarbeiter für seinen sauberen Arbeitsplatz verantwortlich und nutzt bei Bedarf die Scheuersaugmaschine. Während die eine Scheuersaugmaschine in der Textilweberei zum Einsatz kommt, bewährt sich eine zweite im Logistikbereich. „Wir wollen, dass sich unsere Mitarbeiter wohl fühlen“, erklärt der Logistikleiter der Mewa Textil-Service AG & Co. OHG am Standort Immenhausen, Ralf Weifenbach.

Helle Fußböden und farbige Wände in allen Bereichen der Produktion und der Logistik sorgen für einen freundlichen Gesamteindruck, der sich nicht nur positiv auf die Motivation der Angestellten auswirkt, sondern auch bei den Geschäftskunden gut ankommt. „Wir weben hier nicht nur für den ganzen Konzern textile Reinigungstücher, sondern betreiben am Standort, das ist einmalig im gesamten Unternehmen, ein Handelsgeschäft mit Arbeitsschutzartikeln.“

Auf der Werteskala des 100-jährigen Familienunternehmens steht Sauberkeit ganz oben. „Wir liefern in alle Branchen saubere Reinigungstücher und saubere Berufsbekleidung. Und diesen Anspruch an Sauberkeit müssen wir auch in allen Bereichen selbst leben“, verdeutlicht der Produktionsmeister, Martin Waldeck. „Wir verkaufen Sauberkeit und stellen deshalb höchste Ansprüche an uns und unsere Produkte.“ Am Standort in Immenhausen sind zurzeit ungefähr 83 Mitarbeiter tätig. Davon entfallen auf die Produktion rund 35, auf den Logistikbereich ungefähr 25 sowie auf die Verwaltung 16. Neben der Weberei befindet sich vor Ort das Prüflabor mit weiteren sieben Beschäftigten, ein Zentrallager sowie seit dem Jahr 2001 ein großes Distributionszentrum.

In der Produktion und im Distributionszentrum kommen zwei Scheuersaugmaschinen Titan 142 BF 82 aus der Produktionslinie „Premium Line“ von IPC Gansow zum Einsatz. Die Maschine in der Weberei ist mit Treibteller und Pad ausgestattet, an der zweiten Maschine in der Distribution kommen aufgrund der Fußbodenarten vor Ort weiche Bürsten zum Einsatz. „Wir waren mit der Reinigungsleistung der Aufsitzmaschine im Bereich der Logistik beziehungsweise Distribution so zufrieden, dass wir uns entschieden haben, eine zweite für die Produktion zu erwerben“, blickt der Disponent Christian Fedele zurück. Während die eine Maschine seit gut vier Jahren ihre Leistungsfähigkeit beweist, ist die andere seit knapp zwei Jahren in Betrieb. Beide Maschinen sind in Deutschland in Manufaktur hergestellt, der Hersteller gewährt drei Jahre Garantie weltweit. Die Maschinen sind wartungsfreundlich und dank des stabilen korrosionsgeschützten Chassis besonders für Heavy-duty-Einsätze geeignet.

Von der Weberei bis zum Lager

Auf einer Fläche von ungefähr je 6.000 m² kommen die kompakten Scheuersaugmaschinen täglich zum Einsatz. Epoxidharzboden in der Distribution und Magnesitfußboden in der Weberei stellen unterschiedliche Ansprüche an die Reinigungstechnik. Beide Beläge sind hell, die schonend mit Pad beziehungsweise besonders weichen Bürsten bis in die Tiefe gesäubert werden. „Wir haben drei Mitarbeiter in der Weberei, die im Schichtbetrieb unter anderem für generelle Reinigungsaufgaben im Außen- und Innenbereich und für Instandhaltungsaufgaben zuständig sind“, erläutert Martin Waldeck. „Sie fahren die großen Flächen mit den Reinigungsmaschinen ab, ansonsten benutzt jeder Mitarbeiter eigenverantwortlich die Maschinen, um akute Verschmutzungen sofort zu beseitigen und seinen Arbeitsplatz sauber zu halten.“

Bei der Auslieferung haben nicht alle Mitarbeiter an einer Einweisung teilgenommen. Da die Maschinen einfach und leicht zu bedienen sind und die Funktionen sich von selbst erklären, war dies auch nicht unbedingt nötig. Die geschulten Mitarbeiter geben ihre Erfahrungen weiter, so dass der Kenntnisstand heute bei allen gleich ist. Gegenseitige Hilfe bei Problemen ist selbstverständlich. Jeder Nutzer hinterlässt die Maschine in einem ordnungsgemäßen Zustand. „Das hat von Anfang an reibungslos funktioniert“, bestätigt Christian Fedele. „So wie sie ihre Arbeitszeiten und Urlaubsplanung generell selbst organisieren, fühlen sich unsere Mitarbeiter auch für ihre Arbeitsgeräte in hohem Maße verantwortlich.“

Kampf dem Feuer

Der Schmutzanfall speziell in der Weberei ist beträchtlich. „Naturgemäß fallen beim Weben der textilen Putztücher viele Flusen an“, berichtet Martin Waldeck. „Pro Sekunde fertigen wir fünf neue Tücher. Das macht 90 Millionen Stück im Jahr!“ Alle Webmaschinen sind zwar entsprechend ausgerüstet, um den Flusenflug möglichst frühzeitig in die richtigen Bahnen zu lenken beziehungsweise abzusaugen. Aber trotzdem fällt noch sehr viel feiner und feinster Staub an, der regelmäßig beseitigt werden muss, um die Gefahr einer Staubexplosion mit einem nachfolgenden Brand zu bannen. Das frühzeitige Entfernen der Flusen hat darüber hinaus auch positive Auswirkungen auf das gesamte Arbeitsumfeld: Atemorgane werden nicht unnötig belastet, was ein wichtiger Aspekt für den Arbeitsschutz ist. Die saubere Umgebung wirkt sich zudem motivationsfördernd auf die Mitarbeitern aus.

In der Distributionshalle fällt dagegen der übliche Schmutz bei der Verladung von Produkten an. Durch die Eingangstore wehen Staub und Blätter ins Innere der Halle. Beim Ein- und Ausladen fällt Staub an, der sich auf den Paletten ablagert und über die Hubwagen ins Gebäudeinnere getragen wird. Hinzu kommen die witterungsbedingten Verschmutzungen, die durch die Lkws in die Hallen gelangen. Reifenabrieb durch den Gabelstaplerverkehr sowie Holzstückchen, die von den Paletten absplittern, sind weitere Verschmutzungsarten. „Zwar setzen wir Fußmatten ein, aber trotzdem können wir nicht verhindern, dass Schmutz nach innen getragen wird“, erläutert Ralf Weifenbach. „Speziell am Warenein- und -ausgang ist die Reinigungsmaschine daher öfter – an manchen Tagen bis zu fünfmal – im Einsatz. Hinzu kommen die Wege, die oft begangen oder befahren werden, hier findet unter anderem der Palettentransport statt. Wir arbeiten grundsätzlich nach konkretem Bedarf, versuchen aber Schmutz und Staub so frühzeitig wie möglich zu fixieren, um den guten Gesamteindruck zu erhalten.“

Die Gänge in der Distribution sind relativ schmal – die geringen Abmessungen der Reinigungsmaschine fallen hier besonders positiv auf. Bei einer Breite von lediglich 820 mm kommt sie problemlos an alle Stellen zwischen den engen Hochregalgängen. „Besonders vorteilhaft sind die Sauglippen, die von vier Seiten genutzt werden können, ehe sie ausgetauscht werden müssen. Gerade auf diese kleinen Details kommt es aus unserer Sicht an“, so Ralf Weifenbach. Der spezielle Saugfuß garantiert, dass die Saugflotte sofort wieder vom Boden aufgenommen wird. Das schont Mensch und Maschine, weil die Rutschgefahr komplett gebannt wird. „Unsere Flurförderzeuge können die gereinigte Fläche sofort wieder gefahrlos befahren“, berichtet er aus seinem Erfahrungsschatz.

Täglich im Einsatz

Früher haben Produktion und Logistik eine Reinigungsmaschine gemeinsam genutzt. Die Entscheidung, eine zweite kompakte Scheuersaugmaschine anzuschaffen, fiel nach den guten Erfahrungen nicht schwer. „Die Maschinen sind jeden Tag stundenlang im Einsatz. Leistung und Handling stimmen, so dass wir die Investition nicht bereut haben“, bilanziert Christian Fedele abschließend.

Presseagentur Schwarz | peter.hartmann@holzmannverlag.de