KCP will ökologischen Fußabdruck halbieren

Kimberly-Clark Professional (KCP) setzt sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele: Bis 2030 soll der Fußabdruck des Unternehmens für die Umwelt um 50 Prozent reduziert werden. Jüngstes Beispiel: Die neue Abwasseraufbereitungsanlage im Werk Koblenz.

Werk Koblenz von Kimberly-Clark Professional
Das Wasser, das KCP für die Produktion benötigt, wird mehrfach genutzt und reduziert den Wasserbedarf beträchtlich. - © KCP

Die KCP-eigene, hochmoderne Abwasserbehandlungsanlage im Werk Koblenz reduziere nicht nur die organische Belastung des Abwassers um bis zu 70 Prozent, sondern signifikant auch den Energiebedarf und damit den CO2-Ausstoß – um zwar um etwa 900 Tonnen pro Jahr . Das entspreche einer Einsparung von CO2-Emissonen, die jährlich von etwa 2.500 PKW erzeugt werden. Die neue Anlage wurde damit für den Circular Innovation Award 2020 von The Ethical Corporation nominiert.

"Ein zentraler Bestandteil unseres Ziels für 2030 ist, das Wasser für unsere Werke zu 100 Prozent nachhaltig zu nutzen. Das verwendete Wasser wird nach der Produktion aufbereitet und kann so mehrfach genutzt werden. Somit werden wir unserer Verantwortung als Industrieunternehmen in einem Wasserschutzgebiet gerecht", sagt Frank Fleck, seit Herbst 2020 Geschäftsführer DACH bei Kimberly-Clark Professional.

Der Hersteller bekannter Marken (unter anderem Kleenex, Scott) nutzt in Koblenz beispielsweise die in der Produktion entstehende Abwärme, um das gesamte Werksgelände zu beheizen. 100 Prozent des Abfalls, der in der Produktion entsteht, wird darüber hinaus weiteren Recyclingprozessen zugeführt. So finden 65 Prozent der anfallenden Papierrückstände in der Ziegelindustrie und 35 Prozent in Kraftwerken Wiederverwendung. Weltweit arbeiten alle Werke mit lokalen Recyclingfirmen zusammen zur Verwertung der Produktionsabfälle. Seit 2019 habe KCP es geschafft, dass 97 Prozent des Abfalls weltweit nicht als Deponiemüll enden – die europäischen Werke seien bereits bei 100 Prozent Deponiemüllvermeidung./ GH