Kärcher feiert in diesem Jahr 90-jähriges Bestehen. 1935 als Tüftlerwerkstatt für Heiztechnik gegründet, entwickelte sich das Unternehmen bis heute zur weltbekannten Marke für Reinigungstechnik.

Zu den ersten Erfolgen von Alfred Kärcher, der sein Familienunternehmen am 2. Januar 1935 in Stuttgart gründete, gehörten der "Kärcher-Salzbadeofen" zum Härten von Leichtmetallen und Vorwärmgeräte für Fahrzeug- und Flugzeugmotoren. Es folgte eine Vielzahl von Produkten, die den Markt für Reinigungsgeräte mitgestaltet haben – darunter zum Beispiel der erste europäische Heißwasser-Hochdruckreiniger aus dem Jahr 1950 oder der erste tragbare Hochdruckreiniger für Konsumenten im Jahr 1984, mit dem Kärcher in den Markt für Privatnutzer einstieg. Weitere wichtige Meilensteine waren ein vollautonomer Reinigungsroboter für Haushalte Anfang der Nullerjahre oder der Fenstersauger aus dem Jahr 2008, mit dem Kärcher erstmals die bis dahin rein manuell durchgeführte Fensterreinigung mechanisierte.
Internationalisierung unter Irene Kärcher
Nach dem Tod des Gründers 1959 übernahm seine Ehefrau Irene Kärcher die Führung und trieb mit der Gründung erster Vertriebsgesellschaften im europäischen Ausland die Internationalisierung des Unternehmens voran. 1974 erfolgte die strategische Fokussierung auf Hochdruckreinigung, ab 1980 richtete sich das Unternehmen auf den gesamten Grundbedarf Reinigung in den Bereichen Transport und Gebäude aus.
Heute beschäftigt Kärcher über 17.000 Mitarbeitende in 85 Ländern und 170 Firmen. Das Produktportfolio umfasst mittlerweile über 3.000 Geräte rund um Reinigung und Pflege. 2023 gelang mit rund 3,3 Milliarden Euro zum wiederholten Mal ein Rekordumsatz./GH