Reinigung im Kommissionier- und Verladebereich Mit Flüstereinstellung unterwegs

Meinl, Hersteller von Perkussionsinstrumenten und Schlagzeugbecken, vertreibt seit Jahrzehnten auch Musikinstrumente anderer namhafter Hersteller. Den Kommissionier- und Verladebereich hält eine kompakte Aufsitz-Scheuersaugmaschine im täglichen Einsatz sauber.

„Die Maschine ist leicht zu bedienen und reinigt sehr gründlich“, sagt Tony Shaffer, der für die Sauberkeit verantwortlich ist. - © Kärcher

Mit Flüstereinstellung unterwegs

- 1951 gründete Roland Meinl im mittelfränkischen Neustadt an der Aisch einen Betrieb zur Herstellung von Blasinstrumenten. Bald kam die Produktion von Schlagzeugbecken (Cymbals) hinzu, und bereits Anfang der 60er Jahre begann der Export. Später wurde das Sortiment um Musikinstrumente anderer namhafter Hersteller erweitert, das Unternehmen entwickelte sich zu einem der führenden Großhändler. Auch bei der Instrumentenherstellung baute Meinl sein Angebot aus: Ab 1978 wurden Fertigungsstätten im Ausland errichtet, in denen traditionelle Perkussionsinstrumente und Schlagzeugbecken gebaut werden. 2007 eröffnete Meinl ein modernes Logistikzentrum. Auf 4 ha wurden ein vollautomatisches Hochregallager und ein automatisches Kleinteilelager errichtet, dazu ein zweigeschossiges Kommissioniergebäude, in dem Sendungen zusammengestellt und Warenein- und -ausgang abgewickelt werden.

Sauber kommissionieren

Da die Lager im Alltagsbetrieb nicht begangen werden müssen, fällt wenig Schmutz an. Anders sieht es im Kommissionier- und Verladebereich aus. Hier tragen Mitarbeiter und Lasterfahrer Schmutz von draußen herein, bei der Handhabung von Paletten und Verpackungen rieselt und krümelt es schon einmal, Stapler hinterlassen ihre Spuren auf dem Hallenboden.

Die Reinigung erledigt effizient die Aufsitz-Scheuersaugmaschine B 90 R von Kärcher. Insbesondere nach Abholung bestellter Ware rund fünf vollgepackte Container verlassen jede Woche den Lagerkomplex wird der Hallenboden gründlich sauber gemacht. Vor der maschinellen Reinigung wird grober Schmutz eingesammelt, zum Beispiel bürstengefährdende Packbänder, Kartonagen oder Folien sowie Palettenbruch, kurz: alles, was die Scheuersaugmaschine nicht aufnehmen kann. Dann tritt die B 90 R zur Nassreinigung an. Die nur 80 cm breite und 145 cm lange Maschine durchfährt problemlos die schmalen Durchgänge zwischen den Rollenförderern und reinigt randnah bis zu den Paletten und Gitterboxen. Mit einem Wendekreis von 1,60 m lässt sie sich fast auf der Stelle drehen. Dank des Bürstenkopfes mit 75 cm breiten Walzenbürsten sind auch große Flächen, etwa die Stellbereiche der Container, rasch abgefahren. „Die Maschine ist leicht zu bedienen und reinigt sehr gründlich“, sagt Tony Shaffer, der für die ständige Sauberkeit der gesamten Fläche verantwortlich ist. „Außerdem sparen wir Zeit, weil wir dank eingebauter Kehrlade in einem Arbeitsgang kehren und saugen können.“

Mit der patentierten Sonderausstattung „Fact“ kann der Fahrer die Drehgeschwindigkeit der Walzenbürsten in drei Stufen dem Verschmutzungsgrad und der Bodenbeschaffenheit anpassen. „Wir fahren die Maschine meistens mit der Einstellung ‚Whisper-Clean‘, da läuft die Bürste nur mit knapp 800 Touren“, meint Artur Dechant, Leiter Einkauf und Logistik, „bei uns reicht das in der Regel aus, und die Maschine ist dann angenehm leise und verbraucht weniger Energie.“ Bei Staplerspuren und anderen hartnäckigen Verschmutzungen wird bei höheren Drehzahlen gearbeitet und der Bürstenanpressdruck verstärkt.

Je 90 l Frisch- und Schmutzwasser fasst das Tank-in-Tank-System. Dank „Dose“-Ausstattung werden ganz nach Bedarf zwischen 0,5 bis zu 3,0 Prozent Reinigungsmittel dem Wasser zudosiert, um sofort auf unterschiedliche Bodenverschmutzungen zu reagieren. Die Reinigungsflotte wird im gleichen Arbeitsgang wieder abgesaugt, ein Schwimmer stoppt die Absaugung, wenn der Schmutzwassertank voll ist. Je nach Schmutz- oder Flottenanfall kann die Saugleistung variiert werden. Praktisch: Das neue Bürstensystem erlaubt den raschen werkzeuglosen Wechsel zwischen verschiedenen Walzen- oder Scheibenbürsten in verschiedenen Arbeitsbreiten (55 bis 75 cm) und Härtegraden.

Peter Wiehl | markus.targiel@holzmannverlag.de