Kimberly-Clark stellt auf erneuerbare Energie um

Kimberly-Clark hat angekündigt, die Papierproduktion in seinem Koblenzer Werk bis zum Jahr 2029 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energie umzustellen – gefördert durch ein Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).

Luftansicht des Kimberly-Clark-Werks in Koblenz, in dem die B2B-Produkte hergestellt werden. - © Kimberly-Clark

Der Hersteller von Körperpflege- und Hygieneprodukten möchte seinen Wärmebedarf am Produktionsstandort Koblenz künftig komplett elektrisch decken. Ermöglichen soll dieses Vorhaben unter anderem ein finanzieller Zuschuss des BMWK im Rahmen des Förderprogramms für Klimaschutzverträge (Carbon Contracts for Difference, CCfD) zur Beschleunigung der Abkehr von fossilen Brennstoffen.

Zu den konkreten Veränderungen am Standort Koblenz gehören die Umstellung eines Erdgaskessels, von Heizhauben und der zugehörigen Infrastruktur auf elektrische Energie. Durch diese Maßnahmen werde eine Energieeffizienz von fast 99 Prozent erreicht und es würden dadurch jährlich mehr als 13.000 metrische Tonnen Kohlendioxidäquivalent (MTCO2e) am Standort Koblenz eingespart.

Darüber hinaus kündigte Kimberly-Clark kürzlich den Abschluss von drei virtuellen Solarstrom-Abnahmeverträgen in Italien und Spanien an, über die sich der Gesamtbedarf des Werks decken lasse. Dies soll zu einer weiteren geschätzten Reduzierung von etwa 36.000 MTCO2e pro Jahr führen.

In Summe will das Unternehmen die Kohlenstoffemissionen am Standort Koblenz somit um etwa 50.000 MTCO2e pro Jahr reduzieren. Dies entspreche dem Energieverbrauch von 6.700 Haushalten in einem Jahr (basierend auf dem US EPA GHG Equivalencies Calculator). Lisa Morden, Chief Sustainability Officer bei Kimberly-Clark, sagt dazu: "Dieses Dekarbonisierungsprojekt ermöglicht es uns, die Verringerung der direkten Treibhausgasemissionen, die 60 Prozent unserer Gesamtemissionen ausmachen, voranzubringen."

Das Werk in Koblenz spielt zudem eine wichtige Rolle im sogenannten RightCycle-Programm von Kimerly-Clark Professional, in dessen Rahmen gebrauchte Papierhandtücher, die in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz gesammelt werden, zurück nach Koblenz transportiert und dort zu neuen Papierprodukten recycelt werden. Zwar wurde die Marke RightCycle im Juli vergangenen Jahres in Verbindung mit dem Verkauf des Geschäftsbereichs für persönliche Schutzausrüstung an Ansell Limited verkauft; noch verwendet das Unternehmen die Marke jedoch im Rahmen einer Übergangslizenzvereinbarung und plant, auch weiterhin Recycling-Programme anzubieten – dann allerdings unter einer neuen Marke. /GH