Kötter hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 bekanntgegeben. Der Gruppenumsatz erreichte 540 Millionen Euro.
Die durchnittliche Wachstumsrate bezogen auf die letzten fünf Jahre beträgt 6,6 Prozent pro Jahr. Die Beschäftigtenzahl des Essener Unternehmens belief sich auf 18.500 Mitarbeiter. „Die nach einigen überproportionalen Wachstumsjahren zu verzeichnende Normalisierung hatte sich bereits im Vorjahr abgezeichnet. Sie ist notwendig, um unser gesundes wirtschaftliches Fundament dauerhaft zu sichern und unsere Strukturen zukunftsfest zu machen. Denn Wachstum ist kein Selbstzweck und gibt es bei uns nicht um jeden Preis“, kommentierte Verwaltungsrat Friedrich P. Kötter.
Eine „äußerst positive“ Entwicklung verzeichnete die Sparte Cleaning, die sowohl auf Neuaufträgen als auch auf Auftragserweiterungen basierte. Die Zahl der betreuten Kundenobjekte stieg um rund acht Prozent. Die Positionierung als „Qualitätsdienstleister und Branchenspezialist für das Gesundheitswesen, den Logistiksektor sowie Chemie und Pharma“ habe sich ausgezahlt. Gleichzeitig forcierte Kötter Cleaning die Digitalisierungsstrategie, etwa durch onlinegestützte Qualitätskontrollen.
Die Sparte Security verzeichnete Auftragserweiterungen bei Bestandskunden speziell in Industrie, Schiffbau und bei der öffentlichen Hand und sicherte sich Neuaufträge unter anderem im Messe- und Veranstaltungssektor. Zur Stärkung des Kerngeschäfts aus Sicherheitsdiensten und -technik trug zudem der Anschluss der Fürther Arndt-Gruppe bei. Gleichzeitig baute Kötter Security seine Smart Security Solutions aus. Eckpfeiler sind die Beteiligung an dem auf Video- und Cloudmanagement spezialisierten Schweizer Anbieter Morphean sowie die strategische Partnerschaft mit der F24 AG, Unternehmen für webbasierte Lösungen im Bereich Alarmierung und Krisenmanagement.
Die Sparte Personalservice habe ihre Position am Markt festigen können. Der Personaldienstleister bietet seinen Kunden unter anderem gewerbliches, technisches und kaufmännisches Fach- und Führungspersonal für die Abdeckung von Auftragsspitzen oder übernimmt beim „Onsite Management“ vor Ort die Steuerung der beim Kunden eingesetzten Zeitarbeitskräfte.
Verwaltungsrat Friedrich P. Kötter zeigte sich zuversichtlich für die Zukunft: „Als Familienunternehmen in dritter Generation bauen wir auf den Erfahrungen und Entscheidungen der Vergangenheit auf. Dabei sind uns als Kindern des Ruhrgebiets, geprägt vom Strukturwandel der ehemaligen Bergbauregion, zukunftsorientierte Veränderungen sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergegangen. Heißt: Wir leben den Wandel seit 85 Jahren – und werden dies auch in Zukunft tun! Im Mittelpunkt stehen die weitere Konzentration auf hochqualitative und wirtschaftlich nachhaltige Geschäftsfelder sowie der Ausbau unserer Smart Service Solutions. Auch wenn punktuelle Zukäufe immer eine Option sind, wollen wir auch in Zukunft primär organisch wachsen.“ /mjt