Konjunkturumfrage des BIV: Die Stimmung bleibt getrübt

Den Betrieben fehlt zusätzliches Personal, die Stimmung bleibt eingetrübt. Das hat die Frühjahrskonjunkturumfrage 2024 des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) ergeben.

Fokusthema der Frühjahrsumfrage 2024 des BIV war die Personalnot der Betriebe im Gebäudereiniger-Handwerk. - © Chopard Photography

Was die Geschäftserwartung für das Jahr 2024 betrifft, sind 24,6 Prozent (Herbstumfrage 2023: 24,7 Prozent) der 330 Unternehmen, die sich an der BIV-Umfrage beteiligt haben, positiv gestimmt. 47,4 Prozent (Herbst: 49,1 Prozent) erwarten gleichbleibende Geschäfte und 28 Prozent (Herbst: 26,2 Prozent) blicken mit negativen Erwartungen auf 2024. Die Stimmung der Unternehmen stagniert laut BIV auf dem Niveau der Herbstumfrage 2023.

Fokusthema der Umfrage war die zunehmende Personalnot der Betriebe. Mehrheitlich fehlt den Unternehmen zusätzliches Personal in einer Größenordnung von bis zu zehn Prozent. Dies gibt mehr als jeder zweite Gebäudedienstleister an (53,9 Prozent). Mehr als ein Fünftel (21,8 Prozent) beziffert den Personalbedarf auf bis zu 20 Prozent. Zehn Prozent der Unternehmen geben an, ihnen fehle Personal in einer Größenordnung von bis zu 30 Prozent. 10,9 Prozent sagen dagegen, sie seien nicht auf der Suche nach zusätzlichem Personal.

Fehlendes Personal heißt fehlendes Geschäft und fehlendes Wachstum. So beziffert fast die Hälfte der befragten Unternehmen (47,4 Prozent) den personalbedingten Umsatzverlust auf bis zu zehn Prozent. 21,2 Prozent geben Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent an. 22,8 Prozent können keinen Umsatzverlust erkennen oder diesen nicht beziffern.

Der steigende Personalmangel hat bei fast der Hälfte der befragten Unternehmen zur Folge, keine neuen Aufträge annehmen zu können: 45,3 Prozent geben an, sie müssten sehr häufig beziehungsweise häufig auf die Annahme neuer Kundenaufträge verzichten. Bei 28,6  Prozent ist dies gelegentlich der Fall. 26,1 Prozent machen diese Erfahrung selten bis nie.

78,4 Prozent der befragten Unternehmen halten es im Rahmen ihrer Personalsuche für sehr wichtig, wichtig beziehungsweise eher wichtig, auf Menschen aus der ganzen Welt sowie mit Migrations- und Fluchthintergrund zu setzen. 14 Prozent bezeichnen diesen Aspekt eher als unwichtig, 7,6 Prozent als unwichtig. "Wir sind die Branche der Chance - für alle! Unsere Zahlen untermauern, dass in unseren Betrieben Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz herrschen“, sagt Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich.

85,7 Prozent der befragten Unternehmen ist es seit Einführung des Bürgergelds zum Januar 2023 nicht gelungen, Menschen aus dem Bürgergeldbezug für eine Arbeit, eine Weiterbildung, Qualifizierung oder auch eine Ausbildung zu gewinnen. 9,4 Prozent konnten diese Frage nicht beantworten. 4,9 Prozent der Betriebe gaben an, Menschen aus dem Bürgergeld für die Gebäudereinigung gewonnen zu haben. /HH