„Let’s Party“ hieß es für 20 Junggesellen der Landesinnung Niedersachsen. Im bekannten Jazz Club Hannover, in dem sonst schon mal Weltstars auftreten, gab’s – garniert mit Sommer-Sounds und richtungweisenden Reimen – die langersehnte Freisprechung. Nach drei Jahren Ausbildung und manchem Schweißtropfen bei den abschließenden Prüfungen war Feiern angesagt, bevor bei einigen Absolventen die nächsten Schritte auf der Karriereleiter anstehen könnten. Denn mit einer Weiterbildung im Bildungswerk Niedersachsen der Gebäudereiniger (BWNG) sind Meistertitel nicht weit weg. Im BWNG gibt es zahlreiche Seminar-Angebote, die für das Berufsleben bis zur Selbstständigkeit wertvoll sind.
Das betonte auch Lehrlingswartin Marion Presek-Haster in ihrer Festrede, die sie ansonsten in lockere Reime verpackte. Da hieß es unter anderem: „Ihr wisst alles über Mäuse, Schaben, Ratten, … Lino, PVC und Gummimatten … Twistern, Garnpad, Desinfektion, … Vertikutieren und Sprühextraktion. Eure Leistungen waren toll, manchmal sogar wundervoll. Eure Prüfer waren begeistert, was Ihr unter Schweiß gemeistert.“
Da gab es viele anerkennende Lacher. Auch bei Klaus-Dieter Voigt (Albert Schröter Gebäudereinigung, Hildesheim). Er bekam den Goldenen Meisterbrief und stellte fest: „Auch wenn sich in den letzten Jahrzehnten so viel verändert hat, ich würde den Beruf wieder wählen.“
Nach dem offiziellen Teil wurde bei Buffet und Getränken ausgiebig gefeiert, begleitet von Klängen durch Nachwuchskünstlerin Sina-Mareike und ihre Band. NDR-Moderator Andreas Kuhnt prüfte in kleinen, nicht ganz ernstzunehmenden Spielen zu Detachur, Mischungsverhältnissen oder Gefahrenzeichen nochmals die theoretischen und praktischen Fähigkeiten der Absolventen. Sandra Walz und Svenja Falk überzeugten dabei vor allem durch Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein. Die Bilanz vom Radio-Mann: „Die Innung kann stolz sein: Alle Gesellinnen und Gesellen sind ganz eigene Persönlichkeiten, mit viel Biss und Engagement, die sich in ihrem vielseitigen Beruf wohl fühlen. So soll es weitergehen.“