Gebäudereiniger-Innung Nordbayern Marcus Pinsel ist neuer Obermeister

Marcus Pinsel ist neuer Obermeister

-Die nordbayerischen Gebäudereiniger haben einen neuen Obermeister. Auf ihrer diesjährigen Versammlung wählten die Mitglieder den Erlanger Unternehmer Marcus Pinsel (Die Saubermacher) zum Nachfolger von Johannes Düsel, der aus privaten Gründen nach sechs Jahren das Amt in neue Hände gegeben hat. Marcus Pinsel ist längst kein Unbekannter in der Branche. Seit vielen Jahren ist er als Lehrlingswart im Vorstand aktiv und hat sich in der Qualifizierung des Berufsnachwuchses verdient gemacht.

Als stellvertretenden Obermeister wählten die Innungsmitglieder Karlheinz Rohrwild von der Nürnberger Dorfner Gruppe, neuer Lehrlingswart ist Peter Brückner (Rundum-Gebäude-Service, Fürth). Komplettiert wird der neue Vorstand durch Erhard Heger (Blank, Bad Windsheim) sowie die beiden Beisitzer Madeleine Pinsel (Die Saubermacher, Erlangen) und Johannes Düsel (Düsel, Erlangen). „Unsere Hauptaufgabe wird es auch weiterhin sein, mit Vehemenz für die Weiterentwicklung und die Aufwertung unseres Berufsstandes zu kämpfen“, sagt Marcus Pinsel. Der kürzlich von dem Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly geäußerten Pauschalkritik – der Kommunalpolitiker hatte von katastrophalen Erfahrungen mit privaten Reinigungsunternehmen in Schulen gesprochen und sich für eine „Rekommunalisierung“ dieser Dienstleistungen ausgesprochen – erteilt der Obermeister eine klare Abfuhr. Pinsel: „Die Aussagen, dass die ‚kommunalisierte Reinigung‘ im Vergleich zu privaten Anbietern qualitativ hochwertiger und insgesamt wirtschaftlicher sei, sind völliger Unsinn. Gerade bei der Fremdvergabe von Reinigungsaufgaben werden zu erbringende Leistungen schon bei der Ausschreibung wesentlich genauer definiert und festgelegt, was ein effektives Controlling überhaupt erst ermöglicht. Beim Einsatz eigener kommunaler Reinigungstrupps wird oft auf eine flächenspezifische Ermittlung der benötigten Kräfte im Vorfeld verzichtet. Der vorhandene Personalstamm wird beschäftigt, wobei es auch zu unproduktiven Leistungen kommen kann, die ebenso mitbezahlt werden. Der höhere Zeitaufwand bedeutet daher keineswegs mehr Gründlichkeit. Schließlich ist das definierte Leistungsziel sowohl von internen wie von externen Kräften zu erbringen und in jedem Fall überprüfbar.“