Leitbetriebe Austria: Gemeinsam gegen Corona

Sieben Reinigungs- und Hygienedienstleister aus Österreich haben Handlungsanleitungen und Tipps zusammengestellt, wie sich durch diverse Maßnahmen das Risiko von Ansteckung und Weiterverbreitung von Covid-19 weiter verringern lässt.

Covid-19
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Die Marke „Leitbetriebe Austria“ zertifiziert seit 30 Jahren vorbildliche Unternehmen auf Basis eines umfassenden Qualifikationsverfahrens. Sie versteht sich als branchenübergreifendes Wirtschaftsnetzwerk, das serviceorientierte Unternehmen registriert und verbindet. Ziel ist es, eine umfassende neue Servicekultur zu etablieren und damit eine Win-Win-Situation für Unternehmen und deren Kunden zu schaffen. / GH

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    Waschraumhygiene
    © CWS
    Nach Aussage von CWS Hygiene, Spezialist für Waschraumhygiene und Berufskleidung, ist die geradezu verzweifelte Suche von Unternehmen und Privatleuten nach Desinfektionsmitteln weitestgehend überflüssig. Ausreichend Seife – am besten flüssig, also als Seife/Wasser-Gemisch – sowie Einmalhandtücher (Textil oder Papier) aus Spendersystemen seien in Verbindung mit einer Anleitung zum wirkungsvollen Händewaschen absolut ausreichend, um das Ansteckungsrisiko massiv zu senken. Der quantitative Effekt sei höher als der jeder zusätzlichen High-Tech-Maßnahme: Eine Erhöhung des Händehygienelevels vom Normalstandard von 20 Prozent auf 60 Prozent verringere die Infektionszahlen um zwei Drittel.
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    Desinfektionsmittelproduktion
    © Hagleitner Hygiene
    Hagleitner Hygiene, Produzent von Hände- und Flächendesinfektionsmitteln, ist nicht nur mit einer auf das Zwölffache gestiegenen Nachfrage konfrontiert, sondern muss auch ausfallende Angebote an Desinfektionsmitteln aus dem Ausland kompensieren. Dank umfangreicher Vorräte der bedeutsamen Rohstoffe Ethanol und Isopropanol sei die Produktion bis Ende April gesichert. Einen Engpass gebe es aber bei den Entnahmebehältern. Als Übergangslösung sei daher die Verwendung von Duschgelspendern für Desinfektionsmittel sinnvoll.
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    Reinigung von Flugzeugen
    © ISS Facility Services
    ISS Facility Services, Komplettanbieter für Gebäudedienstleistungen, ist unter anderem in der Reinigung von Flugzeugen tätig. Derzeit würden noch einige wenige Maschinen, die Österreicher aus dem Ausland heimholen, mithilfe sogenannter „Vernebler“ gereinigt. Neben Flugzeugkabinen habe der Einsatz von Verneblern auch bei der Dekontamination größerer Räumlichkeiten mit Akutfällen Priorität. Mit diesem Spezialverfahren lasse sich sicherstellen, dass sowohl die Luft als auch Oberflächen bis in die kleinsten Ritzen desinfiziert werden.
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    Wäschedienstleistungen
    © Salesianer
    Salesianer, tätig im Bereich Wäschedienstleistungen und Miettextilien, versorgt derzeit im Spitalswesen zusätzlich auch Gesundheitseinrichtungen, deren Einweglieferungen aus dem Ausland ausgeblieben sind, mit sterilen Mehrweg-OP-Textilien zur Aufrechterhaltung des OP-Betriebs. Allgemein gelte: Die wichtigste Präventionsmaßnahme im Umgang mit potentiell kontaminierten Textilien sind validierte, chemo-thermisch desinfizierende Waschverfahren. Temperaturen von mindestens 60 Grad Celsius und gelistete Waschmittel mit Peressigsäure garantieren eine desinfizierende Wirkung gegen Bakterien und Viren – auch gegen das Coronavirus. Weitere Schutzmaßnahmen zur Verhinderung von Kreuzkontamination seien eine strikte Trennung schmutziger von sauberer Wäsche sowie die regelmäßige Desinfektion aller Wäschecontainer und Transport-LKW.
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    Handel mit Schutzkleidung und Desinfektionsmittel
    © Sigron
    Laut Sigron Handel und Schulung ist derzeit kaum eine andere Branche für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens wichtiger als die Lieferanten von hygienerelevanten Produkten wie Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln. Sigron liefert aktuell trotz gravierender Lieferhindernisse (Exportsperren, Grenzkontrollen, Rohstoffmangel, Fahrermangel bei Logistikern...) täglich 200 Paletten an medizinische Einrichtungen und Reinigungsunternehmen und trägt damit dazu bei, die drastisch gestiegene Nachfrage zumindest zu einem wesentlichen Teil zu befriedigen.
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    Leeres Büro
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    Laut Reiwag Facility Services sind derzeit unzählige Büros aller Größenordnungen größtenteils oder komplett verwaist. Deswegen können zweifellos manche Standard-Reinigungsleistungen reduziert werden. Im Gegenzug sollte aber unbedingt vor dem Neustart eine Vollreinigung durchgeführt werden, die im Vollbetrieb von Büros sonst oft auch kaum möglich ist. Dazu gehören eine Desinfektion aller vertikalen und horizontalen Oberflächen sowie eine umfassende hygienische Reinigung aller Nasszellen. Sinnvoll seien darüber hinaus Zusatzmaßnahmen, die vor allem Signalwirkung für die zurückkehrenden Mitarbeiter haben wie zum Beispiel Vorhangreinigung. Auch dafür sei es empfehlenswert, diese Maßnahmen zeitgerecht zu setzen, da gegen Ende der Ausgangsbeschränkungen mit empfindlichen Kapazitätsengpässen bei den Reinigungsunternehmen zu rechnen sei.
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    Krankenhaus
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    Simacek Facility Management Group, der größte familiengeführte Betrieb Österreichs in der Gebäudebewirtschaftung, setzt für besonders sensible Bereiche wie einerseits Isolierstationen mit Akutfällen, andererseits Räumlichkeiten mit hoher oder stark wechselnder Nutzerfrequenz (z.B. Industrie, öffentliche Verkehrsmittel, öffentliche Gebäude …) besonders intensive Desinfektionsverfahren ein. Dabei werde durch die Kaltvernebelung von Aerosolen mit Wasserstoffperoxid, Triglosene Sodium NADCC oder Hydroxyessigsäure eine nahezu vollständige Dekontaminierung erreicht. Standardreinigungsleistungen in derzeit nicht oder schwach genutzten Betriebsräumlichkeiten werden mit Desinfektions- und Tiefenreinigung kombiniert.