Miele steigert Umsatz um 4,3 Prozent

Der Hausgerätehersteller Miele (Gütersloh) hat im vergangenen Geschäftsjahr 4,1 Milliarden Umsatz erzielt – 167 Millionen mehr als im Geschäftsjahr zuvor. Das entspricht einem Plus von 4,3 Prozent.

Die Miele-Geschäftsleitung (v.li.): Dr. Stefan Breit (Technik), Dr. Markus Miele (geschäftsführender Gesellschafter), Olaf Bartsch (Finanzen und Hauptverwaltung), Dr. Reinhard Zinkann (geschäftsführender Gesellschafter) unf Dr. Axel Kniehl (Marketing und Vertrieb). - © Miele

91 Millionen Euro des Zuwachses stammen von der italienischen Medizintechnik-Tochter Steelco, die erstmals in die Konzernrechnung einbezogen wurde. Der Geschäftsbereich Professional trug 593 Millionen Euro zum Umsatz bei – 21,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor (ohne Steelco: plus 2,9 Prozent).

In Deutschland erzielte Miele 1,21 Milliarden Euro Umsatz (plus 2,4 Prozent). Der Anteil des außerhalb Deutschlands erzielten Umsatzes lag bei 70,6 Prozent (Vorjahr: 70,0 Prozent).Vor allem in China stieg der Umsatz nach Unternehmensangaben deutlich.

Überproportionales Wachstum habe es auch in Märkten wie Kanada, Österreich und Russland gegeben. Die USA und Australien – für Miele die umsatzstärksten Märkte nach Deutschland – haben in ihren Landeswährungen nach Unternehmensangaben ein zufriedenstellendes Plus erzielt.

Derzeit unterhält Miele acht Produktionsstandorte in Deutschland sowie je ein Werk in Österreich, Tschechien, China und Rumänien. In Polen soll ein zweites Waschmaschinenwerk gebaut werden. Parallel dazu soll der Standort Gütersloh weiter gestärkt werden: als Produktionsstätte für Mittel- und Oberklassemodelle, Kleingewerbegeräte und Waschtrockner sowie als Leitwerk der Wäschepflegesparte mit dann drei Standorten. Der Produktionsstart im neuen Werk ist für Anfang 2020 geplant.

272 Millionen Euro hat Miele im Geschäftsjahr 2017/18 investiert – 47 Millionen Euro (plus 20 Prozent) mehr als im Vorjahr. Rund zwei Drittel flossen in die Entwicklung neuer Geräte sowie in Ausbau, Umrüstung und Modernisierung des internationalen Produktionsverbunds. Am Hauptsitz schlugen insbesondere das Domizil für den neuen Geschäftsbereich Smart Home mit zusätzlichen Büro- und Laborflächen sowie der Neubau der Werkfeuerwache und eine Kita zu Buche.

Zum Stichtag 30. Juni 2018 beschäftigte Miele 20.098 Mitarbeiter (einschließlich Steelco mit 560 Beschäftigten). In Deutschland waren es 11.225 Mitarbeiter (plus 3,1 Prozent). Bei der erstmaligen Teilnahme am Benchmark-Projekt Great Place To Work belegte das Unternehmen den ersten Platz unter den Arbeitgebern mit mehr als 5.000 Beschäftigten. Für die auf Chancengleichheit ausgerichtete Personalpolitik erhielt Miele darüber hinaus das Prädikat „Total E-Quality“. / HH