Das Sport Stuttgart - eine echte Herausforderung für alle Kümmerer vor Ort

Die Anforderungen an einen Tagungs- und Veranstaltungsort sind vielfältig genug. Wenn dann auch noch Verwaltungsräume unterzubringen sind, wird es noch schwieriger. Das Objekt Sport Stuttgart erfüllt die Ansprüche aller ohne Kompromisse. Und fordert auch den Dienstleister in allen Belangen – er hat sich um vieles zu kümmern.

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    Schnell genug für große Flächen und klein genug für die Umgänge – das waren die Anforderungen an die Maschine im Sport Stuttgart.
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    Die Bodenflächen im Atrium und Umgang aus beschichtetem Beton werden zweimal wöchentlich mit Intensivreiniger bearbeitet.
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    Der Hallenboden aus Linoleum wird mit einem speziellen Reinigungsmittel für Sportböden gereinigt, um die erforderliche Trittsicherheit zu erreichen.
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    Oben Die Reinigung der Büros und Tagungsräume ist Aufgabe der Tagesfrauen.
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    Links Stellen sich gemeinsam der sportlichen Aufgabe (v.l.): Henrik Trenkel (Verkaufsleiter Columbus), Jürgen Staiger (Leiter DIW Esslingen), Natascha Stradinger (Marketing Columbus), Gerd Blank (Gebietsrepräsentant Columbus) und Jochen Sattler (Objektleiter DIW).
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    Das Sport Stuttgart – Tagungs- und Veranstaltungsort, vor allem aber Sitz von Sportbünden und Sportverbänden Baden-Württembergs.

Kümmerer vor Ort

-Das Sport Stuttgart ist ein sichtbares Zeichen für den Sport und die Sportförderung im Land. So Erwin Teufel, damaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, bei der Einweihung des Hauses im Jahr 2006.

Was ist das Besondere an diesem Objekt? „Drei Sportbünde und elf Sportverbände sind hier untergebracht. Dazu kommen Steuerberater, Anwaltskanzleien oder auch die REFA. Neben den Büroräumen der Mieter und Gebäudenutzer gibt es Veranstaltungs- und Konferenzräume, aber auch Sporthallen, Gymnastik- und Fitnessräume“, erklärt Jürgen Staiger, Leiter der DIW-Niederlassung Esslingen. Den Mittelpunkt des Gebäudes bildet das Atrium mit 1.000 m2 Grundfläche und 22 m Höhe. Ein Sport-, Tagungs- und Bildungszentrum also, großzügig gestaltet unter einem Dach und ideal gelegen im Sportpark Stuttgart, in Sichtweite zum Gottlieb-Daimler-Stadion. Dazu in anspruchsvoller und modernen Architektur und Gestaltung, gelungener Farbgebung – und nach Passivhausstandard geplant und errichtet.

Komplexe Aufgaben für den Dienstleister

Sportliche Herausforderung auch für den Dienstleister DIW, der hier seit Anfang 2008 für das technische, infrastrukturelle und kaufmännische Gebäudemanagement zuständig ist? Jürgen Staiger beantwortet die Frage schwäbisch: „Wir sind hier der Kümmerer, der dafür sorgt, dass das Gebäude so funktioniert, wie sich es die Nutzer, Mieter und Eigentümer wünschen und vorstellen.“
Das fängt an bei der täglichen Reinigung und reicht bis hin zu Hausmeisteraufgaben, der Wartung der haustechnischen Anlagen, der Außenanlagenpflege und bis zum Winterdienst. „Darüber hinaus sind wir auch für das kaufmännische Gebäudemanagement verantwortlich. Das heißt, wir sind für die Nebenkostenabrechnung und für die verursachergerechte Zuordnung der Kosten zuständig. Das ist eine echte Herausforderung, weil es in diesem Objekt viele Eigentümer, Mieter und Nutzer gibt. Denn die Komplexität der Kostenzuordnung ist hier sehr hoch. Man muss sich das vorstellen wie in einem großen Mietshaus.“ Und dann ergänzt Jürgen Staiger, „sorgen wir hier bei Veranstaltungen auch für den Auf- und Abbau. Wir helfen bei der Bestuhlung des Atriums oder helfen beim Aufbau von Podesten oder Bühnen zur Unterstützung der Sport-Event-Gesellschaft. Natürlich ist bei Bedarf die Reinigung nach der Veranstaltung bei dieser Servicedienstleistung eingeschlossen.“

Auftraggeber für die DIW ist die Wohnungseigentümergemeinschaft des Objektes – und das gilt natürlich auch für die Reinigungsdienstleistungen, die Objektleiter Jochen Sattler so umschreibt: „Zu den Reinigungsarbeiten, oder besser zu den infrastrukturellen Dienstleistungen, gehört die Pflege der Außenanlagen vom Rasen über Bäume bis hin zum Winterdienst. Bei der Unterhaltsreinigung sind wir im gesamten Gebäude beauftragt mit der Glasreinigung, der Reinigung der Büroflächen, der öffentlichen Bereiche, wie Atrium oder den Sporthallen. Natürlich erledigen wir auch die Reinigung in den Tagungsräumen und in den Sanitäranlagen.“

Gereinigt wird in den frühen Morgenstunden, also lange bevor die ersten Nutzer in das Objekt kommen, und dann nochmals am Abend. Jeweils drei Mitarbeiter der DIW sind dann im Einsatz. „Hinzu kommt ein Haustechniker“, erklärt Jochen Sattler.
Die größten Reinigungsflächen sind der Boden im Atrium und die Sporthalle, die mit variabler Bühne immerhin 185 Personen Platz bietet. Besonderheit der Sporthalle: Sie ist im dritten Stock des Sport Stuttgart untergebracht. „Zum Glück sind die Aufzüge hier im Objekt groß genug, um Reinigungsautomaten ohne Probleme umsetzen zu können“, zeigt sich Jochen Sattler erleichtert.
Dabei ist die Größe der Maschinen noch für eine andere Reinigungsaufgabe wichtig: Die Umgänge in den Obergeschossen werden zum Teil auch mit dem Automaten gereinigt. „Es galt also, eine Aufsitzmaschine zu finden, die schnell genug ist für große und freie Flächen wie das Atrium und die Sporthalle mit jeweils 1.000 m2. Und leicht und kompakt genug für die Reinigung der Umgänge und den Transport im Aufzug“, schildert Gerd Blank, Gebietsrepräsentant Columbus Reinigungsmaschinen, wesentliche Anforderungen an die Reinigungsmaschine. Der Dienstleister DIW entschied sich schließlich für den Aufsitzer ARA
80 BM 100 (Columbus), der neben den genannten Punkten auch die notwendige Tankkapazität, Arbeitsbreite und Wendigkeit mitbringt.

Mechanik statt Elektronik: Ein neuer Trend?

Außerdem sollte die Maschine robust und möglichst wenig anfällig für Störungen sein – nach Ansicht von Jochen Sattler ein weiteres Argument für den Aufsitzer: „Für uns als Dienstleister ist es absolut wichtig, dass eine Maschine zuverlässig Tag für Tag ihren Dienst tut. Ausfallzeiten und Stillstandzeiten kann sich niemand leisten. Vor diesem Hintergrund hat uns gut gefallen, dass bei dieser Maschinen viel Wert auf mechanische Bauteile gelegt und auf anfällige Elektronik verzichtet wurde.“ Gerd Blank ergänzt einige Details: „Wir haben bei dieser Maschine zum Beispiel die Saugbalkenanhebung, Bürstkopfanhebung oder -absenkung mit Mechanik gelöst. Die in vielen anderen Maschinen verbauten elektronischen Stellmotoren gibt es in dieser Maschine nicht, damit erreichen wir eine absolut sichere Funktionsweise. Ein Argument, das für immer mehr Dienstleister sehr wichtig ist.“

Ist das ein Trend oder nur eine kurzfristige Modeerscheinung? Henrik Trenkel, Verkaufsleiter Columbus Reinigungsmaschinen, glaubt, das sich diese Entwicklung verstärken wird: „Wir stehen da erst am Anfang, um nicht zu sagen, allein auf weiter Flur. Ich bin mir aber sicher, dass viele Mitbewerber, die noch ausschließlich auf Elektronik setzen, sich auch bald mehr und mehr der Mechanik zuwenden. Unsere Kunden, die Dienstleister, fordern dies und begrüßen diese Entwicklung.“ Eine Feststellung, die Objektleiter Jochen Sattler nochmals bestätigt: „Wir sehen darin verschiedene Vorteile. Die Maschinen sind, wie schon gesagt, weniger anfällig und wir können bei mechanischen Bauteilen leichter selbst einen Fehler beheben. Das gibt uns und unseren Mitarbeitern zusätzliche Sicherheit.“

Bodenreinigung in luftiger Höhe

Zurück zur Reinigung. Wie schon bei der Wahl des Automaten legt DIW auch bei der Chemie Wert auf größtmögliche Sicherheit. Jochen Sattler: „Wir haben hier in enger Zusammenarbeit mit unserem Chemielieferanten eine komplette Pflegeanleitung für das Objekt erstellt. So wissen unsere Mitarbeiter immer genau, was wo mit welchen Produkten zu reinigen ist.“

Für den Boden im Atrium und auf den Umgängen, einem epoxidharzbeschichteten Betonboden, heißt das, zweimal wöchentlich reinigen mit dem Intensivreiniger HC 43 (Buzil) und weichen Bürsten. „Das genügt völlig, der Schmutzeintrag ist hier im Objekt nicht so extrem, auch weil es im Eingang großzügige Sauberlaufzonen gibt“, macht Maschinenführer Joseph Hanel deutlich, während er das Atrium abfährt. In schwer zugänglichen Bereich, etwa in Türnischen, wird – wie in vielen anderen Objekten auch – manuell gereinigt. Praktisch findet Hanel in diesem Zusammenhang den Mopphalter am Heck seiner Reinigungsmaschine.

Sobald das Atrium gereinigt ist, geht es an die Umgänge, direkt vor den Büros der Sportverbände. Rein in den Aufzug, Maschinen nach oben und weiter geht’s – der Belag ist identisch mit dem im Atrium, Umrüstarbeiten sind also nicht notwendig. Bevor es an die Reinigung in der Sporthalle geht, ist der Wechsel der Reinigungsflotte allerdings unbedingt notwendig – die Maschine wird nun mit einem speziellen Reiniger (Corridor) für Sportboden aus Linoleum befüllt. Jochen Sattler: „So wichtig wie die Reinigungswirkung ist hier natürlich, dass das eingesetzte Produkt eine Zulassung für die Reinigung von Sportböden hat. Stellen Sie sich vor, ein Sportler verletzt sich und der Dienstleister hätte ein nicht zugelassenes Reinigungsmittel eingesetzt!“ Eine weitere Maßnahme vor der täglichen Sporthallenreinigung: Statt Bürsten kommen nun rote Pads unter die Maschine, um den Belag nicht zu schädigen.

Flexibilität setzt sich durch

So flexibel Sportler heute sind und sein müssen, so flexibel muss auch der Dienstleister im Sport Stuttgart sein. Offensichtlich hat DIW seinerzeit diese Anforderungen bereits bei der Ausschreibung überzeugend erfüllt. Nicht nur die Umsetzung der Reinigungsaufgabe, auch die Konzepte für das kaufmännische Gebäudemanagement und das Veranstaltungsmanagement haben die Auftraggeber überzeugt, wie sich Jürgen Staiger erinnert: „Gerade im Veranstaltungsmanagement konnten wir unsere Flexibilität unter Beweis stellen. Wir haben uns hier als kompetenter und flexibler Dienstleister präsentiert.“ Ganz so, wie es moderne Sportorganisationen erwarten.

Peter Hartmann | peter.hartmann@holzmannverlag.de