Die Düsseldorfer Klüh-Gruppe hat das Geschäftsjahr mit einem Minus von 1,5 Prozent abgeschlossen. Der Umsatz sank von rund 633,3 Millionen Euro auf 623,8 Millionen Euro. Als Hauptgründe nannte der Vorsitzende der Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage in Griechenland und Spanien.
Klüh: Im Ausland lief es nicht so gut
Der Umsatz im Ausland fiel von 208,8 auf 190,4 Millionen Euro (minus 8,8 Prozent). Auf dem deutschen Markt stieg der Umsatz hingegen on 424,6 auf 433,5 Millionen Euro (plus 2,1 Prozent.
Dabei gab es starke Wachstumsimpulse in den Bereichen Security, Personal Services und Facility Management. Das Geschäft mit Catering und Reinigung war nach Unternehmensangaben leicht rückläufig.
In diesen Bereichen dominiere ein aggressiver Preiswettbewerb, der in dieser Form von den Marktteilnehmern nicht mehr fortgesetzt werden könne. Klüh werde deshalb nicht jede Preisrunde mitgehen und setze stattdessen wie bisher auf Top-Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit, sagte Andreas Heinze, Vorsitzender der Geschäftsführung der Klüh-Gruppe, bei der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf.
Stichwort Nachhaltigkeit: Erstmals will Klüh im Jahr 2012 einen CSR-Report herausgeben, der die gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Verantwortung der Unternehmensgruppe beschreibt.
Umsatzmindernd habe sich im Geschäftsjahr 2011 auch ein Aktientausch in der Türkei bemerkbar gemacht: Der Multidienstleister hatte sich mittels eines Share-Deals von den bisherigen Minderheitsgesellschaftern getrennt. Die verbleibenden türkischen Gesellschaften sind nun 100-Prozent-Beteiligungen der Klüh-Gruppe. Infolgedessen entfiel nach Unternehmensangaben ein Umsatzanteil von acht Millionen Euro. Mit dieser neuen Gesellschaftsstruktur werde künftig die alleinige Führung der türkischen Landesgesellschaft sichergestellt, um die enormen Wachstumschancen am Bosporus ausschöpfen zu können.
International sorgten im vergangenen Jahr die Klüh-Unternehmen in China und den Emiraten für das stärkste Wachstum. In China stieg der Umsatz um 25 Prozent auf 24,54 Millionen Euro. Durch weiteres Engagement in Wachstumsmärkten wie der Türkei, Polen und Russland sieht sich Klüh bestens aufgestellt. Es sei ein strategisches Ziel, das komplette Leistungsportfolio international auszurollen.
Der Multidienstleister mit mehr als 42.000 Mitarbeitern ist heute – mit Ausnahme von Brasilien – in allen Zukunftsmärkten der Welt präsent: im arabischen Raum, in Russland und in Asien sowie in den wachstumsstärksten europäischen Ländern wie Polen und der Türkei. Die weltweite Expansion soll fortgesetzt werden.
Laut Andreas Heinze ist Klüh Service Management mit Neuaufträgen im zweistelligen Millionenbereich ins neue Geschäftsjahr gestartet. In München hat Klüh mit dem Management aller Kantinen für die 5.000 Mitarbeiter der Stadtwerke München einen Millionenauftrag erhalten. In Düsseldorf erhielt das Unternehmen den Zuschlag in siebenstelliger Höhe für die Betreuung der Sana-Kliniken.
In Abu Dhabi wurde ein Fünfjahresauftrag mit einem Gesamtvolumen in zweistelliger Millionenhöher für das Cleaning der staatlichen Universität der Vereinigten Arabischen Emirate, der Al-Ain University, gewonnen. In Rymanow, einem bekannten Kurort in Polen, wurde ein bedeutender Catering-Auftrag gesichert. Und in der Türkei gelang der Abschluss eines Multiservices-Vertrages mit der Kale-Group, Istanbul, einem der bedeutendsten türkischen Industrie-Konglomerate.