Kenter: Insolvenzplan einstimmig angenommen

Die Gläubiger haben den von der Kenter GmbH (Leipheim) vorgelegten Insolvenzplan einstimmig angenommen. Er sieht den Erhalt des Unternehmens und die Fortführung des Geschäftsbetriebes vor.

Rainer Kenter und die Investmentgesellschaft der Familie Jarolimeck werden laut Insolvenzplan weiterhin die Gesellschaftsanteile am Unternehmen halten beziehungsweise Inhaber der Kenter GmbH bleiben. - © Kenter

Auch die Kunden und Lieferanten haben die Fortführungslösung unterstützt und Kenter weiterhin das Vertrauen ausgesprochen.

Neben dem Erhalt und der Fortführung des Unternehmens ist im Insolvenzplan vorgesehen, dass Rainer Kenter und die Investmentgesellschaft der Familie Jarolimeck (Jaro Invest Holding) weiterhin die Gesellschaftsanteile halten beziehungsweise Inhaber der Kenter GmbH bleiben. "Damit ist der Weg frei für eine schnelle Beendigung des Eigenverwaltungsverfahrens", so heißt es in einer Pressemitteilung der Kanzlei "Die Schrittmacher".

Die Gläubiger erhalten den Angaben zufolge eine Insolvenzquote als Einmalzahlung. Die Hausbank (Sparkasse Schwaben-Bodensee) unterstützt die Fortführungslösung ebenso und stellt dafür neue Mittel bereit. Damit könne das Unternehmen finanziell restrukturiert werden, was Grundlage für eine nachhaltige Sanierung sei.

Zuvor hatten sich bereits der Sachwalter, Arndt Geiwitz von der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz, und der Gläubigerausschuss für den Insolvenzplan ausgesprochen. Um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens auch langfristig sicherzustellen, wird ein mit der Beratungsgesellschaft Concentro Management erarbeitetes Konzept zur leistungswirtschaftlichen Sanierung umgesetzt.

Der Insolvenzplan wurde mit Beschluss des Insolvenzgerichts Neu-Ulm vom 18. September gerichtlich bestätigt. Aufgrund der einstimmigen Annahme wird nach Angaben der Kanzlei "Die Schrittmacher" derzeit damit gerechnet, dass keine Rechtsmittel eingehen und der Insolvenzplan Anfang Oktober rechtskräftig wird. Damit kann das Insolvenzverfahren aller Voraussicht nach noch im Laufe des Monats Oktober abgeschlossen werden. Die Gläubiger können im Laufe des Monats November mit der Auszahlung der Insolvenzquote rechnen.

Der Anbieter von professioneller Reinigungstechnik hatte vor rund einem Jahr Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. In der Muttergesellschaft sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, die Tochtergesellschaften haben zusammen nochmals 75 Mitarbeiter und sind nicht betroffen. /HH