Klima schützen mit Akkus statt Verbrennungsmotoren

Eine der effektivsten Maßnahmen für Stadtteile, um hohe Emissionswerte zu senken, ist, den Einsatz von Verbrennungsmotoren in Kleingeräten und Maschinen zu verbieten. Gut, dass einige Geräte- und Maschinenhersteller über erprobte Systeme verfügen. Was deren Vorteile sind und welche Tipps beachtet werden sollten.

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    Der Lithium-Ionen-Akku hält bis zu dreimal länger als alte, schwere Bleiakkus. Im Schnellladevorgang können dies neuen Akkus in einer Stunde vollständig aufgeladen werden.
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    3 Die neue Motoren-Akku-Generation ist bereits in einigen Kehrmaschinen-, Rasenmäher- und Laubblasmodellen eingebaut worden.
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    2 Bei der Anschaffung von Akkusystemen sollte unbedingt auf die Mehrfachverwendungsmöglichkeit, also die Kompatibilität mit anderen Geräten, geachtet werden, um sich die Herstellerunabhängigkeit zu erhalten.
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    4 Sinnvoll wäre die Entwicklung eines europäischen standardisierten Akkusystems.
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    1 Der Maschinenstart per Knopfdruck erhöht den Bedienkomfort.

Die Klimaproblematik ist mittlerweile bei der Bevölkerung angekommen und das Verlangen nach konkreten Maßnahmen wird immer lauter. Somit müssen sich alle politischen Ebenen mit dem Thema und über Umsetzungsschritte Gedanken machen. Ein zielführender wichtiger Schritt ist die Nutzung von Maschinen mit Elektromotoren. Da die Spannungsversorgung nicht über Stromkabel sinnvoll beziehungsweise gar nicht möglich ist, müssen Energiespeichermedien genutzt werden. Viele Akkumodelle sind zwar auch nicht mit nachhaltig gewonnen Rohstoffen bestückt, aber die Entwicklung neuer umweltfreundlicherer Batterien läuft auf Hochtouren. Ein momentan oft genutzter Umsetzungsschritt der Lokalpolitik ist die Forderung, dass Verwaltungen und deren städtische Beteiligungen alle möglichen Maßnahmen im Klimaschutz umsetzen müssen. Eine der effektivsten Maßnahmen für Stadtteile mit hohen Emissionswerten ist, den Einsatz von Verbrennungsmotoren in Kleingeräten und Maschinen zu verbieten. Hier sollen die Betriebe der öffentlichen Hand eine Vorreiterrolle übernehmen und auf Dienstleister mit entsprechenden Vorgaben bei den Auftragsvergaben einwirken.

Schnellladevorgang nutzen

Gut, dass einige Geräte- und Maschinenhersteller vorausschauend entwickelt haben und über erprobte Systeme verfügen. Der Lithium-Ionen-Akku hält bis zu dreimal länger als alte, schwere Bleiakkus und im Schnellladevorgang können diese neuen Akkus in einer Stunde vollständig aufgeladen werden. Wenn arbeitsbedingt kein Normalladevorgang möglich ist, so kann ein Schnellladevorgang (zehn Minuten) durchführt werden.

Beispieldaten für den gängigen Motor Briggs & Stratton Powerhead 82 Li Series ( Mod P082B ):

  • Batterie-Optionen: 82V, 2Ah --- 82V, 4Ah --- 82V, 5Ah
  • Ladezeit für volle Batterieladung: 2Ah Batterie = 30 Minuten; 5Ah Batterie = 60 Minuten
  • Empfohlene Einsatztemperatur: 0° bis 49°C
  • Schallleistungspegel (2800 rpm): 85 dB(A)

Diese neue Motoren-Akku-Generation ist bereits in einigen Kehrmaschinen-, Rasenmähern- und Laubblasmodellen eingebaut worden. Diese Maschinen- und Gerätetechnik deckt einen wesentlichen Anteil bei Reinigungs- und Pflegearbeiten zu jeder Jahreszeit ab.

Ersatzakkus vorhalten

In Verbindung mit ausdauernden Motoren sind Laufzeiten von 0,5 bis 4 Stunden möglich. Da diese Zeiten immer noch weit hinter den Tankfüllungen mit Benzin beziehungsweise Benzin-Ölgemischen liegen, ist es empfehlenswert, Ersatzakkus vorzuhalten, um nicht immer den Schnellladevorgang durchführen zu müssen. Leider besteht immer noch das Problem mit den unterschiedlichen Akku-Systemen. Bei der Anschaffung sollte daher unbedingt auf die Mehrfachverwendungsmöglichkeit geachtet werden und dadurch eine Herstellerunabhängigkeit erhalten bleibt.

Damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt, sollte man beim Kauf auf kompatible Akkus achten. Der Verbrennungsmotorenhersteller Briggs & Stratton ist nun auch im Akku-Bereich unterwegs. Jeder Hersteller hat die Möglichkeit diesen Motor aufzubauen. Maschinen, beispielsweise mit einem Briggs & Stratton-Akkumotor, sind immer untereinander kompatibel.

Hoher Bedienkomfort

Trotz der zuvor genannten Nachteile sind die Bedienfreundlichkeit, der hohe Bedienkomfort und die sofort verfügbare Leistung positiv zu bewerten. Das lästige Anziehen der Motoren entfällt und alle Elektromoren sind kompakter, leichter, leise beziehungsweise kaum zu hören und vibrationsärmer. Einsätze in Nachtstunden und Mittagsruhephasen sind durchaus möglich, wenn die typischen Arbeitsgeräusche die beim Kehren, Rasenmähen und Laubblasen entstehen, akzeptiert werden.

Martin Steinigeweg | anna.rockenfeller@holzmann-medien.de